Unser Weg zur Digitalstrategie

Vielen Dank für Ihre Beteiligung am Digital-Dialog!

Die Digitalisierung ist einer der Schwerpunkte der Landesregierung. Dafür wurde eine gemeinsame ressortübergreifenden Dachmarke „Rheinland-Pfalz Digital. Wir vernetzen Land und Leute“ geschaffen. Bei der Entwicklung der ressortübergreifenden Strategie für das digitale Leben in Rheinland-Pfalz war die Landesregierung überzeugt, dass eine innovative und zukunftsfeste Digital-Strategie für Rheinland-Pfalz nur unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger, Expertinnen und Experten, Verbänden und Unternehmen erstellt werden kann.

Als moderne und niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeit, wurde daher die Online-Plattform des rheinland-pfälzischen Digital-Dialogs umgesetzt und in einer gemeinsamen Pressekonferenz der Ministerpräsidentin, Malu Dreyer, und der Bevollmächtigten für Digitales, Staatssekretärin Heike Raab, am 4. Oktober 2016 online gestellt. Die Dialog-Plattform bot bis zum 15. August 2017 für interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Expertinnen und Experten die Möglichkeit, über 100 verschiedene Fragen aus insgesamt 12 verschiedenen Eckpunkten des Themenfeldes Digitalisierung zu kommentieren. Als Grundlage für die Beteiligung diente ein entwickeltes Dialog-Papier, welches die jeweiligen Politikfelder der Ressorts abbildete. Es skizzierte somit den Handlungsrahmen, in dem die Digitalisierung in den unterschiedlichen Bereichen gestaltet werden soll und wirft Fragen von gesellschaftlicher Relevanz auf, die im „Digital-Dialog“ diskutiert werden konnten. Im Laufe des Dialogprozesses haben sich mehr als 170 verschiedene Nutzer registriert. Insgesamt wurden über 280 Kommentare und Antworten verfasst.

Es hat sich deutlich gezeigt, dass der Digital-Dialog der richtige Weg war: Durch die Dialog-Plattform war es interessierten Bürgerinnen und Bürgern möglich, mit Hilfe eines niedrigschwelligen Kommunikationsmittel, unabhängig von Ort und Zeit, Ihre Ideen und Überlegungen in einen zukunftsorientierten und innovativen Gestaltungsprozess der rheinland-pfälzischen Digitalstrategie mit einzubringen. Diese Chance der Digitalisierung hat sich die rheinland-pfälzische Landesregierung mit Erfolg zu eigen gemacht.


Beiträge des bisherigen Digital-Dialogs

Die Digitalisierung führt in fast allen Bereichen unseres Lebens zu großen Veränderungen. Als Landesregierung gestalten wir die voranschreitende Digitalisierung in Rheinland-Pfalz aktiv mit. Sie ist für uns dabei niemals Selbstzweck. Durch die Digitalisierung entstehen neue Chancen, um allen Bürgerinnen und Bürgern gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, unsere Wirtschaft zu stärken, den demografischen Wandel zu gestalten und die Verwaltung zu modernisieren.


Chancen der Digitalisierung

Was sind die größten Chancen, die Sie in der voranschreitenden Digitalisierung sehen?

Die Digitalisierung führt in jedem Anwendungsgebiet zu einem Gewinn an Effizienz und ermöglicht dadurch eine größere Vielfalt. Gleichzeitig werden monotone Arbeitsvorgänge sowie Redundanzen reduziert.
Es gibt viele verschiedene Lösungsansätze, die mit MVPs (Minimum Viable Products) ausprobiert werden müssen. Zu verstehen, dass es keinen direkten Weg gibt, sondern, dass man verschiedene Ideen ausprobiert und weiterentwickelt, um auf eine Lösung zu kommen.
Die wohl größte Chance ist mit der Implementierung von Design Thinking den Bürgern genau das zu geben, wie sie es möchten.
Die Umsetzung an sich sollte mit der Scrum- bzw. der Kanban-Methode verwirklicht werden. Nicht mehr die übliche Arbeitsweise der Verwaltung alles bis aufs kleinste Detail auszuplanen, sondern neuste Arbeitstechniken nutzen.
Stimme dir voll und ganz zu. Computer sind gemacht, um diesen bürokratischen Aufwand zu vereinfachen und größtenteils zu übernehmen.
Die Digitalisierung birgt viele Chancen, denn sie gewährt Menschen in aller Welt einen Zugang ohne Grenzen. Nicht nur der Umgang mit digitalisierten Inhalten ist einfacher und schneller, sondern auch der gesamte organisatorische Aufwand, der dahintersteckt. Digitale Daten erlauben uns die Nutzung, Bearbeitung, Verteilung, Erschließung und Wiedergabe in elektronischen Datenverarbeitungssystemen. Die Sammlung und Verarbeitung von Daten verläuft dadurch schneller, ist mithilfe von Maschinen automatisiert und bietet, trotz der schieren Menge an Informationen, eine exakte Suchfunktion. Weitere Vorteile, welche die Digitalisierung mit sich bringt liegen in der Langzeitarchivierung, dem geringen Platzbedarf auf unterschiedlichen Speichermedien, der Reduktion an materiellen Gütern wie Papier, der vereinfachten Fehlerkorrektur und Migrationsfähigkeit von Inhalten ohne Transportwege. Moderne Medien und neue Kommunikationsmöglichkeiten sind nicht einfaches Nebenprodukt der Digitalisierung, sondern geplante Entwicklungen, die neue Freiheiten und Möglichkeiten für alle Menschen darstellen. Unsere Kommunikation miteinander ist noch einfacher geworden und überwindet alle bisherigen Barrieren, was nicht nur eine neue Lebensqualität, sondern auch Arbeitsqualität hervorgebracht hat. Wissen und Kultur sind nicht mehr limitiert für wenige ausgewählte Bürgerschichten, sondern sind für Jeden zugänglich und schaffen die Möglichkeit für Weiterbildungen. Das Arbeiten von zu Hause oder auch die Teilnahme an MOOC (Massive Open Online Course) ist nur dank unserer digitalisierten Welt möglich geworden. Das Internet hat unsere Gesellschaft und auch das Tempo unserer Entwicklung verändert.
Als größte Chance sehe ich die Möglichkeit unabhängig von Arbeitgebern und deren Standort , Einkommen zu erzielen.
Die zweite Chance liegt in der Möglichkeit dass auch die nicht priviligierten Menschen Zugang zu einer großen Bandbreite an Informationen hat.
Eine weitere Chance ist der ungehinderte Austausch von Wissen , von Ideen auch von Visionen zwischen sehr großer Gruppen von Menschen.
Erleichterung der vorhandenen Arbeitsabläufe. Neue Wege der Kommunikation eröffnen.
Vereinfachte Informationsbeschaffung, schnellere und direkte Kommunikation; Vereinfachung von Prozessen bei/mit Behörden und Kommunen;
Ich erwarte eine Minderung des Unterschieds zwischen dem Leben im ländlichen Raum und in urbanen Gebieten. Zur Zeit wird der ländliche Raum m. E. eher "abgehängt". Eigentlich sollte die Digitalisierung die Chance sein für den ländlichen Raum wesentlich attraktiver für junge Familien zu werden im Vergleich zur Stadt, dies haben viele politische Entscheidungsträger in den ländlichen Regionen leider noch nicht erkannt. Ich sehe hierfür zwei Probleme als ursächlich an: 1. Die Politik sieht zu wenige potentielle Wähler; 2. Die Unternehmen (Bsp. Telekom, RWE, ...) sehen zu wenige potentielle gut zahlende Kunden in diesen Gebieten.
Ich erwarte z. B. eine spürbare Reduzierung von bürokratischen Prozessen durch die Vernetzung der Behörden, d . h. eine Reduzierung von "isolierten" "Dateninseln" einzelner Behörden und die sinnvolle Zentralisierung von verteilten Datenbanken zwecks Vereinfachung und Beschleunigung von übergreifenden Anwendungen. Behörden/Verwaltung 4.0 ist schon lange überfällig.

Risiken der Digitalisierung

In welchen Bereichen nehmen Sie die größten Risiken durch die Digitalisierung wahr?

Wissen und ständiges Lernen wird im Zeitalter der Digitalisierung wichtiger als jemals zuvor. Nur wer die digitale Technik nutzen kann profitiert von ihr, alle anderen sind ausgeschlossen. Nur wer die Digitalisierung versteht, kann selbst Inhalte Erzeugen, weiterentwickeln oder deren Sicherheitsrisiken beurteilen, alle anderen sind Anwender mit geringem Einfluss.
Der Mensch und seine Privatsphäre muss geschützt werden. IT-Systeme wie Blockchain sollten grundsätzlich den unerlaubten Zugriff von Dritten verhindern. Moralische Prinzipien und Gedanken aus dem Grundgesetz sollten auch in der Software/ im Code verankert werden, um die Sicherheit im System zu wahren.
"Information für jeden und Demokratie noch dazu" oder so ähnlich müssen sich die Erfinder des Internets, die Zukunft vorgestellt haben. Denn zu viele Menschen sind mittlerweile mit dem Netz verwoben und hinterlassen ihre digitalen Spuren. Sobald der Nutzer anfängt sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, muss eranfangen sich selbst zu hinterfragen und die Freigabe von persönlichen Informationen mit Vorsicht zu behandeln. Mit sozialen Netzwerken ist auch die Frage nach Sicherheit und Überwachung im Internet
verbunden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, was mit den Daten geschieht, die wir teilen und in wieweit unser Datenschutz gefährdet ist. Diesbezüglich herrscht eine gewisse Skepsis gegenüber Datenkraken wie Facebook und Google, da diese Nutzerdaten sammeln und zum Zweck der Vermarktung verbreiten. Dabei ist eine
Verbindung zwischen der Überwachung im Netz und der zunehmender Kommerzialisierung des Internets zu erkennen.
Dir Digitalisierung bietet die Möglichkeit so viele Individuen wie noch nie zuvor ungehindert zu erreichen.
Vor allem Menschen die noch nicht sozial gefestigt sind, oder mit geringer Vorbildung können hier recht einfach von Ideen überzeugt werden.
Die Gefahr vor sozialer Kälte , das Verlieren von gesellschaftlicher wie familiärer Bindung wird durch die Digitalisierung noch zunehmen und die Menschen nur noch an sich selber denken lassen. Nur das ICH zählt.
Manipulationen von nicht ausreichend geschützten Behördensystemen. z.B. Beeinflussung von Wahlen oder Datenklau. Aber auch die Stimmungsmache in sozialen Medien durch sogenannte"Fake News".
Digitale Daten sollten auf einen 2 Computer als Sicherungskopie abgelegt werden, falls der Computer gehckt wird, versehentlich Daten gelöscht werden oder der Computer seinen Geist aus Altersgründen aufgibt.
Abhänigkeit von digitalen Daten (eigene und denen von Politik und Wirtschaft); Intransparenz bzgl. Speicherung, Verwendung, etc. ; Verwundbarkeit der Infrastrukur und öffentlichen Versorgung; Möglichkeiten zur Erstellung von Verhaltensprofilen durch Dritte mittels digitalem Fussabdruck: Daten- und Identitätsdiebstahl
Man muss aufpassen, dass die Digitalisierung nicht dazu führt, dass ältere oder eingeschränkte Menschen, die nahezu völlig technikfremd sind, sozusagen "hinten runter fallen" und von Teilen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen werden.

Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz

In welchem Bereich wirkt sich die Digitalisierung aus Ihrer Sicht am stärksten auf Rheinland-Pfalz aus?

Eine schnelle Internetanbindung ist Voraussetzung zur Nutzung digitaler Angebote. Durch die ländlich geprägte Struktur von Rheinland-Pfalz besteht ein Defizit beim Breitbandausbau durch private Anbieter. Bund, Land und Kommunen sind daher in der Verantwortung, im Rahmen der Daseinsvorsorge in den Breitbandausbau zu investieren, um einen gleichwertigen Zugang zum Internet zu gewährleisten. Die Digitalisierung wird daher erhebliche Investitionskosten zur Folge haben.
Rheinland-Pfalz sich von anderen Ländern abheben, wenn Sie eine gescheite Digitalstrategie entwickeln.
Am besten in Zusammenarbeit mit Unternehmen und jungen Leuten, die verstehen worauf es ankommt.
Firmenansiedelungen in ländlichen Gebieten, die durch den Ausbau der Breitbandversorgung erst möglich werden.
Schnellere Verbindung der Behörden untereinander, Möglichkeit des zeitgleichen Zugriffs in den dafür vorgesehenen Bereichen.
Changen und Risiken analog zum Rest der Republik, zusätzlich die (noch) fehlende Versorgung mit dem sogen. schnellen Internet im ländlichen Raum; bei digitalen behördlichen Prozessen besteht noch Nachholbedarf und Standardisierung

Chancen für Rheinland-Pfalz

Wie kann Rheinland-Pfalz Ihrer Meinung nach von der Digitalisierung am meisten profitieren?

Digitale Medien besser in der Bildung ausbauen: Bereits in der Lehramtsausbildung sollten Methoden der Medienkompetenz einen höheren Stellenwert einnehmen; Lehrgänge und Fortbildungen für LehrerInnen sollten weiter ausgebaut und (auch finanziell) gefördert werden; Förderungen zur Schaffung von Lehrinhalten für neue Medien sollten eingerichtet und nachhaltige Projekte finanziell unterstützt werden. Außerdem sollte Rheinland-Pfalz die Chance ergreifen und mit der Förderung von Open-Access-Publikationen (beispielsweise durch Bereitstellung von Mitteln für Forscher mit geringem Budget) den Wissensaustausch über das Internet unterstützen.
Das Land Rheinland-Pfalz profitiert am meisten von der Digitalisierung, wenn es gelingt das Interesse und die Potentiale seiner Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung für die Digitalisierung zu aktivieren. Facebook ist nur so erfolgreich weil es gelungen ist, Nutzer zu motivieren ständig neue Inhalte zu posten; auch Google Maps ist erfolgreich, weil Nutzer Erfahrungsberichte und Fotos von unterschiedlichsten Angeboten erstellen. Die Digitalisierung gelingt, wenn sich möglichst viele gerne daran beteiligen.
Schnelle Netzzugänge alleine sind noch keine „Chance“. Wichtig wären zusätzlich passende „Apps“, die insbesondere Verwaltungsvorgänge vereinfachen helfen. Zur Illustration ein Beispiel:

Heute kann ich den „Antrag auf einen Ersatzführerschein“ via Internet bei der Führerscheinstelle „downloaden“, dann ausdrucken, von Hand ausfüllen und abgeben. So weit so gut.

Als zukünftige Chance sehe ich eine Anwendung (App), mit der ich einen Antrag direkt am Bildschirm ausfüllen (mit entsprechenden Hinweisen und Hilfen) und dann online abgeben kann.

Nach der technischen Stufe (Netz) braucht es die organisatorische (App), um zusammen zur echten Chance zu werden.
Als Wirtschaftsstandort können wir mit den anderen Bundesländern mithalten und haben keinen Wettbewerbsnachteil in Gebieten außerhalb der Ballungsgebiete.
Großstädte: Teure Grundstücke aber gute Breitbandversorgung.
Ländliche Gebiete: Billiges Land aber keine gute Internetversorgung.
Durch die Digitalisierungen wären auch Bereiche wie die Eifel nichrt mehr so ganz von der Ausenwelt abgeschlossen. Dann würden sich auch mehr Firmen dort niederlassen, was wieder den Vorteil hätte, die Menschen würden der Eifel nicht den Rücken zukehren und in die Großstädte abziehen.
Ohne flächendeckendes Breitband - keine Digitalisierung! Rheinland-Pfalz wird daher als das am schlechtesten ausgebaute Flächenland in D vermutlich überhaupt nicht profitieren können.

Digitale Helfer im Alltag

In welchen Lebensbereichen profitieren Sie bereits von digitalen Helfern?

Unerschöpfliche Informationsquelle in jedem Bereich, private und berufliche Kommunikation sowie Vernetzung, örtlich unabhängige Organisation und Erledigung von beruflichen und privaten Projekten und Aufgaben, Vielfalt an Unterhaltung sowie Einblicke in andere Kulturen
Ich nutze mein Smartphone regelmäßig zur Navigation oder zum schnellen Abruf von Informationen (Öffnungszeiten, Ansprechpartner, Standorte von Geschäften...) von Unterwegs aus. Meine Notizen und Einkaufszettel verwalte ich digital, damit kann ich quasi überall auf diese Informationen zurückgreifen.
PC: Cloudbasiertes Arbeiten auch mit großen Datenmengen
TV: IPTV
Hausautomation mit Zugriff von "unterwegs"
eMail; eKalender mit Synchronisierung auf verschiedenen Geräten; Bankgeschäfte; Video-Konferenzen; Möglichkeit zum Homeoffice; Soziale Netzwerke (beruflich)
Manchmal sind es die lapidar erscheinenden Dinge: die Möglichkeit, Termine in seinen eigenen elektornischen Kalender zu übertragen. Der ASK in Kaiserslautern bietet eine sehr gute Möglichkeit, um sich straßenbezogen die verschiedenen Abholtermine zu laden.

Veränderungen in Zukunft

In welchen Bereichen erwarten Sie die größten Veränderungen in naher Zukunft?

Eine Synergie aus Online und Offline.
Das was ohne Menschen funktionieren kann, sollte weitesgehend digitalisiert werden und das, was die Menschlichkeit wahrt sollte nicht einfach in Code verwandelt werden.
Hausautomation, biometrische Selbstoptimierung,elektronische Krankenakte, Banking, soziale Netzwerke, Mautsysteme der Straßen, automatischer Datentransfer der Autos:
All dieses wird dazu beitragen den einzelnen Menschen und auch größere Gruppen kontrollierbarer und steuerbarer zu machen.
Politik und Wirtschaft werden diese Daten für ihre Zwecke nutzen.
Kriminelle sind und werden eh schneller sein als unsere behäbige und selbstverliebte Politik.
Man kann dem einzelnen Menschen nur raten da besonders vorsichtig zu sein.
Biometrische Selbstoptimierung; weitere Funktionsverlagerungen Richtung Smartphone; Fernsehen on Demand; Streaming Dienste
In welchem Bereich die größten Veränderung stattfinden, lässt sich meines Erachtens nicht genau definieren. Fakt ist, dass alle Bereiche des Lebens betroffen sind. Für den Gesundheitssektor wird die zunehmende Digitalisierung zu einem großen Spagat. Einerseits werden viele Dinge vereinfacht (Ärztliche Vernetzungen, Einsicht in Diagnosen, Ärztliche Konzile - um nur wenige Beispiele zu nennen), andererseits steht der Schutz der Sozial- und Diagnosedaten im Vordergrund. Außerdem werden große Teile der bisherigen Beitragszahler im Solidarsystem "hinten runter fallen" da sie aufgrund ihres Alters und mangelnder PC Kenntnisse kaum oder keine Möglichkeiten der Vernetzung haben.

Digital-Strategie

Welche Erwartungen haben Sie an die rheinland-pfälzische Digital-Strategie?

Die Digital-Strategie darf niemand ausschließen und sollte dennoch einen Anreiz zur Nutzung und aktiven Entwicklung digitaler Angebote setzen. Das Land sollte den Rahmen und die technischer Basis bereitstellen und den Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung die Möglichkeit geben, die von ihnen benötigten digitalen Angebote zu gestalten.
Sie sollte auf keinen Fall nur von den Politikern kommen. Diese Ansätze sind veraltet und bringen nicht den notwendigen Fortschritt.
Stattdessen sollte sie in Zusammenarbeit gestaltet werden mit den Unternehmen, Organisationen und Menschen, die wissen worauf es bei der Umsetzung ankommt und was notwendig ist.
Dass sie zeitnah stattfindet.
Agieren nicht nur reagieren
Wünschenswert, wenn nicht zwingend notwendig, ist eine Festlegung eines Standards für ein Mindestmaß an Kenntnissen bzgl. Digitalisierung. Dazu zählen nicht nur Kenntnisse in der praktischer Anwendung verschiedener Verfahren sondern und insbesondere in begleitenden Parametern wie Datenschutz seitens der digitalen Anbieter und den (eigenen) Umgang damit. Und infolgedessen muss natürlich in den Kommunen ein gut erreichbares und unabhängiges(!) Angebot geschaffen werden, u.U. sogar verpflichtend, angepasst an Alter/Vorkenntnisse.

Die Jugend unserer Gesellschaft wächst heute mit der Digitalisierung auf und macht sich in wenigen Fällen Gedanken über den Datenschutz. Die Älteren unserer Gesellschaft sind häufig überfordert mit der digitalen Welt und haben Ängste, bei der Anwendung ("wenn ich da drauf drücke, mache ich was kaputt") und bzgl. Datenschutz ("die wissen alles über mich, wenn ich die Karte da rein stecke").
Die Strategie soll die einzelnen Projekten in den Städten und Gemeinden in eine Richtung laufen lassen. Wünschenswert wäre eine Harmonisierung, wenn nicht gar eine einzige Plattform. Die Prozesse und Verfahren sind in den Kommunen alle gleich. Da muss man nicht mehrere hundert mal die Beantragung eines Personalausweises implementieren. Hier kann die Strategie kare Aussagen setzen und helfen Kosten zu sparen. Plattformen der Verwaltung dürfen kein Alleinstellungsmerkmal sein, sondern es muss eine Plattform in RHeinland-Pfalz für alle Kommunen geben.

Breitbandausbau

Schnelles Internet ist wichtig für nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens. Quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche werden internetbasierte Dienste genutzt. Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur mit mobilem Internet ist daher Grundvoraussetzung für die Teilnahme am modernen Leben, eine nachhaltige Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes.

Erfahren Sie mehr über das Thema Breitbandausbau


Chancen der Digitalisierung

Was sind die größten Chancen, die Sie in der voranschreitenden Digitalisierung sehen?

Die Digitalisierung führt in jedem Anwendungsgebiet zu einem Gewinn an Effizienz und ermöglicht dadurch eine größere Vielfalt. Gleichzeitig werden monotone Arbeitsvorgänge sowie Redundanzen reduziert.
Es gibt viele verschiedene Lösungsansätze, die mit MVPs (Minimum Viable Products) ausprobiert werden müssen. Zu verstehen, dass es keinen direkten Weg gibt, sondern, dass man verschiedene Ideen ausprobiert und weiterentwickelt, um auf eine Lösung zu kommen.
Die wohl größte Chance ist mit der Implementierung von Design Thinking den Bürgern genau das zu geben, wie sie es möchten.
Die Umsetzung an sich sollte mit der Scrum- bzw. der Kanban-Methode verwirklicht werden. Nicht mehr die übliche Arbeitsweise der Verwaltung alles bis aufs kleinste Detail auszuplanen, sondern neuste Arbeitstechniken nutzen.
Stimme dir voll und ganz zu. Computer sind gemacht, um diesen bürokratischen Aufwand zu vereinfachen und größtenteils zu übernehmen.
Die Digitalisierung birgt viele Chancen, denn sie gewährt Menschen in aller Welt einen Zugang ohne Grenzen. Nicht nur der Umgang mit digitalisierten Inhalten ist einfacher und schneller, sondern auch der gesamte organisatorische Aufwand, der dahintersteckt. Digitale Daten erlauben uns die Nutzung, Bearbeitung, Verteilung, Erschließung und Wiedergabe in elektronischen Datenverarbeitungssystemen. Die Sammlung und Verarbeitung von Daten verläuft dadurch schneller, ist mithilfe von Maschinen automatisiert und bietet, trotz der schieren Menge an Informationen, eine exakte Suchfunktion. Weitere Vorteile, welche die Digitalisierung mit sich bringt liegen in der Langzeitarchivierung, dem geringen Platzbedarf auf unterschiedlichen Speichermedien, der Reduktion an materiellen Gütern wie Papier, der vereinfachten Fehlerkorrektur und Migrationsfähigkeit von Inhalten ohne Transportwege. Moderne Medien und neue Kommunikationsmöglichkeiten sind nicht einfaches Nebenprodukt der Digitalisierung, sondern geplante Entwicklungen, die neue Freiheiten und Möglichkeiten für alle Menschen darstellen. Unsere Kommunikation miteinander ist noch einfacher geworden und überwindet alle bisherigen Barrieren, was nicht nur eine neue Lebensqualität, sondern auch Arbeitsqualität hervorgebracht hat. Wissen und Kultur sind nicht mehr limitiert für wenige ausgewählte Bürgerschichten, sondern sind für Jeden zugänglich und schaffen die Möglichkeit für Weiterbildungen. Das Arbeiten von zu Hause oder auch die Teilnahme an MOOC (Massive Open Online Course) ist nur dank unserer digitalisierten Welt möglich geworden. Das Internet hat unsere Gesellschaft und auch das Tempo unserer Entwicklung verändert.
Als größte Chance sehe ich die Möglichkeit unabhängig von Arbeitgebern und deren Standort , Einkommen zu erzielen.
Die zweite Chance liegt in der Möglichkeit dass auch die nicht priviligierten Menschen Zugang zu einer großen Bandbreite an Informationen hat.
Eine weitere Chance ist der ungehinderte Austausch von Wissen , von Ideen auch von Visionen zwischen sehr großer Gruppen von Menschen.
Erleichterung der vorhandenen Arbeitsabläufe. Neue Wege der Kommunikation eröffnen.
Vereinfachte Informationsbeschaffung, schnellere und direkte Kommunikation; Vereinfachung von Prozessen bei/mit Behörden und Kommunen;
Ich erwarte eine Minderung des Unterschieds zwischen dem Leben im ländlichen Raum und in urbanen Gebieten. Zur Zeit wird der ländliche Raum m. E. eher "abgehängt". Eigentlich sollte die Digitalisierung die Chance sein für den ländlichen Raum wesentlich attraktiver für junge Familien zu werden im Vergleich zur Stadt, dies haben viele politische Entscheidungsträger in den ländlichen Regionen leider noch nicht erkannt. Ich sehe hierfür zwei Probleme als ursächlich an: 1. Die Politik sieht zu wenige potentielle Wähler; 2. Die Unternehmen (Bsp. Telekom, RWE, ...) sehen zu wenige potentielle gut zahlende Kunden in diesen Gebieten.
Ich erwarte z. B. eine spürbare Reduzierung von bürokratischen Prozessen durch die Vernetzung der Behörden, d . h. eine Reduzierung von "isolierten" "Dateninseln" einzelner Behörden und die sinnvolle Zentralisierung von verteilten Datenbanken zwecks Vereinfachung und Beschleunigung von übergreifenden Anwendungen. Behörden/Verwaltung 4.0 ist schon lange überfällig.

Risiken der Digitalisierung

In welchen Bereichen nehmen Sie die größten Risiken durch die Digitalisierung wahr?

Wissen und ständiges Lernen wird im Zeitalter der Digitalisierung wichtiger als jemals zuvor. Nur wer die digitale Technik nutzen kann profitiert von ihr, alle anderen sind ausgeschlossen. Nur wer die Digitalisierung versteht, kann selbst Inhalte Erzeugen, weiterentwickeln oder deren Sicherheitsrisiken beurteilen, alle anderen sind Anwender mit geringem Einfluss.
Der Mensch und seine Privatsphäre muss geschützt werden. IT-Systeme wie Blockchain sollten grundsätzlich den unerlaubten Zugriff von Dritten verhindern. Moralische Prinzipien und Gedanken aus dem Grundgesetz sollten auch in der Software/ im Code verankert werden, um die Sicherheit im System zu wahren.
"Information für jeden und Demokratie noch dazu" oder so ähnlich müssen sich die Erfinder des Internets, die Zukunft vorgestellt haben. Denn zu viele Menschen sind mittlerweile mit dem Netz verwoben und hinterlassen ihre digitalen Spuren. Sobald der Nutzer anfängt sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, muss eranfangen sich selbst zu hinterfragen und die Freigabe von persönlichen Informationen mit Vorsicht zu behandeln. Mit sozialen Netzwerken ist auch die Frage nach Sicherheit und Überwachung im Internet
verbunden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, was mit den Daten geschieht, die wir teilen und in wieweit unser Datenschutz gefährdet ist. Diesbezüglich herrscht eine gewisse Skepsis gegenüber Datenkraken wie Facebook und Google, da diese Nutzerdaten sammeln und zum Zweck der Vermarktung verbreiten. Dabei ist eine
Verbindung zwischen der Überwachung im Netz und der zunehmender Kommerzialisierung des Internets zu erkennen.
Dir Digitalisierung bietet die Möglichkeit so viele Individuen wie noch nie zuvor ungehindert zu erreichen.
Vor allem Menschen die noch nicht sozial gefestigt sind, oder mit geringer Vorbildung können hier recht einfach von Ideen überzeugt werden.
Die Gefahr vor sozialer Kälte , das Verlieren von gesellschaftlicher wie familiärer Bindung wird durch die Digitalisierung noch zunehmen und die Menschen nur noch an sich selber denken lassen. Nur das ICH zählt.
Manipulationen von nicht ausreichend geschützten Behördensystemen. z.B. Beeinflussung von Wahlen oder Datenklau. Aber auch die Stimmungsmache in sozialen Medien durch sogenannte"Fake News".
Digitale Daten sollten auf einen 2 Computer als Sicherungskopie abgelegt werden, falls der Computer gehckt wird, versehentlich Daten gelöscht werden oder der Computer seinen Geist aus Altersgründen aufgibt.
Abhänigkeit von digitalen Daten (eigene und denen von Politik und Wirtschaft); Intransparenz bzgl. Speicherung, Verwendung, etc. ; Verwundbarkeit der Infrastrukur und öffentlichen Versorgung; Möglichkeiten zur Erstellung von Verhaltensprofilen durch Dritte mittels digitalem Fussabdruck: Daten- und Identitätsdiebstahl
Man muss aufpassen, dass die Digitalisierung nicht dazu führt, dass ältere oder eingeschränkte Menschen, die nahezu völlig technikfremd sind, sozusagen "hinten runter fallen" und von Teilen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen werden.

Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz

In welchem Bereich wirkt sich die Digitalisierung aus Ihrer Sicht am stärksten auf Rheinland-Pfalz aus?

Eine schnelle Internetanbindung ist Voraussetzung zur Nutzung digitaler Angebote. Durch die ländlich geprägte Struktur von Rheinland-Pfalz besteht ein Defizit beim Breitbandausbau durch private Anbieter. Bund, Land und Kommunen sind daher in der Verantwortung, im Rahmen der Daseinsvorsorge in den Breitbandausbau zu investieren, um einen gleichwertigen Zugang zum Internet zu gewährleisten. Die Digitalisierung wird daher erhebliche Investitionskosten zur Folge haben.
Rheinland-Pfalz sich von anderen Ländern abheben, wenn Sie eine gescheite Digitalstrategie entwickeln.
Am besten in Zusammenarbeit mit Unternehmen und jungen Leuten, die verstehen worauf es ankommt.
Firmenansiedelungen in ländlichen Gebieten, die durch den Ausbau der Breitbandversorgung erst möglich werden.
Schnellere Verbindung der Behörden untereinander, Möglichkeit des zeitgleichen Zugriffs in den dafür vorgesehenen Bereichen.
Changen und Risiken analog zum Rest der Republik, zusätzlich die (noch) fehlende Versorgung mit dem sogen. schnellen Internet im ländlichen Raum; bei digitalen behördlichen Prozessen besteht noch Nachholbedarf und Standardisierung

Chancen für Rheinland-Pfalz

Wie kann Rheinland-Pfalz Ihrer Meinung nach von der Digitalisierung am meisten profitieren?

Digitale Medien besser in der Bildung ausbauen: Bereits in der Lehramtsausbildung sollten Methoden der Medienkompetenz einen höheren Stellenwert einnehmen; Lehrgänge und Fortbildungen für LehrerInnen sollten weiter ausgebaut und (auch finanziell) gefördert werden; Förderungen zur Schaffung von Lehrinhalten für neue Medien sollten eingerichtet und nachhaltige Projekte finanziell unterstützt werden. Außerdem sollte Rheinland-Pfalz die Chance ergreifen und mit der Förderung von Open-Access-Publikationen (beispielsweise durch Bereitstellung von Mitteln für Forscher mit geringem Budget) den Wissensaustausch über das Internet unterstützen.
Das Land Rheinland-Pfalz profitiert am meisten von der Digitalisierung, wenn es gelingt das Interesse und die Potentiale seiner Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung für die Digitalisierung zu aktivieren. Facebook ist nur so erfolgreich weil es gelungen ist, Nutzer zu motivieren ständig neue Inhalte zu posten; auch Google Maps ist erfolgreich, weil Nutzer Erfahrungsberichte und Fotos von unterschiedlichsten Angeboten erstellen. Die Digitalisierung gelingt, wenn sich möglichst viele gerne daran beteiligen.
Schnelle Netzzugänge alleine sind noch keine „Chance“. Wichtig wären zusätzlich passende „Apps“, die insbesondere Verwaltungsvorgänge vereinfachen helfen. Zur Illustration ein Beispiel:

Heute kann ich den „Antrag auf einen Ersatzführerschein“ via Internet bei der Führerscheinstelle „downloaden“, dann ausdrucken, von Hand ausfüllen und abgeben. So weit so gut.

Als zukünftige Chance sehe ich eine Anwendung (App), mit der ich einen Antrag direkt am Bildschirm ausfüllen (mit entsprechenden Hinweisen und Hilfen) und dann online abgeben kann.

Nach der technischen Stufe (Netz) braucht es die organisatorische (App), um zusammen zur echten Chance zu werden.
Als Wirtschaftsstandort können wir mit den anderen Bundesländern mithalten und haben keinen Wettbewerbsnachteil in Gebieten außerhalb der Ballungsgebiete.
Großstädte: Teure Grundstücke aber gute Breitbandversorgung.
Ländliche Gebiete: Billiges Land aber keine gute Internetversorgung.
Durch die Digitalisierungen wären auch Bereiche wie die Eifel nichrt mehr so ganz von der Ausenwelt abgeschlossen. Dann würden sich auch mehr Firmen dort niederlassen, was wieder den Vorteil hätte, die Menschen würden der Eifel nicht den Rücken zukehren und in die Großstädte abziehen.
Ohne flächendeckendes Breitband - keine Digitalisierung! Rheinland-Pfalz wird daher als das am schlechtesten ausgebaute Flächenland in D vermutlich überhaupt nicht profitieren können.

Digitale Helfer im Alltag

In welchen Lebensbereichen profitieren Sie bereits von digitalen Helfern?

Unerschöpfliche Informationsquelle in jedem Bereich, private und berufliche Kommunikation sowie Vernetzung, örtlich unabhängige Organisation und Erledigung von beruflichen und privaten Projekten und Aufgaben, Vielfalt an Unterhaltung sowie Einblicke in andere Kulturen
Ich nutze mein Smartphone regelmäßig zur Navigation oder zum schnellen Abruf von Informationen (Öffnungszeiten, Ansprechpartner, Standorte von Geschäften...) von Unterwegs aus. Meine Notizen und Einkaufszettel verwalte ich digital, damit kann ich quasi überall auf diese Informationen zurückgreifen.
PC: Cloudbasiertes Arbeiten auch mit großen Datenmengen
TV: IPTV
Hausautomation mit Zugriff von "unterwegs"
eMail; eKalender mit Synchronisierung auf verschiedenen Geräten; Bankgeschäfte; Video-Konferenzen; Möglichkeit zum Homeoffice; Soziale Netzwerke (beruflich)
Manchmal sind es die lapidar erscheinenden Dinge: die Möglichkeit, Termine in seinen eigenen elektornischen Kalender zu übertragen. Der ASK in Kaiserslautern bietet eine sehr gute Möglichkeit, um sich straßenbezogen die verschiedenen Abholtermine zu laden.

Veränderungen in Zukunft

In welchen Bereichen erwarten Sie die größten Veränderungen in naher Zukunft?

Eine Synergie aus Online und Offline.
Das was ohne Menschen funktionieren kann, sollte weitesgehend digitalisiert werden und das, was die Menschlichkeit wahrt sollte nicht einfach in Code verwandelt werden.
Hausautomation, biometrische Selbstoptimierung,elektronische Krankenakte, Banking, soziale Netzwerke, Mautsysteme der Straßen, automatischer Datentransfer der Autos:
All dieses wird dazu beitragen den einzelnen Menschen und auch größere Gruppen kontrollierbarer und steuerbarer zu machen.
Politik und Wirtschaft werden diese Daten für ihre Zwecke nutzen.
Kriminelle sind und werden eh schneller sein als unsere behäbige und selbstverliebte Politik.
Man kann dem einzelnen Menschen nur raten da besonders vorsichtig zu sein.
Biometrische Selbstoptimierung; weitere Funktionsverlagerungen Richtung Smartphone; Fernsehen on Demand; Streaming Dienste
In welchem Bereich die größten Veränderung stattfinden, lässt sich meines Erachtens nicht genau definieren. Fakt ist, dass alle Bereiche des Lebens betroffen sind. Für den Gesundheitssektor wird die zunehmende Digitalisierung zu einem großen Spagat. Einerseits werden viele Dinge vereinfacht (Ärztliche Vernetzungen, Einsicht in Diagnosen, Ärztliche Konzile - um nur wenige Beispiele zu nennen), andererseits steht der Schutz der Sozial- und Diagnosedaten im Vordergrund. Außerdem werden große Teile der bisherigen Beitragszahler im Solidarsystem "hinten runter fallen" da sie aufgrund ihres Alters und mangelnder PC Kenntnisse kaum oder keine Möglichkeiten der Vernetzung haben.

Digital-Strategie

Welche Erwartungen haben Sie an die rheinland-pfälzische Digital-Strategie?

Die Digital-Strategie darf niemand ausschließen und sollte dennoch einen Anreiz zur Nutzung und aktiven Entwicklung digitaler Angebote setzen. Das Land sollte den Rahmen und die technischer Basis bereitstellen und den Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung die Möglichkeit geben, die von ihnen benötigten digitalen Angebote zu gestalten.
Sie sollte auf keinen Fall nur von den Politikern kommen. Diese Ansätze sind veraltet und bringen nicht den notwendigen Fortschritt.
Stattdessen sollte sie in Zusammenarbeit gestaltet werden mit den Unternehmen, Organisationen und Menschen, die wissen worauf es bei der Umsetzung ankommt und was notwendig ist.
Dass sie zeitnah stattfindet.
Agieren nicht nur reagieren
Wünschenswert, wenn nicht zwingend notwendig, ist eine Festlegung eines Standards für ein Mindestmaß an Kenntnissen bzgl. Digitalisierung. Dazu zählen nicht nur Kenntnisse in der praktischer Anwendung verschiedener Verfahren sondern und insbesondere in begleitenden Parametern wie Datenschutz seitens der digitalen Anbieter und den (eigenen) Umgang damit. Und infolgedessen muss natürlich in den Kommunen ein gut erreichbares und unabhängiges(!) Angebot geschaffen werden, u.U. sogar verpflichtend, angepasst an Alter/Vorkenntnisse.

Die Jugend unserer Gesellschaft wächst heute mit der Digitalisierung auf und macht sich in wenigen Fällen Gedanken über den Datenschutz. Die Älteren unserer Gesellschaft sind häufig überfordert mit der digitalen Welt und haben Ängste, bei der Anwendung ("wenn ich da drauf drücke, mache ich was kaputt") und bzgl. Datenschutz ("die wissen alles über mich, wenn ich die Karte da rein stecke").
Die Strategie soll die einzelnen Projekten in den Städten und Gemeinden in eine Richtung laufen lassen. Wünschenswert wäre eine Harmonisierung, wenn nicht gar eine einzige Plattform. Die Prozesse und Verfahren sind in den Kommunen alle gleich. Da muss man nicht mehrere hundert mal die Beantragung eines Personalausweises implementieren. Hier kann die Strategie kare Aussagen setzen und helfen Kosten zu sparen. Plattformen der Verwaltung dürfen kein Alleinstellungsmerkmal sein, sondern es muss eine Plattform in RHeinland-Pfalz für alle Kommunen geben.

Demografie

Die „Megatrends“ des demografischen Wandels und der Digitalisierung sind eng miteinander verknüpft und wirken sich auf viele Lebensbereiche aus. Die Digitalisierung bietet dabei herausragende Chancen, die es zu ergreifen gilt, um die Bevölkerungsentwicklung im Land für alle Generationen gut zu gestalten.

Erfahren Sie mehr über das Thema Demografie


Zukunft der Netze

"Wie schaffen wir es, unsere Netze für zukünftig höhere Bandbreiten fit zu machen?"

Wie die Zufahrt zu einem Grundstück oder der Anschluss an ein Kanalsystem wird der Anschluss an ein Breitbandnetzwerk künftig mehr und mehr Grundvoraussetzung für ein Unternehmen oder einen Privathaushalt sein. Kann der Anschluss aus wirtschaftlichen Gründen in bestimmten Gebieten nicht über private Anbieter erfolgen, sollte der Staat bzw. die Kommunen eingreifen, um gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen: über die Allgemeinheit finanzierte Breitbandanschlüsse nach dem neusten Stand der Technik für jedes Grundstück.
"Für zentrale Netzstrukturen („Backbone“) sind Glasfaserkabel sicherlich unverzichtbar. In der Peripherie („Last Mile“) bin ich mir da nicht (mehr) ganz so sicher.

Bestehende Techniken - Kupferkabel und vor allem Mobilfunknetze - haben in den nächsten Jahren vermutlich noch erhebliche Steigerungsmöglichkeiten was die Bandbreite, Schnelligkeit und Datenmengen betrifft. Da kann die Investition in neue Glasfaser schnell zum toten Kapital werden.

Für Geschäftskunden ist ein Glasfaseranschluss sicher gut und problemlos. Als Privatkunde träume ich aber von einem bezahlbaren Funknetz ohne Kabel und Router in Haus oder Wohnung. (Aber vielleicht muss ich darauf noch zehn Jahre warten?)"
Aus meiner Sicht gibt es nur drei Möglichkeiten, unsere Netze für die Zukunft fit zu machen: Glasfaser, Glasfaser, Glasfaser! Bis in alle Gebäude.
"Um zukunftssicher zu werden und dann auch zu bleiben hier ein Vorschlag:
Zuerst braucht es eine Stelle, an die alle Maßnahmen im Bereich aller Straßen vorab gemeldet werden müssen.
Dieser Stelle müssen alle Daten zur Infrastruktur auf und in den Straßen zugänglich sein, ohne langes Anfragen.
Und dann kann diese neu zu schaffende Stelle entscheiden ob bei den geplanten Vorhaben Datenleitungen oder Leerrohre mit verlegt werden müssen.
Die Kosten der Verlegung übernimmt das Land. Um langwierige Diskussionen zu vermeiden.
Die Rohre/Leitungen können dann immer wieder an Nutzer vermietet werden.
Zum Entfernen alter nicht mehr benutzter Leitungen muss ein Fonds, eine Rücklage gebildet werden, in die alle Nutzer einzahlen.

Ich denke, dass nur eine solche ,, Zentralisierung,, zu einem guten und zukunftssicheren Ergebnis führen wird.
Politische Gegebenheiten ,, vor Ort,, dürfen da keine Rolle spielen, um nicht die gegebenen Chancen zu vergeben.

Nach vorne denken, unabhängig woher wir kommen oder was wir sind.
Jeder Vorschlag ist besser als ,, keiner,,

ich wünsche dieser Aktion eine sehr gute Zukunft."
In dem wir flexibel bleiben/ausbauen und nicht bei jeder neuen Technik die Gehwege aufreißen müssen.
Sehr gute Antworten der Vorredner! Glasfaser bis in alle Gebäude ist m. E. der wichtigste Punkt, Lehrrohre der RWE nutzen, mit allen Anbietern in Dialog treten und bezahlbare Lösungen für Steuerzahler und Kunden der Versorger erarbeiten.
Eine spannende Frage ist, welche Losgrößen dem Wettbewerb unterworfen werden. Es ist nicht gut, wenn in einer Stadt mehrere Glasfasernetze von unterschiedlichen Anbietern verbaut werden. Warum nicht Stadtteil für Stadtteil oder sogar Stadt für Stadt Konzessionen vergeben. Der Wettbewerb wäre dann auf der Ebene von geografisch größeren Flächen und man kann die Vergabe von Konzessionen an Bedingungen knüpfen, z.B. Abdeckungsgrad. Bei Nicht-Einhaltung droht Konzessionsentzug und damit der Verlust der Investitionen. Solche Muster sind bei anderen Feldern (z.B. Wasserversorgung) üblich. Eine Auflage wäre der diskriminierungsfreie Zugang für Anbieter von Leistungen auf den Netzen.
Glasfaser muss her - und zwar bis ins Gebäude (FTTH)! Nur so werden die Netze "fit für die Zukunft". Dann hören auch die unsäglichen Diskussionen um irgendwelche fiktiven Mindest-Übertragungsraten auf. Die Ertüchtigung von Kupferleitungen aus dem letzten Jahrhundert ist hinausgeworfenes Geld.
Die Ziele stimmen nicht. 50 MBit, die wahrscheinlich nach erfolgter Umsetzung schon wieder zu gering sind, da sich der Bedarf so rasant entwickeln wird.
"Hier müsste es als erstes mal politische Änderungen eintreten. ""Netze in Bürgerhand"" gilt natürlich auch für die Informationsnetze. Diese müssen Grundrecht-Charakter erhalten. Wer in seinem Haus Energie und Wasser hat, sollte auch Internet bekommen.
Dafür müssen (wie überall) genaue kurz,- mittel,- und langfristige Planungen erfolgen und vom Bürger einsehnar sein.
Beispiel: Bei mir habe ich die Möglichkeit zwischen 100 Mbit/s Anbietern und 200 Mbit/s zu wählen, während in einem Stadtteil 5km entfernt die Nutzer bei 6 Mbit/s fröhlich in die Hände klatschen würden.. Dies hätte man auch anders planen können, oder besser müssen.
Erst wenn es möglich ist das ""Grundrecht auf Information"" einzufordern, werden sich (grundlegende) Änderungen ergeben. Vorher ist die Politik viel zu schwerfällig. Sie wird erst dann flexibel,l wenn es um eigenes Geld geht. (siehe Kitas)"
"In den Punkten 1) und 2) stimme ich Herrn Arimond weitestgehend zu. Zu Punkt 3) bin ich der Auffassung, dass der Druck auf die Netzbetreiber nur durch einen offenen Markt erhöhrt werden kann. Bei einer Infrastruktur, wie der digitalen Vernetzung sollten mehr öffentliche Träger (Städte, Verbandsgemeinden oder Kommunen) in den Wettbewerb einsteigen.
Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Ortsteile einen richtigen (!) Breitband-Zugang bekommen, auch wenn es sich für den Netzbetreiber nicht rentiert.

Zu Punkt 2) will ich ergänzen, dass alle Investitionen in 50Mbit (VDSL) Leitungen aus dem Fenster geworfenes Geld sind. Laut dem Dialogpapier waren bereits 2011 über 25% der Haushalte an 50Mbit-Leitungen und mehr angebunden. Es ist also nicht die Technik der Zukunft.

Bitte lassen Sie sich hier nicht weiterhin von den großen Internet-Providern beraten. Diesen geht es nicht um uns Bürger sondern um unser Geld!"
"Dem schließe ich mich an, wenn auch mit Einschränkungen/Ergänzungen:

1)
Es sollte zudem sichergestellt werden, dass für die Leerrohre keine Exklusivverträge geschlossen werden, sodass auch mehrere Anbieter konkurrierend arbeiten können und nicht die Vectoring-Falle auftritt, in dem ein einzelner Anbieter sich die Ressourcen sichert und damit nur eine eingeschränkte Versorgung bietet.

Eventuell wäre es wegen der überschaubaren Mehrkosten sogar eine Idee direkt eine passende LWL einzuziehen, welche an Anbieter, lokale Firmen und Bürgeriniziativen Faserpaarweise vermietet oder überlassen werden kann.

Und da häufig argumentiert wird, dass Rohre nur auf Hauptstrecken ausreichend wären: An vielen Stellen liegen die bestehenden Kupferkabel schon seit jahrzehnten in der Erde und müssen mittelfristig ohnehin ersetzt werden. Sowohl dort als auch bei Neubauten sollten nicht wieder überholte Technologien eingesetzt werden müssen.

2) Verzichten im Sinne von Verbot o.Ä. wäre IMO übertrieben, dafür gibt es aktuell noch zu viele Stellen an denen ein Backbone für neuere Technologien fehlt. Eine weitere Förderung dieser und ähnlicher Technologien sollte jedoch nur dann erfolgen, wenn sie mindestens 100MBit/s bietet und ohne weitere Eingriffe in die Verkabelung auf mindestens das 10x (also 1GBit/s) erweitert werden kann. Die Grenzen sollten hierbei regelmäßig geprüft und angepasst werden. Ebenfalls sollte ein Grenzwert für Over-Provisioning, also wie viele Kunden die ausgewiesene Bandbreite tatsächlich parallel nutzen können, berücksichtigt werden. Hiermit dürfte LTE als förderunwürdig gelten, da in diesem Bereich bereits heute auf Grund der limitierten Frequenzen vielfach ein einzelner Nutzer die Zelle auslasten kann und ein Ausbau nur selten ohne Neubau weiterer Türme möglich ist.

3) ""Maximum möglich"" sehe ich wegen der vielfach fehlenden Backbone-Kapazitäten als schwierig an."
"Ich hätte da folgende Vorschläge:
1) Bei allen Baumaßnahmen im Bereich von Strassen (Bund, Land, Kreis, Gemeinde) müssen Leerrohre gelegt werden, welche unabhängig vom Verleger durch die Verschiedenen Dienstleister (Tcom, Vodafone, etc.) benutzt werden können. Die Nutzungsgebühr muss von der Bundesnetzagentur festgelegt werden. Kein Leerrohr -> keine Baumaßnahme.

2) Es sollte auf dieses unglückliche VDSL verzichtet werden. VDSL ist zwar momentan eine kostengünstige Lösung jedoch werden auf längere Sicht höhere Kosten produziert. Es sollte wo immer möglich Glasfaser verlegt werden. Nur Glasfaser bietet langfristig eine sehr gute Bandbreite und ist Zukunftssicher. Denn selbst eine Bandbreite von 50Mbit wird schon sehr schnell in wenigen Jahren nicht mehr ausreichen um vernünftig in allen digitalen Bereichen arbeiten zu können. Gerade Unternehmen werden hier massiv Probleme bekommen.

3) Auf die Netzbetreiber sollte mehr Druck ausgeübt werden die bestehenden Bandbreiten auf das Maximum mögliche auszubauen.
In vielen Orten, gerade im ländlichen Raum, wäre eine bessere Bandbreite möglich, diese wird nur nicht bereitgestellt."

Wirtschaftlichkeitslücken

"Wie können die Wirtschaftlichkeitslücken für entsprechende Maßnahmen deutlich reduziert werden?"

In dem der Ausbau flexibel für neue evtl. noch kommende Techniken stattfindet und man Unternehmen und Gemeinden dazu verpflichtet bei Erdverlegearbeiten von Kabeln und Leitungen zusammen zu arbeiten und somit Kosten zu sparen.
Solange die Anbieter die Möglichkeit haben ihren Markt zu sequenzieren werden sie das tun und somit bleiben Lücken bestehen. Verbesserung könnte es durch eine politsche Vorgabe geben: in der Stadt/Dorf und oder Gebiet sind künftig mindesten Leitungen einer Grössenordnung X verbaut werden. Selbiges für LTE
"Ich störe mich an dem Begriff ""Wirtschaftlichkeitslücke""...

Eine Stromleitung zu einem einzelnen Bauernhof 2km vom Ort weg ist sicherlich auch nicht wirtschaftlich zu betreiben, genausowenig wie die Tour eines Postmitarbeiters, der die 2km rausfährt um einen Brief einzuwerfen. Trotzdem ist ein solcher Bauernhof an Strom, Wasser und Abwasser angeschlossen, der Müll wird abgeholt etc.pp.

D.h. es gibt gewisse Standards der Daseinsvorsorge die wir als selbstverständlich erachten. Warum Breitband hier noch nicht dazugehört ist mir schleierhaft...andere Länder sind da fortschrittlicher."
Welche Wirtschaftlichkeitslücken? Das Kapital sucht doch dringend nach Investitionsmöglichkeiten! Warum nicht in Glasfasernetze? Einfach mal entsprechende Konzepte und Finanzierungsmodelle ausarbeiten, PPP forcieren etc.
"Wichtig wäre hier einen genauen ""Strategie-Plan"" zu erstellen. Es wird z.B. keine Straße mehr aufgerissen ohne entsprechende Leerrohre oder besser gleich Glasfaser zu verlegen. Dies gilt auch bei Arbeiten auf dem flachen Land, selbst wenn hier auch in Zukunft keine reale Anbindung zu sehen ist. ""Irgendwann"" wird in unserer digitalen Gesellschaft jeder Meter genutzt werden.
Gleichzeitig ist aber auch LTE wesentlich stärker voran zu treiben. Dass Netz wird auch in Zukunft immer stärker von Smartphones und mobilen Endgeräten genutzt werden. Hier hat LTE natürlich gegenüber Glasfaser einen riesigen Vorteil.
Und auch der Geschwindigkeitsunterschied ist gar nicht so groß, besonders da bei Glasfaser ja meist ""die letzten Meter"" über ein Kupferkabel laufen.
Wie gesagt, hier müsste für RLP ein genauer Strategieplan erstellt werden, und zwar über die nächsten Wahlen hinaus - wo was wann installiert wird. Unter der Prämisse was wo kurzfristig! / mittelfristig(?) (finanziell) Sinn macht."
"Auch wenn ein Anteil sicher nicht verkehr wäre: Die Rundfunkanstalten haben durchaus mehr Kosten als nur Aufarbeitung und Erstellung von Webseiten. Diese Angebote haben durchaus höhere Zugriffszahlen und lassen sich nicht durch einen klassischen Webspace für ein paar Euro abdecken. Das bereithalten der nötigen Serverfarmen und Kosten für das Anmieten von Verteilkapazität bei Content Delivery Networks ist ein nicht zu vernachlässigender Kostenfaktor.
Auch wurden die Masten nur vereinzelt zurückgebaut - viele werden weiterhin für UKW und DVB-T verwendet, lediglich die Energiekosten dürften durch die Abschaltung des analogen TV-Signals deutlich gesunken sein.
Die Kosten für Glasfaser dürften sich zudem stark drücken lassen, wenn man die Verlegung mit ohnehin anstehenden Baumaßnahmen kombiniert."
"Vor Jahren wurde durch die Rundfunkanstalten eine zusätzliche Abgabe von 5€ pro IT Systeme (Handy, TV, Computer) gefordert. Diese Abgabe wurde dann durch die GEZ eingezogen und wird mittlerweile durch die Zwangsabgabe pro Haushalt von den Bürgern bezahlt.

Es wird also Geld vom Bürger für eine Leistung eingezogen, aber für die Bereitstellung müssen die Rundfunkanstalten nichts zahlen.
Die einzigen Kosten die entstehen sind die für die Aufarbeitung der Daten, sprich erstellen von Webseiten oder Apps.
Aber an der Infrastruktur, sprich wie kommt mein Signal zum User, beteiligen sich die Rundfunkanstalten nicht!

Vor noch nicht allzu langer Zeit mussten die Rundfunkanstalten große Sendeeinrichtungen (Fernsehtürme, Sendemasten, usw.) betreiben damit Ihr Signal beim Nutzer ankommt. Diese Kosten fallen heute nicht mehr an. Sendemasten werden zurückgebaut oder an GSM Dienstleister vermietet. Für die Infrastruktur des Internet bezahlen die Rundfunkanstalten nichts. Es ist einfach da.
Da bleibt doch nur die Logische Konsequenz die Rundfunkanstalten auch an den Kosten der Internet Infrastruktur zu beteiligen.
Dies natürlich nur in Höhe eben dieser 5€ pro Haushalt. Bei 1,9 Mio. Haushalten in RLP wären das schon mal 114 Mio. Euro im Jahr. Das müsste schon einige Meter Glasfaser geben, pro Jahr versteht sich.Wenn man also davon ausgeht das ein KM Glasfaserkabel mit verlegen bis zu 70.000€ kosten kann wären das im Jahr immerhin mindestens 1628 KM Glasfaser die verlegt werden könnten."

Finanzielle Beteiligungsformen

"Wie müssen innovative finanzielle Beteiligungsformen und Angebote landeseigener Förderbanken ausgestaltet sein, damit neben den klassischen Fördermittelszenarien und Programmen, Kapital für den Breitbandinfrastrukturausbau aktiviert werden kann?"

"leider, leider musste diese Frage ja kommen.

das System der Fördermittel, Beteiligungen usw. führt doch nur dazu, dass besonders gewiefte, rücksichtslose und vor allem gewinnorientierte, sich diese sichern und ausnutzen.
Eine Kommune sticht die andere aus, ein Bürgermeister muss sich wegen bevorstehender Wiederwahl besonders hervortun, andere verdrängen das Problem.

Damit wirklich flächendeckend ein befriedigendes Ergebnis zu erreichen ist, wird die Politik nicht umhin kommen hier selber etwas auf die Beine zu stellen.
Rederunden helfen da nicht weiter."

Mobiles Internet

"Wie kann eine breite Versorgung mit öffentlich-zugänglichen WLAN-Hotspots hergestellt werden?"

Erforderlich wäre eine gesetzliche Verpflichtung, dass jede öffentliche Einrichtung einen frei zugänglichen WLAN-Zugang im Gebäude und im Umkreis des Gebäudes bereitstellen muss. Dabei sollten auch Einrichtungen eingeschlossen werden, die nicht mit einem ständigen Arbeitsplatz ausgestattet sind ( z.B. Dorfgemeinschaftshaus, Bauhof, Gemeindebücherei, Büro des Ortsbürgermeisters)
"Möglichkeiten gibt es viele - Freifunk, andere Anbieter, etc. Es sollte jedoch in jedem Fall darauf geachtet werden, dass hier kein 2-Klassen-Netz entsteht. Einige WLANs erlauben nur Zugriff auf ""gewünschte Seiten"" wie z.B. die Webseiten des lokalen Geschäftsverbundes, nur einige Soziale Netze o.Ä., verhindern also den freien Informationsaustausch. Die Nutzung von Vorschaltseiten oder Anmeldungen ist ebenfalls abzulehnen - einerseits verhindert man hiermit die Nutzung neuer Technologien wie Smart Devices oder dem Internet of Things, andererseits ist der Nutzen nur symbolischer natur - niemand liest sich die Texte durch (vergleiche Britische Toiletten-AGB). Hinzu kommt, dass z.B. Touristen oder Asylsuchende die meist in Beamtendeutsch verfassten Texte ohnehin oft nicht erfassen können.
Kurz: Die Zugänge sollten frei für jeden Verfügbar sein. Eine Strafverfolgung sollte immer nur bei Verdachtsfällen und beim Urheber ansetzen, nicht dauerhaft beim Netzbetreiber."
Die "Platzhirsche" unter den Internetanbietern dazu verdonnern ihre Gebiete mit öffentlichem WLAN für Alle auszustatten.
Ohne gesicherten Zugang sind Hotspots keine Lösung auf Dauer; die rechliche Lage für den Betreiber ist auch nicht förderlich; Vielleicht mal in Litauen und Estland schauen wie die das geregelt haben
Vernetzung: Private Router nutzen und mit mobilen Endgeräten (Mobiltelefonen, Notebooks, ...) vernetzen! Nachdem Glasfaser bis zu jedem Gebäude gelegt wurde liegt hier dann auch die notwendige Geschwindigkeit an um mehreren Einwähler eine gute Versorung zur Verfügung stellen zu können.
Zunächst einmal: Rechtssicherheit schaffen! Hat die Politik trotz Gesetzesnovelle bis dato ja immer noch nicht hinbekommen.
Land und Kommunen können die von lokalen Freifunk-Initiativen geschaffene Infrastruktur selbst nutzen und für wenige Euro eigene Freifunk-Router aufstellen/aufhängen. Dort, wo Land und Kommunen nicht selbst WLAN betreiben wollen, können den Freifunk-Communities Dächer, Strom und Internet-Uplinks zur Verfügung gestellt werden, um öffentliche Straßen und Plätze mit WLAN "auszuleuchten".
"""Wirmachenseinfach"" - Werbung von RLP. Also: WLAN Hotspots aufhängen - es gibt genug öffentliche Gebäude. Siehe Stadt-WLAN in Stuttgart und Pforzheim und in diversen Malls, Restaurantketten, Drogerieketten und Einrichtungshäusern...
Die Frage ist aber eigentlich komplett falsch - Die Frage sollte nicht heißen ""Wie ... hergestellt werden"" sondern, was man damit erreichen kann, was der Mehrwert ist, welche Services man den Bürgern bieten kann, wie dadurch evtl. auch die lokale Wirtschaft profitieren kann..."
"Ganz einfach wäre es zunächst einmal, wenn ALLE öffentlichen Gebäude einen Hotspot aufstellen müssen. Dies ist ja auch im Koalitionsvertrag mit den ""1000 Hotspots"" vorgesehen. Wie weit ist dies umgesetzt?
Dann wie schon an anderer Stelle erwähnt, den Freifunk massiv unterstützen, sowohl finanziell als auch durch die Nutzung vorhandener Netz-Ressourcen.
Wenn Verwaltungen und Politik hier mit gutem Beispiel voran gehen, dann ziehen bestimmt schnell Geschäftsleute wie Gastronomen, oder auch Ladenbesitzer nach.
Besonders interessant wird dies natürlich, wenn man vor Ort dem Geschäften eine Plattform bietet eigene Produkte zu bewerben. z.B. .in Form einer App die von ihnen ""gefüttert"" wird."
"1. Den Anschlussbesitzern muss zum einen die Angst genommen werden, für das Fehlverhalten anderer haften zu müssen, zum anderen aber auch die Verantwortung für dieses. Durch unverständliche politische Debatten und Gesetze auf Bundes- oder Europa-Ebene wird das Gegenteil bewirkt.
2. Förderung von Initiativen wie Freifunk. Diese machen es, weil sie es für das richtige halten und nicht, weil man damit Geld verdient."

Öffentlich-zugängliche WLAN-Hotspots

"Inwieweit können wir private Initiativen wie „Freifunk“ einbinden, um eine breite Versorgung mit öffentlich-zugänglichen WLAN-Hotspots zu schaffen?"

Wenn die Aktivierung der vorhanden Potentiale der Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und der Verwaltung Bestandteil der Digital-Strategie sind, sollten alle Möglichkeiten genutzt werden, um diese einzubinden. Die Freifunk-Initiativen sind ein hervorragendes Beispiel hierzu. Die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen beispielsweise arbeitet hervorragend mit dem Verein Freifunk Mainz e.V. zusammen: https://www.youtube.com/watch?v=uyz-6BBlfbg
Im Gegenteil: Es zeigt, dass die Idee gesellschaftlich getragen wird. Das Einbinden von ehrenamtlichen Helfern erfolgt ebenso in anderen öffentlichen Bereichen wie der Geschichtswahrung, Pflege und Aufbau lokaler Einrichtungen, Feuerwehr, etc. Natürlich nur unterstützend, die grundlegenden Strukturen sind in öffentlicher Hand und entsprechend ausgestattet. Ich empfände es eher als Armutszeugnis diese Aufgabe an Firmen zu vergeben, welche vielfach bereits in der Vergangenheit ihre Einstellung zu Finanzierung und Funktionsfähigkeit öffentlicher Projekte zur Schau gestellt haben.
Wichtig im Sinne der politischen Unterstützung der Freifunk-Initiativen, aber auch im Sinne ihrer materiellen Unterstützung wäre es, Fehlallokationen durch Kommunen entgegen zu wirken, die lieber eigene Netze beispielsweise über ihre Stadtwerke aufbauen würden. Die dort verwendeten Gelder (für das Beispiel Trier: https://trier.freifunk.net/2015/10/02/ein-freies-wlan-in-der-fussgaengerzone/) wären vielleicht sinnvoller in ideelle Unterstützung (Informationsflyer, etc.) und materielle Unterstützung wie die Spende von Routern investiert.
Eine solche politische Rückendeckung, die Vertrauen in die Freifunk-Initiativen schafft, wäre in jedem Fall wünschenswert.
"Mit dem Wegfall der „Störerhaftung“ durch den Bundstagsbeschluss vom 2. Juli 2017 sollte das größte Hindernis für offene W-LANs jetzt beseitigt sein!? Ein persönliches Misstrauen bezüglich juristischer Restrisiken bleibt allerdings bestehen - verursacht auch durch entsprechende Kommentare in den Medien.

Wünschenswert wäre daher eine deutliche, praxisnahe Klarstellung der Rechte, Pflichten und Möglichkeiten - und zwar nicht nur im Hinblick die Öffnung privater W-LANs, sondern auch für alle Gastwirte, Händler, Ärzte und andere Geschäftsleute, die solche Netzzugänge ihren Kunden anbieten wollen.

(Vielleicht sollte dann so ein Papier besser nicht von einem Juristen geschrieben worden sein ;-)"
Dieses Problem auf private Initiativen abzuwälzen wäre ein Armutszeugnis.
Die (Selbst-) Verpflichtung der Politik, den Bürgern eine leistungsfähige Hotspot-Infrastruktur bereit zu stellen, kann nicht einfach an eine "private Initiative" delegiert werden, schon gar nicht, wenn elementare rechtliche Voraussetzungen nicht geklärt sind: "Störerhaftung" - einmalig in Europa!
"Land und Kommunen können zum Einen die von lokalen Freifunk-Initiativen geschaffene freie Netz-Infrastruktur selbst nutzen: Für wenige Euro können eigene Freifunk-Router angeschafft und betrieben werden. So können kommunale und Landes-Einrichtungen selbst ein niedrigschwelliges WLAN anbieten - ohne Passwort und ohne Benutzer aufwändig registrieren zu müssen.

Dort, wo Land und Kommunen nicht selbst WLAN betreiben wollen, können den Freifunk-Communities öffentliche Dächer, Strom und/oder Internet-Uplinks zur Verfügung gestellt werden, damit die Communities ihrerseits öffentliche Straßen und Plätze mit freiem WLAN ""ausleuchten"" können."
"Ganz klar durch klare gesetzliche Regelungen, die die schon vorhandenen Freifunk-Strukturen stärken. Die Unsicherheit hinsichtlich Störerhaftung muss dringend beseitigt werden. Zusätzlich sollten die Kommunen ermuntert (besser noch: gefördert oder gar verpflichtet) werden, in bestimmten Bereichen zwingend WLAN-Hotspots bereitzustellen.
Firmen und Privatpersonen könnten ggf. durch die (zentrale) Bereitstellung von Hardware unterstützt werden.
Bessere Aufklärung der Bevölkerung zum Thema Freifunk (zum Beispiel in Kooperation und durch Förderung der Freifunkt-Communities)."
"In einigen anderen Bundesländern stellen Verwaltungen ""Stellplätze"" zur Verfügung. So können Iniziativen wie Freifunk entsprechende Router an öffentlichen Gebäuden installieren, die Stromzufuhr und Montage (Stichwort Blitzschutz) übernimmt hierbei die Behörde, vielfach wird auch ein passender Internetanschluss gestellt, sodass Richtfunkstrecken nur als Ausfallsicherung bzw. für innerörtliche Verbindungen genutzt werden und so Frequenzen geschont werden.

In RP gibt es zwar viele Unterstützungsbekundungen, meiner Erfahrung nach haben jedoch viele kommunale Verwaltungen Vorbehalte (""Störerhaftung"") oder Exklusivverträge mit komerziellen Anbietern, sodass ein freies WLAN nicht gewünscht ist. Treibende Kraft sind eher lokale Firmen. Hier wäre es wünschenswert, wenn seitens der Landesregierung für eine kommunikationsfreundlichere Gesetzeslage (Abschaffung Störerhaftung auf im privatrechtlichen Bereich, Verhindern des Verbotes von offenen WLAN-Geräten nach 2014/53/EU) einsetzen würde und Aufklärung in den eigenen Reihen forcieren würde."

Wirtschaft

Die digitale Transformation bietet der Wirtschaft innovative Chancen und stellt sie vor neue Herausforderungen. Sie ist Impulsgeber für Innovationen, für die Gestaltung neuer Produkte, Dienste, Prozesse und Geschäftsmodelle: Smart Factories, vernetzte Mobilität, Smart Farming in Landwirtschaft und Weinbau. Die Digitalisierung ist somit ein wichtiges Handlungsfeld für unsere Wirtschaftspolitik.

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Vernetzung der Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft

"Wie kann die im Rahmen der Innovationsstrategie des Landes bestehende Vernetzung der Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft für den Prozess der Digitalisierung weiter entwickelt werden?"

Programme entwickeln bei denen Abteilungen zusammenarbeiten, um innovative Lösungen zu finden.
Ein Online-Powerhouse kann mit dem Fraunhofer Institut oder Universitäten zusammenarbeiten, um auch den Ideenaustausch zwischen Unternehmen, Wissenschaftler und sogar Studenten anzuregen.

Start-Ups

"Wie kann die Innovationskraft und die Kreativität von Start-Ups zur Unterstützung der Digitalisierung wirksam eingesetzt werden und wie kann die Attraktivität für Gründungen am Standort Rheinland-Pfalz erhöht werden?"

Firmengründungen sollten durch regionale Zentren unterstützt werden, in denen Innovatoren Unterstützung bei der Bereitstellung von Räumlichkeiten, Büroinfrastruktur und Basisdienstleistungen, wie z.B. Info- / Telefonzentrale, Personalabrechnung u.ä. erhalten. Besonders wichtig wäre auch ein professionelles Coaching des neuen Unternehmens, denn 9 von 10 Start-Ups scheitern nach diversen Erhebungen.
Start Ups werden massiv überschätzt - der überwiegende Anteil tatsächlich marktfähiger Innovationen kommt von, häufig kleinen und mittelständischen, etablierten (!) Unternehmen. Im übrigen können Start Ups ihr Potenzial nur in großstädtischen Ballungszentren entfalten, von denen es in RLP keine gibt. Das Geld zur vermeintlichen "Erhöhung der Attraktivität" sollte besser in Schulen und Hochschulen gesteckt werden.
Wenn man allgemein die digitale Strukturen von Startups auf die des Landes übertragen würde, könnte man den Fortschritt erkenne.
Digitale Startups leiten die Zukunft.

Die richtige Art digital zu kommunizieren.
Das Unternehmen "Blackboat" beispielsweise migriert Unternehmen in die Cloud und stellt die richtigen Kommunikationssysteme und Kollaborationstools auf.
"Digital" ist nicht immer gleich "digital".

Vor allem lokale Unternehmen können von jungen Menschen und Startups profitieren, die sich in den Bereichen problemlos auskennen.
Wenn engagierte Jugendliche einen Platz im System finden können Unternehmen bei Ihrer Online-Strategie zu helfen und dafür in irgendeiner Form entlohnt zu werden, würde sich viel ändern.
Social Startups gehören zu den wichtigsten Unternehmen für die Gesellschaft.
Wenn es Gründer gibt, die das Menschenwohl im Auge haben, sollten diese sowohl finanziell, als auch beratend unterstützt werden. Wenn das Land als Vermittler wirken kann, um Startups den Menschen vorzustellen, kann bereits viel geleistet werden.

Vernetzte Produktion und intelligente Fabriken

"Wie kann die traditionelle Wettbewerbsstärke der rheinland-pfälzischen Industrie in das Zeitalter vernetzter Produktion und intelligenter Fabriken überführt und ausgebaut werden?"

Am besten wird dies vermutlich gelingen, wenn wohlmeinende Ratschläger aus Politik und Wissenschaft sich zurückhalten. Unternehmer, die sich seit Jahrzehnten unter teilweise widrigen Bedinungen am Markt behaupten müssen, werden sicherlich auch die Herausfoderungen der "Digitalisierung" meistern.
Trotz Google und Facebook spielt die US-Industrie, global betrachtet, keine Rolle (mehr). Apple z. B. lässt ausschließlich in Asien produzieren!
Da muss ein Umdenken stattfinden. Große amerikanische Firmen wie Google oder Facebook machen es vor. Die vorhandenen Strukturen müssen überdacht und an die Ziele angepasst werden.

Forschungs- und Demonstrationsprojekte

"Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, damit die Erkenntnisse und Technologien aus den zahlreichen Forschungs- und Demonstrationsprojekten wie der SmartFactoryKL transferiert werden können?"

Ich stimme Ihnen zu, zwei Ergänzung hätte ich allerdings:

1. Es gibt durchaus viele Unternehmer mit einer soliden akademischen Ausbildung, die wenig Scheu von der akademischen Sprache haben. Hier ist m.E. deutlich gravierender, dass diese Studien oft so speziell sind, dass sie wenig umsetzbaren praktischen Nutzen generieren.

2. Kleinere Forschungsprojekte der Universitäten und Hochschulen im Land, aber auch Abschlussarbeiten u.ä. stiften meiner Erfahrung nach deutlich mehr und unmittelbarer wahrnehmbaren Nutzen. Hier kann auch sehr gut die von Ihnen angesprochene, gelegentlich sehr mühsame Vermittlungsarbeit von wissenschaftlichen Studien in die betriebliche Praxis geleistet werden. Dazu ist die breite Präsenz und Vernetzung der Universitäten und Hochschulen im Land sehr wichtig und sollte auch vom Land viel stärker gefördert werden, die Konzentration auf wenige Großforschungseinrichtungen hilft da erfahrungsgemäß wenig. Auch da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.
Forschungs- und Demonstrationsprojekte wie die "SmartFactory" sind für die Wissenschaft und vielleicht noch Konzerne gut, für den Mittelstand, der in RLP dominiert, ohne Wert, weil zu praxisfern. Solche Einrichtungen sind bestrebt, sich international Anerkennung zu verschaffen. Der durchschnittliche Unternehmer hat aber weder Zeit noch Lust, sich durch akademischen Fachsprech oder englischsprachige Studien zu quälen. Auch geht die Konzentration auf einen Stützpunkt (wie in RLP) völlig an den regionalen Bedürfnissen vorbei.

Chancen der Digitalisierung

"Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung für den Handel, das Handwerk und den Dienstleistungsgewerbe?"

Ich stimme Ihnen zu, zwei Ergänzung hätte ich allerdings:

1. Es gibt durchaus viele Unternehmer mit einer soliden akademischen Ausbildung, die wenig Scheu von der akademischen Sprache haben. Hier ist m.E. deutlich gravierender, dass diese Studien oft so speziell sind, dass sie wenig umsetzbaren praktischen Nutzen generieren.

2. Kleinere Forschungsprojekte der Universitäten und Hochschulen im Land, aber auch Abschlussarbeiten u.ä. stiften meiner Erfahrung nach deutlich mehr und unmittelbarer wahrnehmbaren Nutzen. Hier kann auch sehr gut die von Ihnen angesprochene, gelegentlich sehr mühsame Vermittlungsarbeit von wissenschaftlichen Studien in die betriebliche Praxis geleistet werden. Dazu ist die breite Präsenz und Vernetzung der Universitäten und Hochschulen im Land sehr wichtig und sollte auch vom Land viel stärker gefördert werden, die Konzentration auf wenige Großforschungseinrichtungen hilft da erfahrungsgemäß wenig. Auch da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.
Forschungs- und Demonstrationsprojekte wie die "SmartFactory" sind für die Wissenschaft und vielleicht noch Konzerne gut, für den Mittelstand, der in RLP dominiert, ohne Wert, weil zu praxisfern. Solche Einrichtungen sind bestrebt, sich international Anerkennung zu verschaffen. Der durchschnittliche Unternehmer hat aber weder Zeit noch Lust, sich durch akademischen Fachsprech oder englischsprachige Studien zu quälen. Auch geht die Konzentration auf einen Stützpunkt (wie in RLP) völlig an den regionalen Bedürfnissen vorbei.

Digitalisierung in der Landwirtschaft

"Wie kann unsere Landwirtschaft von neuen vernetzten Technologien und dem Smart Farming profitieren?"

Da reicht ein Blick in die Hochglanzbroschüren der einschlägigen Landmaschinenhersteller!

Effiziente Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur

"Wie kann die Digitalisierung für eine effiziente Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur eingesetzt werden?"

Hier sollte eine Abkehr des bisherigen Konzeptes des motorisierten Individualverkehrs angestrebt werden. Neben dem Ausbau von Radwegen und ÖPNV kann man hier auf absehbare Zeit auch die Digitalisierung nutzen - flexiblere Systeme können die Auslastung und Verfügbarkeit gleichermaßen verbessern. Auf wenig ausgelasteten und daher heutzutage nur selten angefahrenen Stecken könnte man - analog zu Uber - Verbindungen "auf Vorbestellung" anbieten. Durch das zusammenlegen von Zeitfenstern und Strecken ließen sich so neue Verbindungen schaffen. Auch in häufig befahreren Strecken können die Daten genutzt werden um Überlastungen zu erkennen oder häufig verwendete Strecken mit Umstiegen zu optimieren. Mittelfristig könnte dies auch auf bei Bedarf selbstfahrende Kleinfahrzeuge, wir z.B. an der Charité bereits im Einsatz, angewendet werden. Durch die Konzentration auf geteilte Fahrzeuge wird sowohl die Straßen als auch Parksituation deutlich entschärft.
Volle Zustimmung!
Man sollte vorrangig die Elektromobilität in die Planung aufnehmen. Der Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell. Tesla ist uns heute schon weit voraus, was z.B. die Ladeinfrastruktur betrifft.

Vernetze Mobilität

"Welchen Nutzen bietet eine vernetzte Mobilität für die Wirtschaft?"

("der Wirtschaft", nicht "für die ...")
Keinen großen, solange es der Politik nicht gelingt, sichere Rahmenbedingungen zu schaffen (Datenschutz, Datensicherheit, Daten-Eigentumsrechte usw.).

Verwendung von selbst generierten Daten

"Wie kann die Souveränität der Unternehmen über die Verwendung ihrer selbst generierten Daten erhöht werden, ohne dabei das wirtschaftliche Potential der Datenverwendung zu gefährden?"

Welcher Art Daten - personenbezogene, Maschinendaten? Für letztere gibt es bereits sehr gute Ansätze, in D z. B. den "Industrial Data Space" (https://www.fraunhofer.de/de/forschung/fraunhofer-initiativen/industrial-data-space.html)!
Das ist keine Frage, die einfache Bürger beantworten können. Hierzu sind Profis zu fragen.

Dabei sollten allerdings immer den moralischen Grundsätzen aus dem Grundgesetz gefolgt werden.

Arbeit

In vielen Berufen können im Zuge der Digitalisierung individuelle Bedürfnisse der Beschäftigten besser berücksichtigt werden. Die ständige Erreichbarkeit darf dabei nicht zu einer Entgrenzung der Arbeit führen. Wie sehen soziale Standards und Mitbestimmung in Zukunft aus? Positive Effekte und Chancen der Digitalisierung in der Arbeitswelt gilt es daher zu nutzen und gleichzeitig negative Effekte zu verhindern.

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Vernetzung der Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft

"Wie kann die im Rahmen der Innovationsstrategie des Landes bestehende Vernetzung der Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft für den Prozess der Digitalisierung weiter entwickelt werden?"

Programme entwickeln bei denen Abteilungen zusammenarbeiten, um innovative Lösungen zu finden.
Ein Online-Powerhouse kann mit dem Fraunhofer Institut oder Universitäten zusammenarbeiten, um auch den Ideenaustausch zwischen Unternehmen, Wissenschaftler und sogar Studenten anzuregen.

Start-Ups

"Wie kann die Innovationskraft und die Kreativität von Start-Ups zur Unterstützung der Digitalisierung wirksam eingesetzt werden und wie kann die Attraktivität für Gründungen am Standort Rheinland-Pfalz erhöht werden?"

Firmengründungen sollten durch regionale Zentren unterstützt werden, in denen Innovatoren Unterstützung bei der Bereitstellung von Räumlichkeiten, Büroinfrastruktur und Basisdienstleistungen, wie z.B. Info- / Telefonzentrale, Personalabrechnung u.ä. erhalten. Besonders wichtig wäre auch ein professionelles Coaching des neuen Unternehmens, denn 9 von 10 Start-Ups scheitern nach diversen Erhebungen.
Start Ups werden massiv überschätzt - der überwiegende Anteil tatsächlich marktfähiger Innovationen kommt von, häufig kleinen und mittelständischen, etablierten (!) Unternehmen. Im übrigen können Start Ups ihr Potenzial nur in großstädtischen Ballungszentren entfalten, von denen es in RLP keine gibt. Das Geld zur vermeintlichen "Erhöhung der Attraktivität" sollte besser in Schulen und Hochschulen gesteckt werden.
Wenn man allgemein die digitale Strukturen von Startups auf die des Landes übertragen würde, könnte man den Fortschritt erkenne.
Digitale Startups leiten die Zukunft.

Die richtige Art digital zu kommunizieren.
Das Unternehmen "Blackboat" beispielsweise migriert Unternehmen in die Cloud und stellt die richtigen Kommunikationssysteme und Kollaborationstools auf.
"Digital" ist nicht immer gleich "digital".

Vor allem lokale Unternehmen können von jungen Menschen und Startups profitieren, die sich in den Bereichen problemlos auskennen.
Wenn engagierte Jugendliche einen Platz im System finden können Unternehmen bei Ihrer Online-Strategie zu helfen und dafür in irgendeiner Form entlohnt zu werden, würde sich viel ändern.
Social Startups gehören zu den wichtigsten Unternehmen für die Gesellschaft.
Wenn es Gründer gibt, die das Menschenwohl im Auge haben, sollten diese sowohl finanziell, als auch beratend unterstützt werden. Wenn das Land als Vermittler wirken kann, um Startups den Menschen vorzustellen, kann bereits viel geleistet werden.

Vernetzte Produktion und intelligente Fabriken

"Wie kann die traditionelle Wettbewerbsstärke der rheinland-pfälzischen Industrie in das Zeitalter vernetzter Produktion und intelligenter Fabriken überführt und ausgebaut werden?"

Am besten wird dies vermutlich gelingen, wenn wohlmeinende Ratschläger aus Politik und Wissenschaft sich zurückhalten. Unternehmer, die sich seit Jahrzehnten unter teilweise widrigen Bedinungen am Markt behaupten müssen, werden sicherlich auch die Herausfoderungen der "Digitalisierung" meistern.
Trotz Google und Facebook spielt die US-Industrie, global betrachtet, keine Rolle (mehr). Apple z. B. lässt ausschließlich in Asien produzieren!
Da muss ein Umdenken stattfinden. Große amerikanische Firmen wie Google oder Facebook machen es vor. Die vorhandenen Strukturen müssen überdacht und an die Ziele angepasst werden.

Forschungs- und Demonstrationsprojekte

"Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, damit die Erkenntnisse und Technologien aus den zahlreichen Forschungs- und Demonstrationsprojekten wie der SmartFactoryKL transferiert werden können?"

Ich stimme Ihnen zu, zwei Ergänzung hätte ich allerdings:

1. Es gibt durchaus viele Unternehmer mit einer soliden akademischen Ausbildung, die wenig Scheu von der akademischen Sprache haben. Hier ist m.E. deutlich gravierender, dass diese Studien oft so speziell sind, dass sie wenig umsetzbaren praktischen Nutzen generieren.

2. Kleinere Forschungsprojekte der Universitäten und Hochschulen im Land, aber auch Abschlussarbeiten u.ä. stiften meiner Erfahrung nach deutlich mehr und unmittelbarer wahrnehmbaren Nutzen. Hier kann auch sehr gut die von Ihnen angesprochene, gelegentlich sehr mühsame Vermittlungsarbeit von wissenschaftlichen Studien in die betriebliche Praxis geleistet werden. Dazu ist die breite Präsenz und Vernetzung der Universitäten und Hochschulen im Land sehr wichtig und sollte auch vom Land viel stärker gefördert werden, die Konzentration auf wenige Großforschungseinrichtungen hilft da erfahrungsgemäß wenig. Auch da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.
Forschungs- und Demonstrationsprojekte wie die "SmartFactory" sind für die Wissenschaft und vielleicht noch Konzerne gut, für den Mittelstand, der in RLP dominiert, ohne Wert, weil zu praxisfern. Solche Einrichtungen sind bestrebt, sich international Anerkennung zu verschaffen. Der durchschnittliche Unternehmer hat aber weder Zeit noch Lust, sich durch akademischen Fachsprech oder englischsprachige Studien zu quälen. Auch geht die Konzentration auf einen Stützpunkt (wie in RLP) völlig an den regionalen Bedürfnissen vorbei.

Chancen der Digitalisierung

"Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung für den Handel, das Handwerk und den Dienstleistungsgewerbe?"

Ich stimme Ihnen zu, zwei Ergänzung hätte ich allerdings:

1. Es gibt durchaus viele Unternehmer mit einer soliden akademischen Ausbildung, die wenig Scheu von der akademischen Sprache haben. Hier ist m.E. deutlich gravierender, dass diese Studien oft so speziell sind, dass sie wenig umsetzbaren praktischen Nutzen generieren.

2. Kleinere Forschungsprojekte der Universitäten und Hochschulen im Land, aber auch Abschlussarbeiten u.ä. stiften meiner Erfahrung nach deutlich mehr und unmittelbarer wahrnehmbaren Nutzen. Hier kann auch sehr gut die von Ihnen angesprochene, gelegentlich sehr mühsame Vermittlungsarbeit von wissenschaftlichen Studien in die betriebliche Praxis geleistet werden. Dazu ist die breite Präsenz und Vernetzung der Universitäten und Hochschulen im Land sehr wichtig und sollte auch vom Land viel stärker gefördert werden, die Konzentration auf wenige Großforschungseinrichtungen hilft da erfahrungsgemäß wenig. Auch da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.
Forschungs- und Demonstrationsprojekte wie die "SmartFactory" sind für die Wissenschaft und vielleicht noch Konzerne gut, für den Mittelstand, der in RLP dominiert, ohne Wert, weil zu praxisfern. Solche Einrichtungen sind bestrebt, sich international Anerkennung zu verschaffen. Der durchschnittliche Unternehmer hat aber weder Zeit noch Lust, sich durch akademischen Fachsprech oder englischsprachige Studien zu quälen. Auch geht die Konzentration auf einen Stützpunkt (wie in RLP) völlig an den regionalen Bedürfnissen vorbei.

Digitalisierung in der Landwirtschaft

"Wie kann unsere Landwirtschaft von neuen vernetzten Technologien und dem Smart Farming profitieren?"

Da reicht ein Blick in die Hochglanzbroschüren der einschlägigen Landmaschinenhersteller!

Effiziente Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur

"Wie kann die Digitalisierung für eine effiziente Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur eingesetzt werden?"

Hier sollte eine Abkehr des bisherigen Konzeptes des motorisierten Individualverkehrs angestrebt werden. Neben dem Ausbau von Radwegen und ÖPNV kann man hier auf absehbare Zeit auch die Digitalisierung nutzen - flexiblere Systeme können die Auslastung und Verfügbarkeit gleichermaßen verbessern. Auf wenig ausgelasteten und daher heutzutage nur selten angefahrenen Stecken könnte man - analog zu Uber - Verbindungen "auf Vorbestellung" anbieten. Durch das zusammenlegen von Zeitfenstern und Strecken ließen sich so neue Verbindungen schaffen. Auch in häufig befahreren Strecken können die Daten genutzt werden um Überlastungen zu erkennen oder häufig verwendete Strecken mit Umstiegen zu optimieren. Mittelfristig könnte dies auch auf bei Bedarf selbstfahrende Kleinfahrzeuge, wir z.B. an der Charité bereits im Einsatz, angewendet werden. Durch die Konzentration auf geteilte Fahrzeuge wird sowohl die Straßen als auch Parksituation deutlich entschärft.
Volle Zustimmung!
Man sollte vorrangig die Elektromobilität in die Planung aufnehmen. Der Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell. Tesla ist uns heute schon weit voraus, was z.B. die Ladeinfrastruktur betrifft.

Vernetze Mobilität

"Welchen Nutzen bietet eine vernetzte Mobilität für die Wirtschaft?"

("der Wirtschaft", nicht "für die ...")
Keinen großen, solange es der Politik nicht gelingt, sichere Rahmenbedingungen zu schaffen (Datenschutz, Datensicherheit, Daten-Eigentumsrechte usw.).

Verwendung von selbst generierten Daten

"Wie kann die Souveränität der Unternehmen über die Verwendung ihrer selbst generierten Daten erhöht werden, ohne dabei das wirtschaftliche Potential der Datenverwendung zu gefährden?"

Welcher Art Daten - personenbezogene, Maschinendaten? Für letztere gibt es bereits sehr gute Ansätze, in D z. B. den "Industrial Data Space" (https://www.fraunhofer.de/de/forschung/fraunhofer-initiativen/industrial-data-space.html)!
Das ist keine Frage, die einfache Bürger beantworten können. Hierzu sind Profis zu fragen.

Dabei sollten allerdings immer den moralischen Grundsätzen aus dem Grundgesetz gefolgt werden.

Bildung

Die Digitalisierung der Bildung bietet vielfältige neue Möglichkeiten teilzuhaben, mitzugestalten und kreativ zu sein. Diese Möglichkeiten gilt es, für das Lernen und Lehren aufzugreifen und zu nutzen, denn Digitale Bildung und der Erwerb digitaler Kompetenzen entscheiden verstärkt über Berufs- und Lebenschancen.

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Soziale Standards

"Wie können wir soziale Standards und bestehende Schutzrechte von Beschäftigten den neuen Gegebenheiten anpassen?"

Richtig - volle Zustimmung!
Die grundsätzliche Frage lautet was machen wir mit den vielen Menschen die durch fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung keine Arbeit mehr haben/bekommen? Die Aussage "die erhalten höher qulifizierte Jobs" ist eine Illusion, da diese Jobs einfach nicht in der erforderlichen Menge entstehen werden
Wie schon von Michael Lindner geschrieben - Nicht weiter in alten Strukturen denken, sondern für die Zukunft komplett neue Modelle diskutieren UND ausprobieren.
Auch wenn verzweifelt versucht wird "die Rente ist sicher" weiter zu verkaufen, wird jeder erkennen, dass dies Umlageverfahren absolut nicht mehr zeitgemäß ist und kurzfristig zu großer Altersarmut führen wird.
Das Bedingungslose Grundeinkommen bietet sich hier bei der Wahrung sozialer Standards geradezu an. Und es schafft auch die Möglichkeit der Selbstverwirklichung, ohne dass diese von staatlicher Seite durch Zwang abgewürgt wird.
Indirekt werden dadurch auch die Schutzrechte von Beschäftigten gestärkt, da ein Arbeitsplatz attraktiv werden muss.
Hier fordert übrigens die Piratenpartei RLP in ihrem Programm auch für RLP ein konkretes BGE-Modellprojekt, und macht entsprechende Vorschläge.
Bedingungsloses Grundeinkommen.
Einfach mal ein Pilotprojekt starten, anstatt auf Langzeitstudien aus anderen Ländern zu warten.

Betriebliche Mitbestimmung

"Wie sichern wir betriebliche Mitbestimmung in Zeiten der Individualisierung?"

Betriebliche Mitbestimmung wird in Zeiten sich auflösender Unternehmensstrukturen zum Anachronismus. Ich kann doch schon heute als Unternehmer - fast - jede Dienstleistung als "Projekt" auf digitalen Plattformen vergeben und beim billigsten Anbieter einkaufen (sogar global, siehe z. B. den "Mechanical Turk" von Amazon). Wer braucht da noch eigene Leute im Betrieb?
Sehr hilfreich, diese unqualifizierte Aussage.
Indem man innerhalb der Betriebe Strukturen aufbaut, die für ein transparentes Miteinander sorgen.
In dem reguliert ist an wen man sich wendet, wenn man eine Idee hat, wenn man ein Problem melden will.
Innerhalb der Netzwerke sollten Vertreter sein, die die Interessen vertreten.
Auf der anderen Seite des Tisches sollten diese aber auch VERPFLICHTET sein, diese Wünsche, Anregungen und Bedürfnisse zu hören und denen weitesgehend nachkommen, wenn diese eine Legitimation besitzen.

Grundsätzlich muss nicht alles individualisiert sein, sondern man sollte immer ein Grundgerüst bieten, dass individuell anpassbar ist, aber gleichzeitig ins System passt.
bestimmt nicht dadurch das gewerkschaftlich organisierte Kleingruppen ganze Wirtschaftsysteme lahmlegen können

Sozialpartnerschaft

"Wie machen wir die Sozialpartnerschaft zukunftsfest?"

Entgrenzung der Arbeit

"Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung von einer Entgrenzung der Arbeit bei unterschiedlichen Generationen?"

Generell sollten die Arbeitsweisen auf den Ämtern möglichst mit dem Gedanken, mit wenig Aufwand den größten Nutzen zu erzielen, erfolgen. Somit sind unsere Fachgruppenleiter und Abteilungsleiter gefordert, eventuell abweichende Arbeitsweisen zu analysieren und zu erkennen welche sinnvoll angewandt werden können.
Frustration auf der Arbeit hat meiner Meinung auch damit zu tun, dass die Arbeitsschritte nicht beherrscht werden oder Vorgaben nicht richtig vermittelt werden. Oft wird auch die Notwendigkeit einiger Arbeitsschritte nicht erkannt, weil man die gesetzlichen Grundlagen hierzu nicht kennt. Hier sollte regelmäßig und gezielt auf Ebene der Mitarbeiter (evtl. auch durch Mitarbeiter) geschult und kommuniziert werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind nicht nur Mitarbeiter 50+ sondern auch der eine oder andere jüngere Mitarbeiter betroffen. Das hätte den Vorteil, dass sich die „Älteren“ nicht ausgegrenzt bzw. ausgesondert fühlen.
Sollte ein Rückstand der älteren Mitarbeiter gegenüber den jüngeren im Bezug auf die Nutzung moderner Techniken bestehen, finde ich es durchaus sinnvoll, dass diese Mitarbeiter von ebenfalls „Älteren“ geschult werden. Außerdem könnte man so die Akzeptanz gegenüber den neuen Techniken stärken. Sinnvoll eingesetzte „moderne Methoden“ führen ja auch in der Regel zu einer effizienteren Arbeit.
Nur wer die ihm aufgetragenen Arbeiten beherrscht und deren Sinn versteht, geht ohne Frust und gelassen, evtl. sogar mit Freude zur Arbeit. Das gilt für alle Generationen.

Neue Beschäftigungsformen

"Welche neuen Beschäftigungsformen entstehen im Zuge der Digitalisierung und bedarf es einer Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen?"

In Zukunft wollen Menschen das tun, wozu sie sich hingezogen fühlen. Sie überdenken das Prinzip der Arbeit an sich.

Das "Warum" rückt in den Vordergrund. Menschen wollen anderen Menschen helfen und ihre Probleme lösen.
Die Digitalisierung wird den Trend zu Freelancer verstärken und Fachkräfte sowie Berater können zunehmend in Projekten eingesetzt werden ohne langfristige Bindung zu Unternehmen. Dafür müssen jedoch Themen wie Scheinselbständigkeit überdacht werden.

Digitale Kompetenz der Fachkräfte

"Wie kann das Fachkräftepotential auf die digitale Transformation vorbereitet werden und welchen Maßnahmen sind erforderlich, um die digitale Kompetenz der Fachkräfte weiterzuentwickeln?"

Vor allem muss die Unterstützung durch beratende Unternehmen vereinfacht werden. Die Zugänge müssen modernisiert und vereinfacht werden. Fachkräfte müssen leichteren Zugang zu entsprechender Unterstützung erhalten, beispielsweise über entsprechende Portale und entsprechend wirksamer Betreuung, die Unterstützung muss gefördert werden und den beratenden Unternehmen muss es leichter gemacht werden entsprechende Angebote zur Verfügung zu stellen. Derzeit sind für beide Seiten nicht zeitgemäße Hürden vorhanden, keine zeitgemäße Schnittstellen vorhanden und die Betreuung beider Seiten unzureichend.

Beschäftigte im Dienstleistungsektor

"Welche Folgen hat die Digitalisierung besonders für Beschäftigte im Dienstleistungssektor?"

Homeoffice-Angebote

"Wie kann bei Homeoffice-Angeboten die soziale Einbindung in den Betrieb sichergestellt werden?"

Im Homeoffice ist man nicht gänzlich von den Kollegen abgeschnitten: mit einfachen Hilfsmitteln (Webcam / Headset) ist man für tägliche Gespräche mit Kollegen gut gerüstet. In dem Betrieb, in dem ich arbeite, ist dies aufgrund verschiedener Niederlassungen in Deutschland mit verteilten Teams immer der Fall.
Allerdings kann eine solche "virtuelle" Kommunikation nicht den persönlichen Kontakt ersetzen: ein direktes Treffen ist oft viel effektiver und sorgt auch für eine soziale Interaktion mit dem Gegenüber (die auch bei einem Videochat nicht 100%ig abgebildet werden kann).
Bezogen auf dien Homeoffice würde ich daher dazu tendieren, dass
a) nicht Telefon allein sondern in jedem Fall Videochat-Funktionen genutzt wedern (z.B. Microsoft Lync for Business, dass auf eigenen Servern gehostet werden kann und daher sehr sicher ist)
b) zusätzlich regelmäßige Vor-Ort-Meetings stattfinden, da persönlicher, direkter Kontakt auf die Dauer nicht durch virtuelle Lösungen ersetzt werden kann (wohl aber in vielen Standard-Situationen ausreichend ist).

Flexible Arbeitsmodelle

"Wie können wir Unternehmen dabei unterstützen, dass flexible Arbeitsmodelle ermöglicht und unterstützt werden?"

gute Idee, nur wenn man sich das Equipment anschaut mit dem teilweise vor Ort gearbeitet werden soll habe ich wenig Hoffung das für ein HO aktuelleres Gerät zur Verfügung steht (und dann haben wir noch das Thema schnelle Internet)
Dem kann ich mich voll und ganz anschließen! Setzt allerdings voraus, dass es am Homeoffice-Platz schnelles Internet gibt..womit wir wieder beim Problem mit dem Breitband-Ausbau im ländlichen Raum wären...
Eine einfache Möglichkeit: der öffentliche Dienst geht mit bestem Beispiel voran und schickt alle Mitarbeiter, bei denen es keine zwingende Präsenz geben muss, ins Home Office. Sicherlich kann es die Möglichkeit geben, freiwillig doch im Büro zu arbeiten. Aber die heutigen Mittel der Kommunikation sind soweit vorangeschritten, dass eine Zusammenarbeit - auch ohne sich gegenüber zu sitzen - problemlos möglich ist. Jeder moderne Mitarbeiter wird ein Telefon namens "Smartphone" vom Unternehmen zur Verfügung gestellt bekommen und mit einem Laptop mit Einbindung ins Firmen-/Ministeriums-/Behörden-/usw. Netz erhalten haben.
Telepresence, Unified Communcations, VoIP etc. sind da noch die kleinsten Schlagworte.

Sinnvoll wären etwa Regelungen wie in anderen Ländern der EU und Europas: Jede Stelle, bei der keine Umstände zwingend für Vorort-Tätigkeiten sprechen, kann (bzw. muss) ins Home Office verlegt werden.
Alleine das Umdenken und überwinden von "Tabu-Themen" wäre schon hilfreich, also eine öffentliche vorurteilsfreie Debatte über nehmen wie:
- Einem Mitarbeiter im Home Office kann man vertrauen - er arbeitet auch dort und meist sogar effizienter und mehr.
- Weg von der Päsenzkultur hin zur Ergebniskultur.
- Eine 30 Stunden Woche - wie in vielen Studien belegt - kann die Effizienz und Mitarbeitermotivation steigern. Darüber kann man offen diskutieren, ohne gleich die unterschwelligen Vorurteile einzubinden.
- Sogenannte "Teilzeit" sollte für alle möglich sein - und nicht immer nur den "Muttistempel" mit 3 Kindern und dem damit verbunden Karrieretod entsprechen.

Grenzziehungen zwischen Berufs- und Privatleben

"Wie können bei orts- und zeitflexiblem Arbeiten Grenzziehungen zwischen Berufs- und Privatleben erfolgen und somit gesunde Arbeitsbedingungen gewährleistet werden?"

Überwiegend nur durch Selbstdisziplin und die Erkenntnis man ist nicht unersetzlich

Unterstützungsangebote für Familien

"Welcher technischen Voraussetzungen bedarf es, dass Familien schnell und an allen Orten über mögliche Unterstützungsangebote informiert werden, auch in plötzlich auftretenden Bedarfsfällen?"

Es sollte im Idealfall eine zentrale Ansprechstation geben, die allerdings eine Kette nachweist vom Land zum Kreis zu den jeweiligen Gemeinden, die ähnlich aufgebaut ist wie beim Land.
Die Fragen und Wünsche werden an die betroffenen Stationen weitergeleitet und behandelt.

Wissenschaft

Die Digitalisierung der Hochschulen und der Wissenschaft ermöglicht eine Stärkung von Lehre, Studium und Forschung in der gesamten Breite und Tiefe des Wissenschaftssystems. Dezentrale Datennutzung mit Hochleistungsrechnern und der weltweite Zugriff auf Studien, Experimente und Buchbestände bieten dabei enormes Potential für Forschung und Lehre.

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Digitale Medien in Kindertagesstätten

"Wie kann ein sinnvoller Einsatz von digitalen Medien in Kindertagesstätten aussehen?"

Der sinnvolle Einsatz beginnt bereits damit, dass man erklärt, wie digitale Medien funktionieren und frühzeitig damit anfängt, welche Risiken mit ihnen, neben den Vorteilen, verbunden sind.

Die Problematik bzgl. Mediensucht ist nämlich darauf zurückzuführen, dass Bildungseinrichtungen ihrer Informations- bzw. Vorbereitungsrolle komplett vernachlässigt und die Kinder mit der digitalen Technik allein gelassen haben und damit auch mit den Risiken.
So: Keine einsetzen.
Da wir darauf schimpfen, daß Kinder nicht mehr auf Bäume klettern, im Wald spielen oder Steine in Bäche werfen, bin ich der Meinung, daß digitale Medien in den grundlegenden Bildungsstätten nichts zu suchen haben. Gerade in den Kindertagesstätten/ Kindergärten, u. s. w. sollte auf digitale Medien verzichtet werden.
Zudem bin ich der Meinung, daß der Wahrheitsgehalt dieser Medien nicht prüfbar ist. Nur weil Medium A sagt, das ist so, und Medium B nicht als wahrheitsgemäße Quelle gilt, bedeutet das nicht, daß dem auch so ist. Wer legt fest, welche Quelle "die Wahrheit" sagt?
Außerdem kosten digitale Medien meiner Meinung nach Arbeitsplätze. Wenn diese Medien "ihr" Wissen weitergeben, wozu sind dann noch die "Erzieher und Lehrer" notwendig?
Alleine durch alltägliche Situationen kommen Kinder mit digitalen Medien ausreichend in Berührung. Welche sie davon nutzen, bleibt dann deren freie Entscheidung. Und wenn dieses Medien dann genutzt werden, besteht auch ein Interesse der Kinder daran den Umgang mit diesem Medium zu erlernen bzw. vertiefen.
seh ich genauso...
Medien sind Teil des kindlichen Alltags und müssen deshalb auch in der frühkindlichen Erziehung und Bildung adäquat und altersgerecht angesprochen werden. Neben Bauecke, Sandkasten, Kletterpfad, Singen, Kochen usw. sollten Kinder Gelegenheit haben, ihre Fernseh- und Medienerfahrungen "loszuwerden" und zu verarbeiten. Und Regeln einüben zum sinnvollen und begrenzten Umgang mit Medien in der Kita. Dafür gibt es viele gute Projekte, Methoden und Konzepte. Man muss den Erzieher/innen den Mehrwert aufzeigen und ihnen die Angst nehmen, dass sie das nicht bewältigen könnten...
Da Kinder quasi schon von Geburt an mit neuen Medien konfrontiert sind und allein durch zusehen diverse Funktionen und Gestiken (z.B. Touchscreen) erlernen halte ich es für fatal, hier ein Mindestalter festzusetzen. Medienpädagogik muss in der Kita beginnen!
Der sinnvolle Einsatz beginnt bereits damit, dass man erklärt, wie digitale Medien funktionieren und frühzeitig damit anfängt, welche Risiken mit ihnen, neben den Vorteilen, verbunden sind.

Die Problematik bzgl. Mediensucht ist nämlich darauf zurückzuführen, dass Bildungseinrichtungen ihrer Informations- bzw. Vorbereitungsrolle komplett vernachlässigt und die Kinder mit der digitalen Technik allein gelassen haben und damit auch mit den Risiken.

Unterstützung von Eltern

"Wie können Eltern im Kontext des Einsatzes und der Nutzung von digitalen Medien in der Kindertagesstätte und zu Hause unterstützt werden?"

Ein verpflichtender Handyführerschein für jeden Erzeihungsberechtigten, der Wissen und Kompetenz im Datenschutz und Datensicherheit abfragt. Ohne diesen Führerschein kann man kein Handy kaufen.
Im Rahmen von Elternabende, Elterngesprächen, beim Tag de Offenen Tür und durch Präsentation von Medienprodukten ihrer Kinder können Eltern über einen altersgerechten Umgang, der Kreativität statt passiven Konsum fördert, informiert werden. Erzieher/innen sollten mit Eltern über Medienregeln zu Hause sprechen und koordiniert handeln.
Eltern sollten darüber informiert werden, welche digitalen Medien in der jeweiligen Kindertagesstätte verwendet werden, um diese auch zu Hause aufzugreifen, um ihre Kinder auch unabhängig von der Zeit in der Kindertagesstätte, in der digitalen Welt entsprechend zu begleiten.

Veränderte Unterrichts- und Arbeitsformen

"Wie können veränderte Unterrichts- und Arbeitsformen mit digitalen Lehr- und Lernmitteln einen Beitrag zum individualisierten, inklusiven und selbstgesteuerten Lernen leisten?"

In einem Moodle-Kurs können die Teilnehmenden selbst bestimmen, wann und wo sie lernen. Individuell können Themen vertieft und wiederholt werden.
In der Lehrerausbildung sind wir bestrebt, die jungen Kolleginnen und Kollegen mit nachhaltig lernwirksamen Formen des Klassenunterrichts und des Individualisierten Lernens vertraut zu machen. Gerade das kompetenzorientierte Lernen kann durch digitale Infrastrukturen mit passenden Instrumenten heute besser unterstützt werden, als dies bisher möglich war. Hier lohnen Blicke nach Österreich (ecool), Baden-Würtemberg (Dakora) oder auch Kassel (Oskar-von-Miller-Schule mit eLove-Vet). Die Instrumente basieren auf moodle, was auch in RLP eingeführt ist. Sie setzen aber auf anwenderfreundlichere Arbeitsoberflächen und die Nutzbarkeit für die SuS mit Smartphones. Vor dem Start muss aber an jeder Schule ein stabiles und sicheres WLAN laufen und bring your own device (BYOD) etabliert sein. Parallel dazu wird die Plattform (z.B. moodle mit exabis und entsprechender APP) auf dem Bildungsserver aufgesetzt. Auf solch einer infrastrukturell leistungsfähigen und leicht zugänglichen Grundlage können methodische Kreativität für schülerorientierte Lernformen gedeihen. Für den Aufbau dieser Strukturen an den Schulen braucht es regionale Lösungen, für die Ressourcen bereit gestellt werden. Zentrale Ansätze zur Förderung individualisierten Lernens gehen oft am pädagogischen und infrastrukturellen Schulentwicklungsprozess der Schulen vorbei und wären daher ein Widerspruch in sich. Letztendlich kann die Bildungspolitik nur für das Ziel und die Nutzung der Mittel werben, dabei unterstützen und die alltäglichen Hürden bei der Nutzung gering halten, um unnötige Frustration zu vermeiden. Das kostet viel Geld. Aus meiner Sicht ist die Anschaffung von Endgeräten durch Schulträger oder das BM (Tablets, Laptops, etc.) ein nicht finanzierbarer Weg, der in eine Sackgasse führt. Hier ließe sich sicherlich etwas sparen.
Die mit der Digitalisierung möglichen Lernvorteile bieten große Chancen insbesondere auch für die individuelle Förderung von Schülern und Schülerinnen. Systemgesteuerte aber doch von Lehrkräften kontrollierte Arbeitsfortschritte einzelner Schüler bieten ebenfalls sytemgesteuerte Differenzierungsmöglichkeiten von nachfolgenden Aufgabenstellungen hinsichtlich Komplexität und Schwierigkeitsgrad. Die Nutzung dieser Chancen müssen in IT-Applikationen und im Unterrichtsablauf verankert werden, damit dem Gedanken des individualisierten und selbstgesteuerten Lernens auch Rechnung getragen wird.
Wichtig ist auch der gesteuerte Einkauf von Technik und Software. Es macht wenig Sinn, z.B. Präsentationssoftware wie z.B. Powerpoint über iPad oder Smartboard zu vermitteln.
Durch Einsatz von Tablets, Smartphones können innerhalb einer Klasse individuelle Aufgabentypen nach Lernstand der Schüler und Schülerinnen abgefragt werden. Dies sind auch die Erfordernisse für inklusive Unterrichtsführung. Allerdings impliziert dies eine didaktisch und pädagogisch gut vorbereitete Lerneinheiten. Entsprechende Software/Apps können so ausgerichtet sein, dass die SuS direkt ihren Lernerfolg sehen. In den Bereichen, wo Lücken sichtbar werden, können links zur nochmaligen Vertiefung des Themas abgerufen werden. Somit kann der Schüler selbstgesteuertes Lernen nutzen. In diesem digitalen, interaktiven Umfeld wird sich die Rolle des Lehrers gravierend wandeln.
Durch Moodle-Kurse werden die Präsenzkurse der Volkshochschulen erweitert. Die Teilnehmer/innen erhalten Aufgaben, um ihr Wissen zu vertiefen, Anregungen, wo sie im Web weitere Informationen und Erklärvideos zum Thema finden und haben die Möglichkeit, in Foren sich mit anderen Teilnehmer/innen auszutauschen. Spezifische Interessenslagen werden auf diese Weise zusammen gebracht und gefördert.
Digitalisierung in der Schule ist mehr als Social-Media oder die Frage nach der Digitalisierung von Lehr-/Lernmitteln bzw. Unterrichtsmethoden. Es ist ebenfalls ein wichtiger Unterrichtsgegenstand, der einer kritischen aber nicht automatisch ablehnenden Auseinandersetzung bedarf. Wir müssen uns jetzt und zügig Gedanken machen, wie wir diesen Umstand in der Curricularen-Entwicklung aufgreifen. Dazu sollten, wie auch Frau Schittek obenstehend bereits andeutet, existierende Expertise genutzt werden.
Die Vermittlung von Wissen mithilfe digitaler Inhalte ermöglicht aufgrund der eigentlichen Kerneigenschaft des digitalen, nämlich der Interaktivität, eine Vielzahl von Möglichkeiten Wissen den Lernenden näherzubringen.

Oft wird digitale Bildung mit analogen/statischen Arbeitsblättern, die online verfügbar sind, in Verbindung gebracht oder mit Lernvideos, die nur eine passive Wissensvermittlung ermöglichen.

Leider hat dies nichts mit digitaler Bildung zu tun und deshalb wird oft gesagt, dass das Digitale gegenüber dem Herkömmlichen/Bewährtem keine Vorteile hätte.

Ein wesentlicher Vorteil digitaler Materialien im Vergleich zu analogen ist, dass sie nicht statisch sind, sondern von jedem verändert werden können. Digitale Lehr- und Lernmaterialien fördern somit eine aktive und kreative Auseinandersetzung mit dem Inhalt und ermöglichen somit individualisiertes, inklusives und selbstgesteuertes Lernen.
Prinzipiell geben ich Ihnen recht. Ich glaube aber nicht, dass es nötig ist alle Schülerinnen mit Tablets auszustatten, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, zum einen mit ihren Geräten in den Bildungsstätten ins Internet zu gehen (bring your own device) und zum anderen ihre Dienste (cloud-dienst, Soziale Netzwerke etc.) in der Einrichtung sicher nutzen zu können.

Um ein mobiles Gerät sinnvoll für das mobile Lernen zu nutzen, muss es ein Alltagsbegleiter sein, den man immer dabei hat und mit dem man sich selber auch identifizieren kann. Ein Tablet - wenn es denn überhaupt aus der Schule mitgenommen werden darf - ist im Alltag außerhalb der Schule unpraktisch. In der Schule wäre hingegen ein Laptop effektiver als ein Tablet, da man mit der Tastatur noch immer besser arbeiten kann. Dieser kann von der Schule bereit gestellt werden, wenn die Schüler/innen auf die Daten und Dienste zugreifen können, die sie auch auf ihrem Smartphone nutzen.

Beim Thema Datenschutz gebe ich ihnen Recht. Dabei dürfen wir aber nicht nur auf Facebook, google und Co. schauen, sondern vor allem auf den Datenschutz in den Bildungseinrichtungen. All zu oft wird hier aus dem Sicherheitsbedürfnis der IT-Verantwortlichen mehr Wert auf die Überwachung der Schüler/innen, als auf deren Daten- und Persönlichkeitsschutz gelegt.
Es gibt hier mehr als genügend konkrete Szenarien - fragen Sie bei Ihren Experten im Land nach! Sie haben ein Pädagogisches LAndesinstitut, in dem gebündelte Fachkompetenz zu dieser Frage sitzt und erprobte Modelle kennt. Diese Frage muss nicht mehr allgemein gestellt werden!
Die Frage wäre vielleicht anders zu formulieren: Wie kann man die Beteiligten überzeugen, dass sie einsehen, dass das der Fall ist? Denn es gibt schon viele Lehrer, auch außerhalb des mir etwas abgeschottet erscheinenden PL, genügend Lehrer die digitale Medien in dieser Weise nutzen.
Dazu gehören natürlich die richtigen Voraussetzungen, wie eine gute digitale Infrastruktur, die viele Möglichkeiten bietet, Angebote zur Fortbildung und vielleicht auch ein wenig Druck von "oben". Bisher werden die meisten Lehrer davon verschont mit der Digitalisierung der Lehre zu beschäftigen. Das könnte natürlich auch daher kommen, dass von Seiten der Landesregierung klar ist, dass viele Lehrer mit den sowieso zu vielen Aufgaben nicht wirklich mehr Zeit haben (wollen) sich damit zu beschäftigen. Wer mehr Zeit investiert arbeitet entweder fürs PL oder reduziert die Stelle.

Optimal für eine Zeitersparnis ist eine verstärkt betriebene Austauschpraxis der erstellen Unterrichtsmaterialien. So wurde schon von Speziallisten schon andiskutiert, ob man für die Organsation des Austauschs vielleicht auch Hauptberufliche Mitarbeiter braucht, die Materialien kategorisieren, mit Stichwörter versehen und damit auffindbar machen.

Nutzung digitaler Lehr- und Lernmittel

"Wie kann es gelingen, die Nutzung digitaler Lehr- und Lernmittel und die Fortentwicklung digitaler Kompetenzen tägliche Unterrichtspraxis werden zu lassen?"

Digitale Lehr- und Lernmittel müssten einfach verfügbar sein und gegenüber anderen Lehr- und Lernmitteln einen Vorteil bieten, sodass sie von Lehrern gerne genutzt werden und damit teil der täglichen Unterrichtspraxis werden. Das gilt für Hardware (inkl. IT-Support) und für Software, die noch nicht für alle Fächer verfügbar ist.
Ist das denn sinnvoll? Warum soll Digitales im Unterricht alltäglich sein?
Bisher fehlt ein durchgängiger IT-Support. Dieser wird z.T. von engagierten Hausmeistern, dem Freund der Lehrerin oder IT-affinen Eltern erbracht. Dies sollte anders und verbindlich geregelt werden, so dass es nicht dem Zufall überlassen ist, in welcher Schule etwas funktioniert oder auch nicht. Als Rückmeldung auf Elternseite haben wir auch rückgemeldet bekommen, dass die Software für die Installation von Apps z.T. sehr kompliziert ist aber trotzdem zum Einsatz kommt. Es sollte eine Positivliste geprüfte Apps (z.B. Apps die keine Werbung enthalten) den Lehrer zur Verfügung gestellt werden, die sie unbedenklich nutzen können.
Durch die Digitalisierung sollen neue Kompetenzen erlernt werden. Dies kann und sollte nicht ausschließlich ein „Mehr“ an Lerninhalten sein. Es ist ernsthaft die Frage zu stellen, welche Lerninhalte als Kompensation im Lehrplan dafür gestrichen werden. Sonst ist doch klar, dass alles weniger intensiv gelehrt wird.
Für die Vermittlung von digitalen Lerninhalten ist es von großer Bedeutung, dass diese insbesondere anhand von Praxisbeispielen vermittelt werden. Im Gegenzug dazu sind heutigen Rahmenlehrpläne eher an Kompetenzen orientiert. Es kann und sollte nicht die alleinige Aufgabe der Lehrer vor Ort sein, sich praxisorientierte Beispiele auszudenken und darüber die digitalen Lehrinhalte zu vermitteln. Dies auch deshalb, weil die Lehrkräfte mit den digitalen Lehrinhalten und Möglichkeiten selber noch nicht ausreichend vertraut sind und den Transfer in die praktische Anwendung derzeit überhaupt nicht leisten können.
Es müssen Arbeitsgruppen gebildet werden, die einen Transfer von digitalen Lernmöglichkeiten in praxisorientierte Anwendungsbeispiele herstellen. Moderatoren mit Herkunft aus der Sekundarstufe 1 und Einsatz im Grundschulbereich werden sicherlich nicht die passenden Beispiele für den Primarbereich produzieren
Für die Lehrkräfte müssen verbindliche Rahmenbedingungen gegeben sein, die den Einsatz digitaler Lehr- und Lernmittel problemlos und anwenderfreundlich ermöglichen. Fort- und Weiterbildungen als verpflichtender Bestandteil in gewissen Zeitschienen für die Lehrenden sind vorzugeben. Die Nutzung und die Verpflichtung digitaler Lehr- und Lernmittel sollten Bezug zu praxisrelevanten Themenbereichen aufbauen.
Die Schaffung offener und freier digitaler Schulbücher für alle Schulfächer von Praktikern für Praktiker unterstützt durch das PL wäre, als Ergänzung oder als Alternative zu den vorhanden Schulbüchern, eine wirkliche Bereicherung. Im Bereich Informatik strahlt aus meiner Sicht das landeseigene digitale Schulbuch www.inf-schule.de wie ein Leuchtturm weit über die Landesgrenzen hinaus.
Aus meiner Sicht sollte die Grundlage des Unterrichts - also die Lehr- und Rahmenpläne - in digitaler Form bereitgestellt werden. Es ist nicht zeitgemäß, dass Lehrer Papier- oder PDF Versionen des Lehrplans nutzen müssen, die nur bedingt filterbar sind. Hier wird ein onlinebasiertes System gebraucht, in dem die Lehrpläne zentral hinterlegt sind und entsprechendes Unterrichtsmaterial (z. B. aus OMEGA) direkt mit den einzelnen Bausteinen der Lehr- Rahmenpläne verknüpft sind.
Diese könnten dann auch viel schneller auf den neusten Stand gebracht werden. In der Praxis wird leider oft mit Papierversionen gearbeitet, die nicht der aktuellen Version der Lehr- und Rahmenpläne entsprechen.
Im Moment liegen die Materialien z. B. auf OMEGA oder Moodle, die Lehrpläne irgendwo auf dem Bildungsserver ohne eine direkte Verknüpfung. Für jede Plattform gibt es einen eigenen Login / eine eigene Suchfunktion. Das ist nicht zweckmäßig und die Akzeptanz dementsprechend gering.

Ich glaube, dass eine digitale Bereitstellung der Lehr- und Rahmenpläne mit verknüpftem (digitalen) Material dazu führen würde, dass diese Materialien dann auch von den Lehrern im Unterricht eingesetzt werden. Zentral dabei ist, dass das Benutzerinterface an den Einsatz im Schulalltag angepasst ist.

Diesen Ansatz (digitaler Lehrplan mit Materialanlage) habe ich über vier Jahre als Leiter einer Laptopklasse erprobt und eine entsprechende Plattform "curriculum" entwickelt. Mit dieser Plattform konnten zudem die Lernstände der einzelnen Schüler dokumentiert und zertifiziert werden, so dass Lehrer, Schüler und Eltern zu jedem Zeitpunkt den individuellen Lern- / Kompetenzstand einsehen konnten.

Inzwischen wird diese Plattform zur Zertifizierung des digitalen MedienkomP@ss RheinlandPfalz und in Baden-Württemberg für das Basiscurriculum Medienbildung erprobt.
Vielen Dank für Ihren Beitrag!
Die regelmäßige Nutzung digitaler Lehr- und Lernmittel kann nur stattfinden, wenn in der Praxis, also in den Schulen, für diesen Bereich auch eine IT Stelle verfügbar ist. Jeden Tag können wir in der Schule sehen, dass die Lehrer und natürlich auch die Schüler gewillt sind digitale Medien einzusetzen, aber die Hardware teilweise nicht mitspielt, das Internet nicht geht oder WLAN zu schwach ist. Wir brauchen jemand in der Schule, der sofort helfen und eingreifen kann. Bisher wird dies oft von interessierten Lehrern übernommen, die aber auch keine Spezialisten sind und selbst unterrichten oder nicht immer vor Ort sind. Daran scheitert es einfach zu oft. Die Geräte müssen gewartet und immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden. Wer macht das? Digitale Medien im Unterricht sind eine Bereicherung. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass nicht alle Familien unserer Schüler Internet zu Hause haben oder einen Computer. Mit diesem Problem haben wir auch teilweise zu kämpfen, denn nicht alles kann nur im Unterricht stattfinden, sondern muss auch noch zuhause weitergeführt werden.
Wir nutzen in der Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen seitens des Verbandes der Volkshochschulen zunehmend digitale Tools, z.B. beim kollaborativen Erstellen von Texten. Damit entwickeln sich die digitalen Kompetenzen der vhs-Mitarbeiter/innen anwendungsbezogen weiter.
Damit die Nutzung digitaler Lehr- und Lernmittel endlich tägliche Unterrichtspraxis wird, muss sich das Lehramtstudium dringend essentiell verändern. An einigen Hochschulen gibt es Module zur Medienkompetenz, die aber nicht zum Pflichtprogramm des eigentlichen Studiums gehören.

Damit künftige Lehrende die Lernenden auf das spätere Leben und die Arbeitswelt, die zunehmend digital wird, entsprechend vorbereiten können, müssen solche Kompetenzen zu aller erst bei den Lernenden vorhanden sein.

Unabhängig davon müssen entsprechende qualitativ hochwertige Fortbildungsmöglichkeiten angeboten und verpflichtend besucht werden. Zudem muss das Referendariat abgeschafft und der Praxisanteil im Studium stattdessen erhöht werden.
auch wenn es stark nach Eigenwerbung aussieht, möchte ich doch auf einen Artikel hinweisen, den ich zu diesem Thema geschrieben habe und der meinen Standpunkt etwas detaillierter darstellt, als es hier in diesem Forum möglich ist:

https://www.lmz-bw.de/fileadmin/user_upload/Medienbildung_MCO/fileadmin/bibliothek/griesinger_byod/griesinger_byod.pdf
Prinzipiell geben ich Ihnen recht. Ich glaube aber nicht, dass es nötig ist alle Schülerinnen mit Tablets auszustatten, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, zum einen mit ihren Geräten in den Bildungsstätten ins Internet zu gehen (bring your own device) und zum anderen ihre Dienste (cloud-dienst, Soziale Netzwerke etc.) in der Einrichtung sicher nutzen zu können.

Um ein mobiles Gerät sinnvoll für das mobile Lernen zu nutzen, muss es ein Alltagsbegleiter sein, den man immer dabei hat und mit dem man sich selber auch identifizieren kann. Ein Tablet - wenn es denn überhaupt aus der Schule mitgenommen werden darf - ist im Alltag außerhalb der Schule unpraktisch. In der Schule wäre hingegen ein Laptop effektiver als ein Tablet, da man mit der Tastatur noch immer besser arbeiten kann. Dieser kann von der Schule bereit gestellt werden, wenn die Schüler/innen auf die Daten und Dienste zugreifen können, die sie auch auf ihrem Smartphone nutzen.

Beim Thema Datenschutz gebe ich ihnen Recht. Dabei dürfen wir aber nicht nur auf Facebook, google und Co. schauen, sondern vor allem auf den Datenschutz in den Bildungseinrichtungen. All zu oft wird hier aus dem Sicherheitsbedürfnis der IT-Verantwortlichen mehr Wert auf die Überwachung der Schüler/innen, als auf deren Daten- und Persönlichkeitsschutz gelegt.
Konzept - Vermittlung - Druck von oben - Verzahnung von Lehrerausbildung, Fortbildung, Eltern - Ausstattung und nachhaltige Pflege - Wertschätzung für die Lehrer, die sich engagieren - Konzept der Bildungspolitik, das alle Player verzahnt, Impulse gibt, Fortschrittsberichte abruft
Dafür müssen erstmal die Lehrer, die (noch) jeden Tag vor den Schülern stehen, ihre digitale Kompetenz ausbauen. Die Schüler werden immer einen Schritt voraus sein, was soziale Medien und neueste Hypes angeht. Aber etwas Schritt halten sollten die Lehrer, die sich dem Thema verschreiben wollen, können. Dabei reicht es nicht, zu sagen, alles sei schlecht oder böse. Sondern Medienkompetenz zu schulen und auf die Auswirkungen und Konsequenzen der Nutzung aufmerksam zu machen.
Was passiert WIRKLICH mit meinen Daten?
Wie sicher sind sie? Wer liest mit? Welche Möglichkeiten habe ich zum Schutz meiner Daten? Welche positiven Möglichkeiten habe ich in den Netzwerken? Wie kann ich social networks für meinen Schulalltag nutzen? Welche Gefahren gibt es und wie gehe ich damit um (Cypermobbing etc.)?

Wenn der Lehrkörper soweit ist, mit digitalen Medien professionell umzugehen, dann ist es sinnvoll auch für die Schule digitale Mittel einzusetzen - etwa ein integriertes Social Network für Schulen, einzelne Klassen, Klassenstufen etc.

Zurzeit ist es aber sicherlich in 99% aller Fälle so, dass die Schüler den Lehrer/innen erklären, wie digitale Medien funktionieren - nicht umgekehrt.
Es wäre auf jeden Fall HÖCHSTbegrüßenswert, würde das Thema Medienkompetenz, Umgang mit digitalen Medien und digitale Medien an sich ENDLICH ernsthaft im Lehrplan auftauchen, als eigenes Fach. Programmieren kann man rausschmeißen - wer will, lernt die Programmiersprachen auch so - und sicherlich nicht in der Schule.

Eine super Idee wäre: statt Schulbücher zu schleppen, hat jeder Schüler genau ein Tablet, auf dem sie/er alle Schulbücher parat hat, nebenbei Notizen machen kann und niemals mehr behaupten kann, das Buch vergessen zu haben.
Die Volkshochschulen arbeiten daran, ihre Präsenzkurse zunächst durch digitale Lernunterstützung zu ergänzen. Das können z.B. ergänzende Materialien sein, die auf eine Lernplattform gestellt werden oder die Möglichkeit für Kursteilnehmer/innen, sich in Online-Foren auszutauschen und Fragen an die Kursleiter/innen zu stellen. Die Online-gestützte Lernbegleitung wird sukzessive ausgebaut.

Nutzung der bestehenden Online- und Kommunikationsangebote

"Wie können die bestehenden Online- und Kommunikationsangebote, wie landeseigene Medien- und Lernportale, noch besser genutzt werden?"

Ein erster Weg dazu wäre, diese Medien- und Lernportale auch in die entsprechenden Fortbildungsveranstaltungen mit aufzunehmen und die Inhhalte und Möglichkeiten dieser Medien- und Lernportale den Lehrkräften zu vermitteln.
Bestenfalls indem man Cloud-Einbindung hat und in Zukunft auch nur solche anbietet.
Google, Microsoft, Slack, Whatsapp und Messenger bieten alle Möglichkeiten zur Kommunikation.

Am einfachsten wäre eine Einbindung in einer dieser Anbieter und nicht selbst versuchen eine Lösung zu schaffen. Wenn Online-Dienste vom Land angeboten werden, kann man diese zu 90% nicht benutzen.
Ich glaube, man muss vor allem den Lehrkräften anhand von best-practice-Beispielen zeigen, was für gute und andere pädagogische Resulate sie erzielen können, wenn sie sich digitaler Tools bedienen. Das schafft Motivation.
Bestehende Online- und Kommunikationsangebote sollten in Rahmen von Fortbildungen mehr kommuniziert werden. Zudem sollte die Qualität vorhandenen Strukturen dringend aktualisiert werden da die aktuellen Angebote nicht mehr zeitgemäß sind.
Moodle ist ja ganz nett, aber nicht jeder will und braucht eine abgeschlossene Arbeitsplattform. Ich bin selber ein Wiki-Liebhaber, das ist offen und meiner Meinung nach leichter zu erstellen und vorhandene Materialien leichter anpassbar und kombinierbar.

Außerdem fehlen in moodle bisher noch viele Typen an Online-Tools, die sich bei den digitalen Lehrern schon verbreitet haben. Ich würde mir die Möglichkeit wünschen, von einer zentralen Start-Stelle aus verschiedenen Online-Tools nutzen zu können. Das Ganze automatisiert, so dass ich, wenn ich morgen z.B. ein einfaches Doku-Wiki für meine Schüler haben will, es auf Knopfdruck installiert bekomme.

Oder das ich für meinen Unterricht ein paar Padlets erstelle, die in D gehostet werden, so dass ich nicht auf Ausländische Dienste zugreifen muss. Wenn das Ganze dann organisiert erreichbar und flexibel geschützt werden kann, wäre ich recht glücklich.
Kostenlose Tools gibt es in Massen.
Ich würde mir dann so etwas wie https://oasis.sandstorm.io wünschen.
Zugangsschwellen absenken, alles aus einer HAnd, in einem look and feel, zentrale Anmeldung, zentrale Hotline für Fragen, keine fünf verschiedenen Einzelsysteme - auch hier sitzt die Kompetenz im Land!!
Sie müssen verzahnt und gepflegt werden, es muss vermittelt und kommuniziert werden, was damit möglich ist, Schulen müssen unterstützt und begleitet werden, an denen positive Schritte erkennbar sind.

Frei zugängliche, bearbeitbare und weiterverbreitbare Lehr- und Lernmaterialien

"Wie können frei zugängliche, bearbeitbare und weiterverbreitbare Lehr- und Lernmaterialien in die schulischen Unterrichts- und Arbeitsformen integriert werden?"

Die frei zugänglichen Internetangebote wie z.B. „4teachers“ oder „Zaubereinmaleins“ genießen bei vielen Lehrkräften einen guten Ruf. Es sollte geprüft werden, ob diese Angebote nicht landesweit empfohlen werden sollten. Dies gilt natürlich nicht nur für diese beiden Beispiele sondern grundsätzlich für Open Source Lernangebote.
"Das BMBF fördert zur Zeit bundesweit zahlreiche Projekte, die sich mit OER (Open Educational Ressources) / freien Lehr- und Lernmaterialien beschäftigen. Eine bundesweite Informationswebseite wird über diese Projektergebnisse berichten: http://open-educational-resources.de/ (noch im Aufbau).

In Rheinland-Pfalz läuft seit 1.11.16 ein solches Projekt mit Namen OER@RLP, ein Verbundprojekt aus Schule, Hochschule und Weiterbildung. Hier werden Sensibilisierungs- und Informationsmaterialien + Veranstaltungen entwickelt und verbreitet. Das Pädagogische Landesinstitut betreibt schon lange den OMEGA-Server, auf dem alle Lehrkräfte freie Bildungsmaterialien einstellen und andere Lehrkräfte sie benutzen können.
Das Projekt OER@RLP will die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem schulischen Bereich auch für andere Bildungssektoren zugänglich machen (und umgekehrt).
Das PL, der VCRP, medien+bildung.com u.a. können beraten, wie man seine Materialien rechtsicher veröffentlicht und wo man freie Bildungsmaterialien findet."
"Beispielsweise könnte man die Lernenden fragen, wie Materialien aufgebaut sein müssten, damit ihnen der Wissenserwerb leichter fällt.

Auch könnte man frei zugängliche Lehr- und Lernmaterialien von den Lernenden hinterfragen lassen, ob diese in dieser Form beim Lernen wirklich hilfreich sind oder nicht und ggf. Verbesserungsvorschläge machen.

Ebenfalls könnten Lernende bearbeitbare Inhalte ihren individuellen Voraussetzungen anpassen und anhand dieser dann Sachverhalte im Unterricht erklären."
Es gibt bereits einige Ideen und es gab Diskussionen darüber, wie man die zweifelsohne sinnvolle Praxis des Teilens etablieren kann.
Das größte Problem, bei dem eigentlich in Mengen im Internet vorhandenen Materialien, ist deren Auffindbarkeit. So wurde diskutiert, ob man nicht hauptberufliche Fachkräfte braucht, die die Materialien nach ihren Einsatzmöglichkeiten beurteilen und die Lizenzen dabei beachten. Selbst wenn ein Bundesweites System der Erfassung etabliert wird, müssen die Bundesländer mit Hand anlegen, damit entsprechend der einzelnen Lehrpläne sortiert wird.
Außerdem herrscht erstaunlicherweise immer noch große Unsicherheit bezüglich der Lizenzen. Viele Kollegen trauen sich nicht ihre Arbeitsblätter zu veröffentlichen. Sicher gibt da hier und da auch mal rechtliche Gründe. Aber dann fehlt es an Aufklärung und ein Bewusstsein bei der Schulleitung, dass dies unbedingt mal angesprochen werden muss.

Der Anbieter Tutory.de versucht den Austausch durch eine spezielle Plattform zu ermöglichen. Dabei wird aber in einem speziellen Editor online gearbeitet. Aber die Beachtung der Lizenzen ist ein Hauptpunkt. Das im heimischen Texverarbeitungsprogramm unterzubringen ist schwieriger, aber vielleicht könnte man ein Plugin entwickeln, die sich in Libre/Open Office ja sicher leicht integrieren lassen. Neben einer automatischen Lizenzabfrage bei jedem Einfügen von Text oder einem Bild könnte man auch Quellen von CC oder PD Bildern einfügen mit denen man sucht. Gibt es in Tutory.de auch.
Bundesweite Vereinbarungen treffen, neues Denken im Arbeiten mit den Schulbuchverlagen, kompetente Praktiker fragen und deren Antworten beherzigen!

Aus-, Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte

"Wie muss sich die Aus-, Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte verändern, um sie für das Lehren mit digitalen Medien zu qualifizieren?"

"Basale IT-Kompetenzen (z.B. Textverabeitung, Excel, Powerpoint, Bild- und Tonverarbeitung, iPad-Nutzung und vieles mehr) müssen verpflichtend für alle Lehrkräfte gemacht werden. Es darf nicht zu einer konkurrierenden Ausbildung der IT-Kompetenzen mit anderen Aus- und Fortbildungsinhalten kommen. Wobei ich diese Gefahr aktuell sehe und dafür keinerlei Lösungsansatz ob der prekären Budgetlage des Bildungsetats sehe.
Die Grundeinstellung der Lehrkräfte muss sich bzgl. des Einsatzes von digitalen Medien und der damit vermittelbaren Lerninhalte grundsätzlich ändern. Die vielfach geäußerte Meinung von Lehrkräften, das der Einsatz von digitalen Medien erst ab einer höheren Klassenstufe sinnvoll sei ist, ist längst überholt."
In der Lehrerausbildung muss verpflichtend mit digitalen Medien gearbeitet werden mit entsprechenden Lernmodulen. Gleich meinen Vorrednern unterstütze ich die Forderung, dass fachliche Experten diese Ausbildung begleiten müssen. Wichtig ist es die jetzt schon unterrichtenden Lehrer in überzeugender Weise aufzufordern, sich fächerübergreifend an der digitalen Ausrichtung des Unterrichtes zu beteiligen. Weiterbildung muss verpflichtend sein und ggf. Anreize bieten, um diese wahr zu nehmen.
Als Absolvent der Lehrerausbildung in RLP (1.+2. Phase), der erst vor wenigen Monaten Examen gemacht hat, kann ich nur konstatieren, dass hier noch einiges zu tun ist. Während die Universitäten sich immerhin bemühen hat das Studienseminar den digitalen Wandel völlig verschlafen. Ich möchte einem meiner Vorredner von ganzem Herzen zustimmen, dass Fortbildungen in diesem Bereich von Fachleuten gestemmt werden müssen, da Hochschullehrer und Fachleiter hier oftmals nicht geeignet sind, den Lehrernachwuchs zu schulen sondern eher selbst Fortbildungsbedarf haben. So entsteht auch bei jungen Lehrern oft der Eindruck, dass neue Medien im Unterricht eine technische Spielerei seien. Die zahlreichen didaktischen Potentiale, bestehende gute Angebote, Apps und Settings wurden nicht thematisiert. Entwicklungen wie open educational resources ebenfalls ausgespart usw.
Eine gute Schulentwicklungsplanung denkt Medieneinsatz und Kompetenzerweiterung in systematischen kleinen Schritten mit. Dabei sollten Erprobungsumgebungen geschaffen werden, in denen man spielerisch ausprobieren kann, ohne gleich das "Gesicht" zu verlieren, denn die Angst vor dem Scheitern ist bei manchen groß.
"Aus-, Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte im Bereich der digitalen Medien sollten von Personen durchgeführt werden, die sich selbst in diesem Bereich qualifiziert haben. Hiermit ist nicht gemeint, dass sie in der Lage sind, einen Computer einzuschalten.

Die Qualifizierung der Referenten in diesem Bereich sollte dringend überprüft werden, denn inzwischen habe ich von vielen Beispielen gehört, bei denen Lehrende sich negativ geäußert haben über den allgemeinen Kenntnisstand der Referenten bzw. der Qualität der Veranstaltung."
Online-Angebote verstärken, Pflicht zur Fortbildung stärken, feste Termine für schulinterne Fortbildungen, Ansetzen bei den Schulleitungen

Jugendmedienschutz

"Wie muss sich der Jugendmedienschutz weiterentwickeln?"

Den Jugendlichen muss sehr früh schon ab Kindergartenalter Medienkompetenz vermittelt werden, dann ist dies schon ein großer Schritt in Richtung Medienschutz. Wichtig ist es jeden Jugendlichen in der Schule die Folgen seines Handelns mit den Medien aufzuzeigen, da die Eltern hierbei oft überfordert sind bzw. nicht über umfassende Information verfügen.
"Medienschutz in dem Sinne, dass wenn Personen beispielsweise gesehen, dass sie eine Kamera sehen oder ein Handy und wissen, dass sie gefilmt werden, dass man nicht immer Einverständnis einholen muss.

Wenn beispielsweise der Blick in die Kamera gerichtet ist und die Person, damit weiß ""Ok, jetzt macht jemand ein Foto/Video"" sollte ausreichen, um es sorgenfrei hochzuladen.

In Zukunft werden Vereine, Schulen, Einrichtungen und Unternhemen viel mehr in den sozialen Medien agieren und oft höre ich immer die Besorgtheit, verklagt oder angezeigt zu werden, weil es sein könnte, dass eine Person das Bild online nicht haben will."
Wenn digitale Medien konsequent in der Schule und im Unterricht Verwendung finden würden, bräuchte man keine Diskussion über solche Themen führen. Im Rahmen der Vermittlung von Medienkompetenzen für Lehrende sollte das Thema aber entsprechend aufgegriffen werden, um Fragen von Lernenden verantwortungsvoll beantworten zu können.

Fachkräfte der sozialen Arbeit bei außerschulischen Anbietern

"Welche Aus- und Weiterbildung medienpädagogischer Kompetenzen benötigen Fachkräfte der sozialen Arbeit bei außerschulischen Anbietern wie beispielsweise der Jugendpflege?"

"Aus meiner Erfahrung sind zwei Dinge wichtig:

1. Ängste nehmen. Der Spruch, dass man mit in der Jugendhilfe und Jugendbildung immer mit einem Bein im Gefängnis steht, kennen wohl alle in der Sozialen Arbeit und dem Bildungsbereich. Gerade wenn es um Medien geht, werden solche Ängste gerne durch juristisches Halbwissen und ""Erfahrungen"" aus dritter Hand genährt. Dies führt oft dazu, dass ""das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird"", nach dem Motto: ""Dann machen wir gar keine Bilder mehr von unseren Jugendlichen"" oder ""dann darf man bei uns nur noch ins Internet, wenn wir immer sehen können, auf welchen Seiten sich die Jugendlichen befinden"" oder ""Dann nutzen wir keine Facebook etc. mehr"". Dadurch werden die Chancen vertan, die durch neue Medien entstehen. Medien-Enthaltsamkeit ist keine Medienkompetenz und durch Nichtnutzung neuer Medien fördert man auch keine Medienkompetenz. Wichtig ist es vor allem, auch auf die Rechtspraxis zu schauen und sich von echten juristischen Expertinnen und Experten beraten zu lassen. In der Praxis steht man oft seltener mit einem Bein im Gefängnis als man denkt.

2. Muss man in der Jugendarbeit auf den vorhandenen Ressourcen aufbauen und diese Unterstützen. Jugendliche verfügen alle über ein Smartphone. Dieses kann auch für aktive Medienarbeit in den Einrichtungen genutzt werden, wenn man die richtigen Konzepte dafür hat. Am wichtigsten ist es aber, einen Infrastruktur zu schaffen, die die Nutzung eigener Geräte (BYOD) überhaupt ermöglicht, so dass den Jugendlichen keine Kosten entstehen. Außerdem muss man ihnen Apps, Ebooks etc. für einen gewisse Zeit, unentgeltlich zur Verfügung stellen können. Auch dafür braucht man Konzepte und vor allem die nötige Infrastruktur. Starkt verkürzt gesagt: bevor man Tablets im Jugendhaus kauft, muss man erstmal Wlan bereit stellen und überlegen, wie dieses genutzt werden kann."

Weiterbildung für die Vermittlung von digitalen Kompetenzen

"Wie kann gute, innovative Weiterbildung für die Vermittlung von digitalen Kompetenzen aussehen?"

Organisationen gründen, die von den großen Playern und digitalen Akteuren gefördert werden und als Ansprechstation gelten und kostenlose Workshops anbieten zur Fortbildung.
Mit den Akteuren selbst Schritte zur Kompetenzerweiterung entwickeln. Ansatzpunkt: wo kann der Einsatz von Technologien eins meiner Probleme lösen, meine Arbeit besser machen, meine Zielgruppen stärker motivieren? Politik der kleinen selbst gewählten Schritte. Das Modellprojekt "Weblernen" des VHS-Verbands in RLP ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Auch www.weiterbildung-digital.de, ebenfalls ein vom Land finanziertes Modellprojekt hat gute innovative Wege ausgelotet, um digitale Kompetenzen dorthin zu vermitteln, wo sie noch nicht waren. Schönes Beispiel: "iPad-Party" - nach dem Modell der Tuppa-Party, entwickelt von der Ländlichen Erwachsenenbildung. Gebt den Weiterbildnern Freiräume und Ressourcen, dann entwickeln sie schon die Werkzeuge und Strategien, ihre Zielgruppen mit auf den digitalen Weg zu nehmen.
Ein gutes Beispiel für innovative digitale Weiterbildung ist openHPI (Hasso Plattner Institut). Ich habe bereits mehrere "Online-Kurse" absolviert. Die Kurse sind z. T. zwar noch nicht perfekt - oft wird zu viel Stoff in zu kurzer Zeit vermittelt, aber die Platform eignet sich gut für flexibles Lernen. Eine interessante Funktion, die ich noch nicht getestet habe ist die offene oder geschlossene Lern-Gruppe zum gemeinsamen Lernen und Austausch.
Innovative Weiterbildung für die Vermittlung von digitalen Kompetenzen sollte nicht nur allein Wissen vermitteln, sondern konkrete Beispiele nennen mit welchen Programmen bzw. Software welche Vorteile im Unterricht erzielt werden können.
"Wie eine gute Weiterbildung aussieht hängt vom Lehrer-Typ ab:

- Einige freuen sich über Zeit, was auszuprobieren und sich mit anderen erfahrenen Kollegen (auch von außerhalb der Schule) auszutauschen. Da würden sich regionale und überregionale BarCamps anbieten, die vom PL organisiert werden.
- Für diejenigen, die vielleicht auch aus privaten Gründen nicht so viel Zeit haben (Kinder z.B.) könnte man digitale Formate anbieten. Das spricht sicher nicht jeden an, aber wenn man es mal anbietet, werden vielleicht gerade jüngere Kollegen eher mal einen Blick reinwerfen. Vorstellbar wäre Webinare, so ähnlich wie sie sie vom LPM des Saarlands angeboten werden. Da gäbe es verschiedene Stufen: den Einsteigern zeigen, dass man es nutzen kann und erste Tipps, für erfahrene Nutzer Vertiefungen zu bestimmten Themen.
- Einige Kollegen brauchen sicher auch eine direkte Ansprache in einer Live-Veranstaltung. Allerdings kann ich mich persönlich da nicht so reinversetzen, was ""die"" benötigen. Leihgeräte zum Ausprobieren und etwas zum Selber-Testen, was der Schüler so machen könnte. Ohne aber nur auf das digitale zu achten sondern einen sinnvollen Medien-Mix vorstellen, die die Vorteile aller Medien optimal ausnutzt."

Angebote zur Förderung der digitalen Kompetenzen

"Welche zusätzlichen Angebote zur Förderung der digitalen Kompetenzen sind notwendig?"

Ergänzend zu den bereits genannten Medienbeauftragten halte ich hier ein peer-to-peer Modell, sprich die berühmten "Medienscouts" für unabdingbar. Sollte es meiner Ansicht nach an jeder Schule geben! Die entsprechend ausgebildeten Schüler können nämlich auch spontan und niedrigschwellig Aufklärung auf dem Pausenhof und in Freizeitkontexten leisten, sie sind bei Facebook und in Whatsapp-Gruppen präsent etc. pp. und decken somit eine größere Breite ab. Das darf natürlich keinesfalls die Aktivitäten von Lehrerseite ersetzen.
"Neben der Verbesserung der Fortbildungsmöglichkeiten für tätige Lehrende hinsichtlich qualifizierter Referenden im Bereich der digitalen Medien, muss das gesamte Lehramtstudium überarbeitet werden und mindestens ein Modul zur Vermittlung von Medienkompetenz verpflichtend für alle Studenten eingeführt werden.

Zudem sollte an jeder Schule ein Medienbeauftragter, besser wären natürlich mehrere, vorhanden sein, der Lehrenden bei Fragen hilft und unterstützt."

Digitale oder digital angereicherte Lernformate

"Für welche Kursangebote bieten sich innovative, digitale oder digital angereicherte Lernformate an?"

"Ich persönlich kenne kein Beispiel, wofür sich digital angereicherte Lernformate nicht anbieten.

Sei es Beispielsweise nur die Einholung von Rückmeldungen. Mithilfe eines Classroom-Respons-Systems kann ich die Meinung aller beteiligten einholen und jeder bleibt dennoch anonym. Gerade wenn es um die Meinung geht, können solche digitalen Systeme in jedem Fach/Kurs relevant sein."
"Ich bin nicht so ganz sicher, was mit ""Kursformaten"" gemeint ist!?

Ich lese gerade das Buch ""Mehr als 0 und 1"" von Beat Doebli ... sehr zu empfehlen!! Und da geht es auch um die Frage, wie weit sollte die Digitalisierung gehen. Wird/Soll vielleicht auch gleich die Schule abgeschafft werden? Zumindest so wie aktuell gerade stattfindet! Im Grunde genommen hat sich die Schule, wie sie meist noch praktiziert wird, seit so langer Zeit nicht weiterentwickelt.

Digitale Medien können dazu beitragen, dass das System, wie wir es jetzt kennen, umgearbeitet werden könnte. Die Lehrer würde einige Kompetenzen, die automatisierbar sind, ab den Computer abgeben, dafür aber die Schüler direkter betreuen, individuelle Lernpläne erstellen und bei Fragen helfen. So wird die Aufgabe des Lehrers wieder wichtiger und er wird eben nicht abgeschafft. Das hat sich aber nicht noch herumgesprochen! Viele Kollegen haben im Hintergrund Angst um ihre Existenz und ihre Arbeit.

Vielleicht wäre das auch mal an die Öff.-Rechtlichen Medien, einen Info-Film (evtl. mehrteilig) zu produzieren, der die Inhalte des oben erwähnten Buches mal darlegt. Sicher wird es immer noch Gegner geben, aber ich finde im Buch wird gut erklärt, warum ein Umstieg sinnvoll ist, was dazu notwendig ist und wie der Umstieg aussehen kann.

- Was steckt hinter der Digitalisierung.

- Warum kann man dafür und dagegen sein.

- Warum ist eine Digitalisierung der Schule wichtig.

- Wie könnten Unterrichts-Szenarien aussehen ... ohne zu übertreiben."

Überforderung vom digitalen Wandel

"Wie kann sichergestellt werden, dass sich Bürgerinnen und Bürger nicht vom digitalen Wandel abgehängt bzw. überfordert fühlen?"

Eltern müssen bei der Digitalisierung der Schulen unbedingt mitgenommen werden. Der Umgang mit dem Smartphone ist vielen geläufig aber ihnen fehlt das Wissen, wie in den Schulen mit Medien gelehrt wird. Da die jetzige Elternschaft in einer "analogen" Lernumgebung aufgewachsen ist, können keine Erfahrungswerte von Ihnen an die Kinder in dem Maßsiche weitergegeben werden, wie es die Generationen davor noch praktizierten. Daher müssen alle mitgenommen werden in das sich immer schneller entwickelnde Zeitalter der Digitalen Welt durch Kurse, Fortbildung, Elternabende und Workshops. Kostenloses Informations- und Lehrmaterial über Internet von geprüften Anbietern mit leicht verständlichen Anweisungen sind hilfreich.
Indem man altersgerechte und nutzungsbezogene Fortbildungsangebote schafft. z.B. Computerkurse im Mehrgenerationenhaus.
Die Angebote bzgl. Fortbildungsmöglichkeiten im Bereich der digitalen Medien sollten nicht nur für Lehrende verfügbar sein sondern auch für Bürgerinnen und Bürgern, um den Anschluss im digitalen Wandel nicht zu verlieren.
Wie wäre es denn, wenn die öffentlich rechtlichen Medien sich da mal reinhängen.

Warum nicht Sendungen produzieren, wo der normale Bürger Grundwissen bekommt?
- Wie geht man bestimmten Medientypen richtig um
- CC-Lizenzen und wie man sie nutzt.
- Wie nutze ich das Smartphone noch sinnvoll, außer zum kommunizieren und zum spielen?
- Wie geht man mit Suchergenissen um.
- E-Mail-Server sicher und bequem nutzen (imap<->pop3, Verschlüsselung, signatur, Antwort anfordern ...)
- usw ...

Das hört sich für erfahrene Nutzer blödsinnig an: man sucht nach einer passenden App und probiert sie aus. Aber einige können das gebrauchen und am besten im Fernsehen, so dass man nicht bei YouTube gucken muss.

Problematisch ist natürlich, dass einige Sachen Betriebssystemabhängig sind und schnell veralten. Also wäre eine schnelle Produktion mit wenig Aufwand wichtig, damit die Kosten nicht zu hoch werden, wenn man wieder was Neues produzieren muss.
Da das ja schon Lehrer hinbekommen, sollte das mit ein wenig mehr Aufwand auch so möglich sein, dass es professionell aussieht.

Gesundheit

Aus dem demografischen Wandel resultieren große Herausforderungen für die medizinische und pflegerische Versorgung im Land. Es gilt daher, die Entwicklung innovativer digitaler Dienstleistungsangebote wie Telemedizin und Gesundheits-Apps zu unterstützen. Sie bietet vielseitige Möglichkeiten, um die zeit- und wohnortnahe Versorgung in den verschiedensten medizinischen Fachdisziplinen zu gewährleisten.

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Erweiterung der mediendidaktischen Kompetenzen

"Welche Angebote zur Erweiterung der mediendidaktischen Kompetenzen der Hochschullehrenden sind vorhanden und wie sollten sie gegebenenfalls ausgeweitet werden?"

Digitale Kompetenzen der Studierenden

"Wie können die digitalen Kompetenzen der Studierenden nachhaltig und den Anforderungen der Wissenschaft und des Arbeitsmarktes entsprechend gestärkt werden?"

Jeder Student sollte in der Lage sein digitale Strukturen sinnvoll zu nutzen - oft fehlt es jedoch bereits am Verständnis für grundlegende Eigenschaften des Internet. Da wird Google zu "dem Internet", eine Webseite zur einzigen Informationsquelle und ein Facebook-Post zu einer geprüften Studie. Verständnis der Strukturen und Einordnung sowie Prüfung von Quellen ist jedoch in fast jedem Themenfeld notwendig um im späteren Beruf fehlende Informationen selbstständig und zuverlässig zu beschaffen.
Studies (inbes. Ingenieure & Nat.wissenschaftler) soll(t)en schon an dem 1.Sem. _eine_ Programmiersprache lernen, bsp.weise FORTRAN, C, ... Dies lehrt & trainiert das Verständnis der "Abläufe" im Rechner und insbes. zw. CPU, RAM und Massenspeicher ! Parallel dazu ist das Erlernen einer "höheren" (mathem.) Sprache wie z.B. MATLAB/octave/MATHEMATICA in Verbindung mit den entspr. Themen in Mathematik sinnvoll.

Hochschulübergreifende Kooperation und Zusammenarbeit

"Wie kann durch hochschulübergreifende Kooperation und Zusammenarbeit und Bündelung der Ressourcen eine leistungsfähige IT-Infrastruktur und den Anforderungen entsprechende IT-Dienstleistungen für alle Partner bereit- und sichergestellt werden?"

Systeme sollten so programmiert werden, dass sie einen Rahmen an Grundsätzen aus dem GG erfüllen.
Diese sollten auch durch den Code mithilfe von beispielsweise "Blockchain" so gefestigt werden, dass sie auch nicht so einfach verändert werden können.

Digitalisierung im Fokus der Wissenschaft

"Welche Forschungsfragen und Themen der Digitalisierung stehen in den kommenden Jahren im Fokus der Wissenschaft?"

Wie viel Digitalisierung ist sinnvoll, wo bietet sie Vorteile, welche digitale Gesellschaft wollen wir und welche nicht?
"Künstliche Intelligenz": maschinelles Lernen, künstliche neuronale Netze, "deep learning"
HPC - "High Performance Computing"; effiziente Algorithmen; Zusammenhang Versuch/Experiment und Modellierung/Simulation

Forschungsaktivitäten zu digitalen Themen

"Wie können die Ergebnisse von Forschungsaktivitäten zu digitalen Themen praktischen Einfluss auf den Digitalisierungsprozess nehmen?"

Damit Forschungsergebnisse praktischen Einfluss nehmen können, müssen diese bei Unternehmern, Entscheidern und Innovatoren bekannt werden. Hier wäre eine Förderung von Open-Access-Veröffentlichungen eine sinnvolle erste Maßnahme.

Gesellschaftliche Rahmenbedingungen und rechtliche Normen

"Wie gelingt es, bestehende gesellschaftliche Rahmenbedingungen und rechtliche Normen im Hinblick auf die Digitalisierung in der Forschung zu berücksichtigen oder weiter zu entwickeln?"

Meiner Ansicht nach wurden viele Fragen an die Digitalisierung noch nicht befriedigend beantwortet, zum Beispiel: Was wünschen wir uns von der Digitalisierung? Unterhaltung, Arbeitserleichterung, vereinfachter Handel, Sicherheit? Weitgehende Automatisierung? Wo liegen ethische / moralische Grenzen der neuen Technologien? Wünschen wir uns die selbsttätige Arbeitsmaschine / das selbstfahrende Auto / die autonome Kampfdrohne und wo ziehen wir Grenzen? Ist die Auswertung unserer privaten Daten verwerflich, oder zur Aufwertung unserer Gesundheit, Sicherheit oder zum Angebot zielgerichteter Werbung und der damit verbundenen Umsätze gewünscht und notwendig? Aus der Diskussion dieser Fragen lässt sich vielleicht ein Kurs für die Digitalisierung ableiten und rechtliche Rahmenbedingungen könnten bereits im Vorfeld den Weg für innovative Konzepte ebnen.
Die Digitalisierung ermöglicht Kommunikation und Informationsaustausch in bisher nie dagewesenem Ausmaß. Es sollte ein freier und offener Umgang auch in der digitalen Welt angestrebt werden. Hierzu zählt insbesondere die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse unter einer freien Lizenz, sodass nachfolgende Forschungen diese als Informationsquelle nutzen können. Ebenfalls kann es lohnenswert sein bereits während der Forschung öffentlich über den Fortschritt zu informieren - so können auch parallel laufende Projekte von den bereits gewonnenen Informationen profitieren und ggf. hilfreiche Anmerkungen einbringen.

Verwaltung

Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, die Verwaltung und Justiz zu modernisieren, die Abläufe zu optimieren und Personal zu schonen. Digitale Dienstleistungen können von jedem Ort und zu jeder Zeit abgerufen werden. E-Government bietet somit die Chancen für ein bürger- und wirtschaftsfreundliches Dienstleistungsangebot der Verwaltung.

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Neue Trends im Gesundheitswesen

"Wie sind neue Trends, wie mobile Anwendungen (Apps) oder digitale Wearables im Gesundheitswesen zu bewerten?"

"Geldmacherei" vs. sinnvoller Einsatz bei Notfällen
Hallo, es gibt dazu eine Studie vom Gesundheitsministerium (Bund): http://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2016/studie-gesundheits-apps.html
VG

E-Health-Applikationen

"Wie müssen E-Health-Applikationen konzipiert sein, dass sie grundlegende Prozesse im Gesundheitssystem unterstützen und vereinfachen?"

Telemedizin

"Wie können wir durch Telemedizin eine Verbesserung der Versorgungs- und Behandlungssituation, nicht nur in dünn besiedelten Gebieten, erreichen?"

Die Online-Videosprechstunde muss zum Standard bei Erstgesprächen werden. Sowohl in ländlichen Regionen, wie auch in Städten mit hoher Verkehrsdichte. Erst nach dem Abklärungsgespräch sollte sich der Patient in die Praxis begeben müssen, außer bei Notfällen. Mit diesem Vorgehen ließen sich Wartezeiten und Verkehrsbelastung auf ungeahnte Weise senken. Der Rahmen zur Kostenerstattung für Kassenpatienten, den das e-Health-Gesetz ab Juli 2017 vorsieht, sollte dafür weiter ausgebaut werden.
Zuerst sollte man mit geeigneten Mitteln unterbinden, dass Bürger unnötig zum Arzt gehen und Kosten verursachen. Stichwort: Ärztehopping.
Die Pharmaindustrie sollte noch stärker bei der Preisgestaltung ihrer Produkte restriktiert werden.
Mit dem eingesparten Geld kann man dann die Ansiedlung und Honorierung der Ärzte in ländlichen Gebieten verbessern.
... dünn besiedelte ländliche Gebiete oder wie erreiche ich den nächsten Arzt ?
Für manche Menschen sind 50 km keine nennenswerte Entfernung, für andere 50 mtr. eine nicht zu bewältigende Wegstrecke.
Man sollte die Ärzte dazu bewegen täglich, z.B. in einem bestimmten Zeitfenster, eine Telefonsprechstunde einzurichten und ihren Patienten anzubieten.
Man fühlt sich nicht unter psychischen wie physischen Druck gesetzt in eine Praxis zu müssen, auch wenn man gesundheitlich kaum dazu in der Lage ist, um mit dem Arzt reden zu können und eine Beratung, Rat und Hilfe zu bekommen.
Der Arzt kann dann aufgrund dieses Gespräches entscheiden ob es in diesem Fall ausreichend ist und eine entsprechende Entscheidung treffen.
Man spart sich die Fahrt, Zeit und Kosten für den Weg in die Praxis und zurück.
Man schont die Umwelt, spart Ressourcen, hat keinen Verkehrsstreß und Zeitdruck.
Man setzt andere, aber auch sich selbst nicht der Infektionsgefahr im Wartezimmer aus.
Sicher ist Telemedizin nicht die Lösung für alles, aber zunehmend sinnvoll und hilfreich für vieles.
Nicht: es lebe die Digitalisierung,
sondern nutze sie sinnvoll und
lebe länger durch die Digitalisierung
Die Telemedizin sollte natürlich in den ländlichen Gebieten Vorrang haben. Falls ein Patient eine Langzeit-EKG Überwachung braucht, die für seine Herzerkrankung notwendig ist, sollte er sie bekommen, auch wenn er nicht so weit weg von einem Krankenhaus wohnt. Hier sollte der Arzt entscheiden, was am sinnvollsten ist.

Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten

Umfeld miteinander verbinden, um die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten zu verbessern?"

Sinnvolle Anwendungen der Telemedizin auf dem Weg in die Regelversorgung

"Wie erreichen wir das Ziel, sinnvolle Anwendungen der Telemedizin auf dem schnellstmöglichen Weg in die Regelversorgung und damit zu den Patientinnen und Patienten zu bringen?"

Möglichkeiten zur Erhebung individueller Gesundheitsdaten

"Wie kann sichergestellt werden, dass die umfassenden Möglichkeiten zur Erhebung individueller Gesundheitsdaten das Solidarprinzip in Versicherungen nicht einschränken und die Datenhoheit gewährt wird?"

Vernetzte Gesundheitslandschaft in Rheinland-Pfalz

"Wie können wir eine vernetzte Gesundheitslandschaft in Rheinland-Pfalz gestalten, in der IT-Technologien Brücken zwischen verschiedenen Gesundheitsanbietern ebenso bilden wie zwischen den Patientinnen und Patienten und den Ärztinnen und Ärzten?"

Sicherheit

Für eine erfolgreiche Digitalisierung ist ein umfassender Schutz vertrauenswürdiger IT-Strukturen des Landes vor Cyber-Angriffen zwingend notwendig. Ebenso wichtig ist die sichere Verarbeitung von Daten in den Verwaltungen.

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Anforderungen an gute Verbraucherinformation

"Welche Anforderungen sind an gute Verbraucherinformation zu stellen?"

Unkompliziert. Verständlich und irgendwo vereinheitlicht.
Viele wissen welche Daten sie online stellen.
Was mit diesen Daten passiert muss direkt, klar, transparent und ehrlich an die Person vermittelt werden.

Werden meine Daten an Dritte weiterverkauft?
Zu welchen Zwecken?
Ideologisch? Politisch? Wirtschaftlich? Ökologisch?
Zeitnah, verständlich, wesentlich,

Digitale Kommunikation in der Verbraucherberatung

"Welche Chancen birgt die digitale Kommunikation für die Verbraucherberatung?"

Sie muss gut, zutreffend und auf den betreffenden Fall abgestimmt sein, genauso wie die persönliche Beratung

Innovationen im Einklang mit dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung

"Wie kann Rechtsetzung effektiv und angemessen erfolgen, um Innovationen zu ermöglichen, die mit dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung in Einklang zu bringen sind?"

Systeme sollten so programmiert werden, dass sie einen Rahmen an Grundsätzen aus dem GG erfüllen.
Diese sollten auch durch den Code mithilfe von beispielsweise "Blockchain" so gefestigt werden, dass sie auch nicht so einfach verändert werden können.

Kontroll- und Durchsetzungsstrukturen

"Wie müssen effektive Kontroll- und Durchsetzungsstrukturen in der Digitalen Welt beschaffen sein?"

Mir erscheint es zunächst einmal angezeigt, die bereits bestehenden Kontrollmöglichkeiten besser zu nutzen.
Konkret denke ich hier an die (behördlichen) Datenschutzbeauftragten, die ihre Aufgabe meiner Wahrnehmung nach nur pro forma ausüben: Wenn bei einer Informationsfreiheitsanfrage herauskommt, dass es in den letzten Jahren nicht einen einzigen dokumentierten Datenschutzvorfall gegeben hat, dann ist das eher ein Zeichen dafür, dass der Datenschutzbeauftragte seinen Job (aus meiner Sicht) nicht macht, alsdass in der Behörde alles rund läuft.
Ich vermute mal, dass für die betrieblichen Datenschutzbeauftragten Ähnliches zutreffend ist.

Würden die Datenschutzbeauftragten den verantwortlichen Stellen sowohl mit ihrer Expertise zur Verfügung stehen und praxisorientierte Vorschläge zur Wahrung des Datenschutzes unterbreiten, als auch regelmäßig Kontrollen der Prozesse und ihrer Umsetzung (bis an die Schreibtische der Mitarbeiter) durchführen, wäre meiner Einschätzung nach schon viel gewonnen.
Ein möglicher Ansatz wären tatsächliche Kontrollen der betrieblichen/behördlichen Datenschutzbeauftragten durch einen personell und an Befugnissen starken Landesdatenschutzbeauftragten.
Selbstverständlich sollte es mit dem GG vereinbar sein.

Allerdings auch so, dass man nicht alles nur nach Standardkriterien kontrolliert und durchsetzt, sondern auch die Kapazitäten von Code und künstlicher Intelligenz ausnutzt, um möglichst detaillreiche Antworten und Lösungen auf Probleme zu finden.

Zur Zeit ist das Gefühl, dass es eine Schublade für alles gibt und diese ändern sich nie.
Mit der Realität hat das wenig zu tun, denn nach einer gewissen Zeit verändern sich die Sachlagen und transformieren sich.

Schutz vor Hate Speech

"Wie können wir die Nutzerinnen und Nutzer im Internet vor Hate Speech schützen?"

Prinzipiell schließe ich mich der Forderung nach einer klaren, einfach erreichbaren Meldestelle an, ob jedoch gesetzliche Regelungen notwendig sind halte ich in großen Teilen für fragwürdig. Es gibt bereits für die meisten Fälle geltende

Gesetze, welche einen guten Mittelweg zwischen Schutz und Freiheit schaffen. Es sollte immer im Auge behalten werden, dass in einer Demokratie auch die anderen Meinungen zu Wort kommen müssen, so lange sie keine direkten Angriffe oder

Aufrufe zu strafbaren Handlungen beinhalten.
Die 24h-Frist klingt sinnvoll, würde jedoch eine deutlich höhere Personaldecke der Gerichte erfordern, welche vor der Löschung die Rechtmäßigkeit prüfen müssten. Angesichts der teilweise jetzt schon herrschenden Personalnot mit folgender

"wir-winken-alles-durch"-Mentalität klingt das ohne personelle Konsequenzen nach hohem Konfliktpotential.
Das Thema "Hate Speech" ist - insbesondere durch den Vorschlag von Facebook - auch aktuell auf die Agenda gerückt.
Generell: ich halte wenig bis gar nichts von "Selbstverpflichtungen" oder freiwilligen Maßnahmen der von großen Unternehmen.

Aus folgenden Gründen:
- die Portale wie Facebook haben kein übermäßiges Interesse an einer Reglementierung, da diese unter Umständen Nutzer und damit Konsumenten von Werbung verprellen könnten
- Intransparenz: bei einer In-House-Regelung wäre unklar, wann in welchen Fällen eine Reaktion erfolgen würde
- fehlende Kontrolle der Portale, da Beschwerden intern "geregelt" werden
- keine Möglichkeit der Beschwerde durch Betroffene
- Gefahr der Zensur

Besser:
Gesetzliche Regelung mit einer Beschwerdestelle, die Hate Speech Beiträge oder Kommentare entgegen nimmt, an die Portale weiterleitet und innerhalb von 24 Stunden eine Reaktion einfordert und überwacht. Im Falle der Nicht-Einhaltung - Bußgeld in einer Größenordnung, die auch für ein Portal spürbar ist.

Anschließend:
Prüfung, ob es sich bei dem Beitrag / Kommentar um eine strafbare Handlung handelt und diese auch konsequent verfolgen.

Klingt nach Law & Order, aber in vielen Köpfen sieht man das Internet als einen rechtsfreien Raum an. Ergo muss man diesen auch wieder so "zurückerobern" wie einst den Wilden Westen der Vereinigten Staaten. Appelle, freiwillige Selbstkontrollen und so weiter mögen in der realen Welt (noch) funktionieren. Im Web - meiner Meinung nach - nicht.

Verschlüsselungstechnologien

"Welche Chancen bieten Verschlüsselungstechnologien für digitale Kommunikation?"

Verschlüsselung sollte nicht als Chance sondern als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Es ist mir schleierhaft, warum viele Behörden und Firmen bestehende Systeme mit Ende-zu-Ende-Verschlüsseltung wie PGP oder X.509 nicht nutzen und stattdessen keine digitale Kommunikation anbieten oder personenbezogene Daten für jeden lesbar übermitteln. HTTPS auf Webseiten, PGP für E-Mail oder andere Nachrichtendienste sollte Standard sein um eine sichere und vertrauliche Kommunikation sicherzustellen.
Die genannten Kommunikationsmittel nutzen alle Dienste, welche im Ausland beheimatet und sicherheitstechnisch fragwürdig sind. Hierüber personenbezogene Daten zu verarbeiten würde ich zwischen rechtswidrig und fahrlässig einordnen.
HTTPS Zertifikate als Grundbestandteil von Webseiten. Es gibt viele Webseiten von Gemeinden, die nicht verschlüsselt sind. Das ist katastrophal.

Office 365, G Suite oder Slack als Kommunikationsmittel.

Deutscher Passwort-Manager und Authenticator vielleicht?

Netzneutralität

"Wie können wir in Zukunft die Netzneutralität sicherstellen?"

Primär durch Festschreibung in einem Gesetz, wie es z.B. bereits in den Niederlanden in Teilbereichen geschehen ist.
Netzneutralität ist eine schwierige Angelegenheit und sollte auch von unparteiischen unabhängigen neutralen Professionellen ausdiskutiert werden.
Durch staatliche Kontrolle.
Auf keinen Fall darf dieses Spielfeld den wirtschaftlichen Interessen der Internet Provider überlassen werden, hier ist der Gesetzgeber gefordert. Eine Mehr-Klassen Gesellschaft sollte es hier nicht geben. Das passiert ja leider schon durch die unterschiedliche Bandbreiten-Verfügbarkeiten. Ausnahmen für z.B. hoheitliche Zwecke des Staates sind aber wohl notwendig.

Speicherung und Nutzung von Daten

"Wie weit darf die Speicherung und Nutzung von Daten gehen?"

Bei Werbung sollte ein Zeitfenster gesetzt werden, wie lange eine Firma bestimmte Daten erhält.

Man sollte nicht einfach so in der Lage sein auf diese Daten zuzugreifen, sondern wenn sie wichtig sind.
Wenn Facebook gewisse Informationen täglich benötigt, verwendet und das auch so argumentieren kann, sollten sie einen einfachen Zugriff darauf haben.
Wenn sie etwas für eine Werbeanzeige benötigen, sollten Sie aber gewisse Rahmenbedingungen gesetzt bekommen. Vielleicht zeitlich befristet oder mit einer Sondererlaubnis.

All' das aber nur, wenn es keinen überwältigenden Mehraufwand hat.

Modernes Urheberrecht

"Wie muss ein modernes Urheberrecht ausgestaltet sein?"

Offen und einfach verständlich. Nutzungseinschränkungen wie Geo-Blocking oder Vendor-Lock-In (nur auf Gerät XYZ abspielbar), welche Konsumenten einen Kauf oder die Nutzung unmöglich machen, sind abzulehnen. Fortschritt basiert in den meisten Fällen auf einer Verbesserung bestehender Dinge, aktuell kommt es jedoch häufig zu Situationen, in denen man die nötigen Lizenzen gar nicht erwerben kann. Personen, welche Produkte oder Publikationen veröffentlichen, sollten verpflichtet werden auch Veröffentlichungs- und Remix-Lizenzen anbieten zu müssen. Diese sollten preislich in einem definierten Maximalverhältnis zu einer Konsumentenlizenz stehen und nach klar definierten Anwendungsfällen gestaffelt sein.

Lizenzmodelle der Zukunft

"Wie können Lizenzmodelle der Zukunft aussehen?"

Diese Forderung finde ich nicht als Zielführend. Unternehmen sollten für ihre Produkte keine Zwangspreise vorgeschrieben bekommen. Gerade in diesem Fall gibt es genügend Alternativen, sodass der Markt das selbst regeln kann.
Für wohltätige Organisationen, soziale Vereine und soziale Startups sollten Lizenzen günstiger oder sogar kostenlos.
Wenn ich mich mit 50 Jugendlichen arbeite und eine Kommunikationsplattform brauche, kostet mich diese bei G-Suite 4€/Kind, Office 365 Essentials 5€/Kind.
Slack kann ich auch verwenden, aber das bringt eine neue digitale Kommunikationvariante in das Gemisch und bringt Unübersicht rein.

Verbraucherschutz

Verbraucherinnen und Verbrauchern eröffnen sich durch die technologische Entwicklung immer vielfältigere kommerzielle Angebote sowie Informations- und Partizipationsmöglichkeiten. Gleichzeitig ergeben sich jedoch neue Verbraucher- und Datenschutzrisiken und Herausforderungen aus Verschlüsselungen, Big Data und Cloud Computing.

Erfahren Sie mehr über das Thema Verbraucherschutz


Anforderungen an gute Verbraucherinformation

"Welche Anforderungen sind an gute Verbraucherinformation zu stellen?"

Unkompliziert. Verständlich und irgendwo vereinheitlicht.
Viele wissen welche Daten sie online stellen.
Was mit diesen Daten passiert muss direkt, klar, transparent und ehrlich an die Person vermittelt werden.

Werden meine Daten an Dritte weiterverkauft?
Zu welchen Zwecken?
Ideologisch? Politisch? Wirtschaftlich? Ökologisch?
Zeitnah, verständlich, wesentlich,

Digitale Kommunikation in der Verbraucherberatung

"Welche Chancen birgt die digitale Kommunikation für die Verbraucherberatung?"

Sie muss gut, zutreffend und auf den betreffenden Fall abgestimmt sein, genauso wie die persönliche Beratung

Innovationen im Einklang mit dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung

"Wie kann Rechtsetzung effektiv und angemessen erfolgen, um Innovationen zu ermöglichen, die mit dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung in Einklang zu bringen sind?"

Systeme sollten so programmiert werden, dass sie einen Rahmen an Grundsätzen aus dem GG erfüllen.
Diese sollten auch durch den Code mithilfe von beispielsweise "Blockchain" so gefestigt werden, dass sie auch nicht so einfach verändert werden können.

Kontroll- und Durchsetzungsstrukturen

"Wie müssen effektive Kontroll- und Durchsetzungsstrukturen in der Digitalen Welt beschaffen sein?"

Mir erscheint es zunächst einmal angezeigt, die bereits bestehenden Kontrollmöglichkeiten besser zu nutzen.
Konkret denke ich hier an die (behördlichen) Datenschutzbeauftragten, die ihre Aufgabe meiner Wahrnehmung nach nur pro forma ausüben: Wenn bei einer Informationsfreiheitsanfrage herauskommt, dass es in den letzten Jahren nicht einen einzigen dokumentierten Datenschutzvorfall gegeben hat, dann ist das eher ein Zeichen dafür, dass der Datenschutzbeauftragte seinen Job (aus meiner Sicht) nicht macht, alsdass in der Behörde alles rund läuft.
Ich vermute mal, dass für die betrieblichen Datenschutzbeauftragten Ähnliches zutreffend ist.

Würden die Datenschutzbeauftragten den verantwortlichen Stellen sowohl mit ihrer Expertise zur Verfügung stehen und praxisorientierte Vorschläge zur Wahrung des Datenschutzes unterbreiten, als auch regelmäßig Kontrollen der Prozesse und ihrer Umsetzung (bis an die Schreibtische der Mitarbeiter) durchführen, wäre meiner Einschätzung nach schon viel gewonnen.
Ein möglicher Ansatz wären tatsächliche Kontrollen der betrieblichen/behördlichen Datenschutzbeauftragten durch einen personell und an Befugnissen starken Landesdatenschutzbeauftragten.
Selbstverständlich sollte es mit dem GG vereinbar sein.

Allerdings auch so, dass man nicht alles nur nach Standardkriterien kontrolliert und durchsetzt, sondern auch die Kapazitäten von Code und künstlicher Intelligenz ausnutzt, um möglichst detaillreiche Antworten und Lösungen auf Probleme zu finden.

Zur Zeit ist das Gefühl, dass es eine Schublade für alles gibt und diese ändern sich nie.
Mit der Realität hat das wenig zu tun, denn nach einer gewissen Zeit verändern sich die Sachlagen und transformieren sich.

Schutz vor Hate Speech

"Wie können wir die Nutzerinnen und Nutzer im Internet vor Hate Speech schützen?"

Prinzipiell schließe ich mich der Forderung nach einer klaren, einfach erreichbaren Meldestelle an, ob jedoch gesetzliche Regelungen notwendig sind halte ich in großen Teilen für fragwürdig. Es gibt bereits für die meisten Fälle geltende

Gesetze, welche einen guten Mittelweg zwischen Schutz und Freiheit schaffen. Es sollte immer im Auge behalten werden, dass in einer Demokratie auch die anderen Meinungen zu Wort kommen müssen, so lange sie keine direkten Angriffe oder

Aufrufe zu strafbaren Handlungen beinhalten.
Die 24h-Frist klingt sinnvoll, würde jedoch eine deutlich höhere Personaldecke der Gerichte erfordern, welche vor der Löschung die Rechtmäßigkeit prüfen müssten. Angesichts der teilweise jetzt schon herrschenden Personalnot mit folgender

"wir-winken-alles-durch"-Mentalität klingt das ohne personelle Konsequenzen nach hohem Konfliktpotential.
Das Thema "Hate Speech" ist - insbesondere durch den Vorschlag von Facebook - auch aktuell auf die Agenda gerückt.
Generell: ich halte wenig bis gar nichts von "Selbstverpflichtungen" oder freiwilligen Maßnahmen der von großen Unternehmen.

Aus folgenden Gründen:
- die Portale wie Facebook haben kein übermäßiges Interesse an einer Reglementierung, da diese unter Umständen Nutzer und damit Konsumenten von Werbung verprellen könnten
- Intransparenz: bei einer In-House-Regelung wäre unklar, wann in welchen Fällen eine Reaktion erfolgen würde
- fehlende Kontrolle der Portale, da Beschwerden intern "geregelt" werden
- keine Möglichkeit der Beschwerde durch Betroffene
- Gefahr der Zensur

Besser:
Gesetzliche Regelung mit einer Beschwerdestelle, die Hate Speech Beiträge oder Kommentare entgegen nimmt, an die Portale weiterleitet und innerhalb von 24 Stunden eine Reaktion einfordert und überwacht. Im Falle der Nicht-Einhaltung - Bußgeld in einer Größenordnung, die auch für ein Portal spürbar ist.

Anschließend:
Prüfung, ob es sich bei dem Beitrag / Kommentar um eine strafbare Handlung handelt und diese auch konsequent verfolgen.

Klingt nach Law & Order, aber in vielen Köpfen sieht man das Internet als einen rechtsfreien Raum an. Ergo muss man diesen auch wieder so "zurückerobern" wie einst den Wilden Westen der Vereinigten Staaten. Appelle, freiwillige Selbstkontrollen und so weiter mögen in der realen Welt (noch) funktionieren. Im Web - meiner Meinung nach - nicht.

Verschlüsselungstechnologien

"Welche Chancen bieten Verschlüsselungstechnologien für digitale Kommunikation?"

Verschlüsselung sollte nicht als Chance sondern als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Es ist mir schleierhaft, warum viele Behörden und Firmen bestehende Systeme mit Ende-zu-Ende-Verschlüsseltung wie PGP oder X.509 nicht nutzen und stattdessen keine digitale Kommunikation anbieten oder personenbezogene Daten für jeden lesbar übermitteln. HTTPS auf Webseiten, PGP für E-Mail oder andere Nachrichtendienste sollte Standard sein um eine sichere und vertrauliche Kommunikation sicherzustellen.
Die genannten Kommunikationsmittel nutzen alle Dienste, welche im Ausland beheimatet und sicherheitstechnisch fragwürdig sind. Hierüber personenbezogene Daten zu verarbeiten würde ich zwischen rechtswidrig und fahrlässig einordnen.
HTTPS Zertifikate als Grundbestandteil von Webseiten. Es gibt viele Webseiten von Gemeinden, die nicht verschlüsselt sind. Das ist katastrophal.

Office 365, G Suite oder Slack als Kommunikationsmittel.

Deutscher Passwort-Manager und Authenticator vielleicht?

Netzneutralität

"Wie können wir in Zukunft die Netzneutralität sicherstellen?"

Primär durch Festschreibung in einem Gesetz, wie es z.B. bereits in den Niederlanden in Teilbereichen geschehen ist.
Netzneutralität ist eine schwierige Angelegenheit und sollte auch von unparteiischen unabhängigen neutralen Professionellen ausdiskutiert werden.
Durch staatliche Kontrolle.
Auf keinen Fall darf dieses Spielfeld den wirtschaftlichen Interessen der Internet Provider überlassen werden, hier ist der Gesetzgeber gefordert. Eine Mehr-Klassen Gesellschaft sollte es hier nicht geben. Das passiert ja leider schon durch die unterschiedliche Bandbreiten-Verfügbarkeiten. Ausnahmen für z.B. hoheitliche Zwecke des Staates sind aber wohl notwendig.

Speicherung und Nutzung von Daten

"Wie weit darf die Speicherung und Nutzung von Daten gehen?"

Bei Werbung sollte ein Zeitfenster gesetzt werden, wie lange eine Firma bestimmte Daten erhält.

Man sollte nicht einfach so in der Lage sein auf diese Daten zuzugreifen, sondern wenn sie wichtig sind.
Wenn Facebook gewisse Informationen täglich benötigt, verwendet und das auch so argumentieren kann, sollten sie einen einfachen Zugriff darauf haben.
Wenn sie etwas für eine Werbeanzeige benötigen, sollten Sie aber gewisse Rahmenbedingungen gesetzt bekommen. Vielleicht zeitlich befristet oder mit einer Sondererlaubnis.

All' das aber nur, wenn es keinen überwältigenden Mehraufwand hat.

Modernes Urheberrecht

"Wie muss ein modernes Urheberrecht ausgestaltet sein?"

Offen und einfach verständlich. Nutzungseinschränkungen wie Geo-Blocking oder Vendor-Lock-In (nur auf Gerät XYZ abspielbar), welche Konsumenten einen Kauf oder die Nutzung unmöglich machen, sind abzulehnen. Fortschritt basiert in den meisten Fällen auf einer Verbesserung bestehender Dinge, aktuell kommt es jedoch häufig zu Situationen, in denen man die nötigen Lizenzen gar nicht erwerben kann. Personen, welche Produkte oder Publikationen veröffentlichen, sollten verpflichtet werden auch Veröffentlichungs- und Remix-Lizenzen anbieten zu müssen. Diese sollten preislich in einem definierten Maximalverhältnis zu einer Konsumentenlizenz stehen und nach klar definierten Anwendungsfällen gestaffelt sein.

Lizenzmodelle der Zukunft

"Wie können Lizenzmodelle der Zukunft aussehen?"

Diese Forderung finde ich nicht als Zielführend. Unternehmen sollten für ihre Produkte keine Zwangspreise vorgeschrieben bekommen. Gerade in diesem Fall gibt es genügend Alternativen, sodass der Markt das selbst regeln kann.
Für wohltätige Organisationen, soziale Vereine und soziale Startups sollten Lizenzen günstiger oder sogar kostenlos.
Wenn ich mich mit 50 Jugendlichen arbeite und eine Kommunikationsplattform brauche, kostet mich diese bei G-Suite 4€/Kind, Office 365 Essentials 5€/Kind.
Slack kann ich auch verwenden, aber das bringt eine neue digitale Kommunikationvariante in das Gemisch und bringt Unübersicht rein.

Teilhabe

Eine barrierefrei gestaltete digitale Infrastruktur bietet beispielsweise für Menschen mit Behinderungen, Migrantinnen und Migranten sowie für ältere Menschen oftmals einen entscheidenden Schritt hin zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe. Die Digitalisierung bietet darüber hinaus für alle Bürgerinnen und Bürger des Landes neue Möglichkeiten der kulturellen Teilhabe.

Erfahren Sie mehr über das Thema Teilhabe


Datenmengen in den Behörden

"Wie können die stetig wachsenden Datenmengen in den Behörden von Rheinland-Pfalz sicher und wirtschaftlich gespeichert bzw. vorgehalten werden?"

Primär sollte die Frage lauten: Welche Daten sollten gespeichert werden und wie können wir vorgehen um möglichst wenige Daten zu speichern. Eine Überlegung wäre es wert, so zu speichern, dass die Person hinter den Daten den Zugriff auf seine Daten selbst bestätigen muss.
Auf jeden Fall nicht so wie zur Zeit im Justizvollzug. Mit jedem Update von BASIS-Web reagiert das Programm schwerfälliger und träger auf Anfragen.
Zunächst durch ein durchdachtes Konzept bzgl. der zu erhebenden Daten: Welche Behörde benötigt welche Daten (exklusiv / inklusiv), welche davon sind für die übergeordnete Behörden wichtig (Klarform / anynomisiert) Gibt es Grundsdaten die alle Bereiche gleicher massen beötigen? Dann die Sicherstellung der Einhaltung des BDSG inclusiv laufender Kontrolle. Davon abgeleitet kann anhand der Datenmenge RZ Kapazitäten ermittelt werden und bereit gestellt werden. Zur Adminstration / Hosting s. Vorredner
Was ist denn beim Land RLP wirtschaftlich?
Ich würde ja ein Dokumentenmanagementsystem empfehlen, allerdings sind da die Kosten für die Clients und die nicht zu unterschätzenden Administrativen Kosten (qualifiziertes Personal) zu erwähnen. Sichern würde ich alles in einer landeseigenen Cloudlösung.

Aber wie gesagt, kommt drauf an was das Land bezahlen möchte. Wenn ich nur Bananen bezahle bekomme ich halt auch nur Affen. Oder anders gesagt, Gut und günstig gibt es in diesem Fall nicht.

Informationssicherheitsinfrastruktur

"Wie kann Rheinland-Pfalz eine wirkungsvolle Informationssicherheitsinfrastruktur gestalten, um die globalen IT-Angriffe abzuwehren?"

Wie Andere bereits sagten sollte man freie Software und Formate nutzen, da hier der Quellcode einsehbar und von unabhängigen Fachleuten geprüft werden kann. Die Einhaltung des BSI Grundschutzkatalogs als Mindestkonzept sollte ebenfalls selbstverständlich sein. Der Einsatz moderner Technologien wie 2-Faktor-Authentifizierung kann unerwünschte Zugriffe von Seiten der Endgeräte ebenfalls mindern. Wichtig wäre es zudem die Anwender von der Wichtigkeit der Maßnahmen zu überzeugen - die beste Sicherung bringt nichts, wenn der Bearbeiter am Ende das Passwort an den Praktikanten gibt, auf Post-It notiert oder den nächstbesten USB-Stick in den Rechner steckt.
Hier sollte auf jeden Fall nicht an Personal und Ressourcen gespart werden, in welcher staatlichen Institution auch immer. Ob es ein Thema auf Landesebene ist, wage ich zu bezweifeln. Dann müsste es ja ein geschlossenes Netzwerk auf Landesebene geben.
Auf lange Sicht geht das nicht mit proprietären Programmen. Also keine Microsoftprodukte, kein Apple, sondern Opensourcesoftware verwenden. Das Personal schulen...
Solange die Regierung Sicherheitslücken bewusst verdeckt lässt, weil Staatstrojaner so arg wichtig sind, ruft diese Frage zum Kampf gegen die eigene Regierung auf.
In dem man Fachleute einsetzt, die allerdings Geld kosten.
Minimunm BSI und Grundschutzkataloge.Darüber hinaus ist das ein ganzheitliches Thema das die gesamte Bundesrepublik mit allen ihren Organen betrifft. Also ist hier nur ein einheitliches System sinnvoll, auch was die benötigten Resourcen (Mensch und Material) betrifft
Auch wenn man es in Mainz immer noch nicht recht wahrhaben will: Das Netz endet nicht an den Landesgrenzen! Ein globales Problem wie IT-Sicherheit kann also definitiv nicht regional gelöst werden, nötig sind vielmehr internationale oder mindestens europäische Initiativen.

Der Fall eines Ausfalles der digitalen Steuerung

"Wie kann die kritische Infrastruktur in Rheinland-Pfalz so erhalten werden, dass die wesentlichen Funktionen in den Bereichen Wasser/Abwasser-, Gas-, Strom- und Nahwärmenetze, Krankenhäuser, Telekommunikation und Radio sowie Verkehr und Logistik auch im Falle eines Ausfalles der digitalen Steuerung weiterhin erfüllt werden?"

Redundanz und Monitoring. Es ist immer wieder erstaunlich, dass man in der Praxis - gerade an kritischen stellen - eine solche Absicherung vernachlässigt. Ersatzsysteme sollten an allen kritischen Punkten vorgehalten, entsprechendes Wartungspersonal bereitgestellt und die konzepte regelmäßig getestet werden. Im Falle von Strom/TK/... können verteilte Generatoren/Puffer/Logiken bei Totalausfällen einen lokalen Notbetrieb ermöglichen.
Backup, BCM, Redundanzen, Desaster-RZ; Dezentralität soweit wie möglich (s. Sicherheitskonzept)

Notrufmanagement

"Wie kann das Notrufmanagement weiterhin verbessert werden?"

Gerade Katwarn hat in letzter Zeit immer wieder gezeigt, dass die Technik nicht zuverlässig ist. Die App weist häufig Kompatibilitätsprobleme auf, Alarme kommen häufig nicht an oder nur mit starker Verzögerung (beim letzten Test teils >10 Minuten). Auch gibt es keine Schnittstellen, sodass es nicht möglich ist z.B. ein Gebäudealarm automatisiert an diese Alarme anzubinden. In Notfällen wäre hier auch das Mobilfunknetz kaum ausreichend.
Für die digitale Alarmierung würde ich mir wünschen, dass die Behörden hier auf eine dezentrale, offene Lösung setzen. Katwarn und Nina können hier eine Säule sein, die Informationen sollten aber so weit gestreut wie möglich Verfügbar sein. Ich denke für eine Internetbasierte Lösung hier z.B. an eine hochverfügbare Webseite, welche es Drittanbietern ermöglicht Alarme auf beliebige Infrastrukturen (Social Media, Messenger, etc) weiterzuleiten. Auch sollten bestehende Systeme angebunden werden - der Mobilfunkstandard bietet z.B. eine Möglichkeit Katastrophenmeldungen auszusenden, welche in Deutschland nicht genutzt wird. Eine weitere Idee wäre es lokale Funksender bereitzuhalten, welche Meldungen auf einem Funkkanal aussenden können - interessant wären hier z.B. Radiofrequenzen (da jeder sie Empfangen kann) oder ein CB-Kanal (Geräte leicht verfügbar, oft hohe Reichweiten).
Zur schnellen *Information* über Notfälle und Störungen wäre die Integration in bestehende Warndienste wie NINA oder KATWARN zu diskutieren:

http://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html

https://katwarn.de/

Allerdings setzt eine entsprechende Alarmierung die weiter bestehende Funktionsfähigkeit der Mobilfunknetze voraus. Ohne Netz ginge auch hier nichts.

(Für den eigentlichen *Notruf* sind diese Anwendungen natürlich *nicht* vorgesehen.)
So etwas muss beim BCM und Desatermanagement Berücksichtigung finden. Eine Möglichkeit wäre wieder die Installation von Sirenen mit eigener Batterieversorgung (s. in Mannheim), damit könnte die Bevölkerung zumindest gewarnt werden
Hauptproblem ist hier in meinen Augen das fehlen einer zuverlässigen Alarmmöglichkeit. Festnetz soll bis 2018 abgeschaltet werden, die für VoIP-Anschlüsse nötigen Router sind in den meisten Gebäuden nicht abgesichert (Notstrom?) und Handynetze brechen regelmäßig durch überlast zusammen. Selbst die Funkdienste der Rettungskräfte haben nach meinen Informationen nicht überall ein vollständiges Konzept für z.B. für längerfristige Stromausfälle. Man sollte sich darum bemühen unabhängige und störsichere Lösungen zu entwickeln.