Was kommt nach „Arbeit 4.0“?

„Wenn wir über ‚Arbeit 4.0‘ sprechen, müssen wir nicht allzu weit in die Zukunft schauen, denn in vielen Berufen und Branchen findet die Digitalisierung längst statt. Heute wollen wir deshalb noch einmal einen etwas weiteren Blick in die Zukunft wagen und fragen, was uns eigentlich nach ‚Arbeit 4.0‘ erwartet.“ Mit diesen Worten eröffnete Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler heute in Trier die vierte Themenkonferenz im Rahmen des Masterplans „Zukunft der Arbeit in Rheinland-Pfalz“.

Die gut besuchte Veranstaltung zeigte, dass das Thema viele Menschen umtreibt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie möglicherweise im Jahr 2030 gearbeitet wird und zwar am Beispiel des Gesundheitswesens und der Industrie. Wie schon bei den vorherigen Themenkonferenzen fand ein intensiver Austausch mit dem Publikum statt. Über eine spezielle „Arbeit 4.0.“-Veranstaltungsapp und kleine Gruppen an Thementischen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, umfassend mit den Referenten zu diskutieren.

Der einführende Vortrag von Professor Ralph Bruders von der Technischen Universität Darmstadt befasste sich damit, wie Menschen und künstliche Intelligenz in Zukunft zusammenarbeiten werden. An den Thementischen ging es um Inhalte wie „Brauchen wir im Jahr 2030 noch Ärzte?“, „Mobiles Pflegen in 15 Jahren“ oder „Arbeit in der Industrie im Jahr 2030“.

Arbeitsministerin Bätzing-Lichtenthäler betonte, angesichts der Digitalisierung und der raschen Veränderungen sei ein Blick in die etwas fernere Zukunft schwierig. Es sei aber dennoch wichtig, möglichst frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen, um die Arbeitswelt der Zukunft im Interesse Aller zu gestalten. „Wir sind der technischen Entwicklung nicht ausgeliefert und nicht gezwungen, sie passiv zu ‚erdulden‘. Auch in Zukunft werden wir es sein, die entscheiden, wie wir beispielsweise eine gute Pflege alter oder kranker Menschen gestalten möchten. Die Entscheidung darüber müssen wir politisch treffen – die Technik kann nicht für uns entscheiden und das ist auch gut so“, sagte sie.

Die Ergebnisse und Erkenntnisse dieser und der im Laufe des Jahres vorangegangenen Themenkonferenzen und Workshops zu den verschiedenen Aspekten der Arbeit der Zukunft werden in den Masterplan „Zukunft der Arbeit in Rheinland-Pfalz“ Eingang finden, den die Landesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern, den Kammern und der Bundesagentur für Arbeit entwickelt.