Demografie

Stadt und Land, Jung und Alt vernetzen

Die „Megatrends“ des demografischen Wandels und der Digitalisierung sind eng miteinander verknüpft und wirken sich auf viele Lebensbereiche aus. Die Digitalisierung bietet dabei herausragende Chancen, die es zu ergreifen gilt, um die Bevölkerungsentwicklung im Land für alle Generationen gut zu gestalten.


Unsere Schwerpunkte:

  • Jedes Dorf in Rheinland-Pfalz wird zum Digitalen Dorf.

  • Die Landesregierung unterstützt durch Schulung und Beratung die Kommunen bei der Digitalisierung.

  • Coworking Spaces werden auch im ländlichen Raum etabliert.

  • Metropolregion Rhein-Neckar – länderübergreifend Themen der Digitalisierung vorantreiben.

  • Digitale Stadt Kaiserslautern – hier erprobte Lösungen werden allen Kommunen zur Verfügung stehen.

  • PC- und Internet-Treffs für ältere Menschen unterstützen.

  • Silver Tipps – sicher online!

  • Digitalbotschafter fördern digitale Teilhabe Älterer.

  • Landesinitiative Neue Nachbarschaften geht online auf neue-nachbarschaften.rlp.de.


Demografischen Wandel gestalten, ländliche Räume entwickeln – Jung und Alt vernetzen

Rheinland-Pfalz ist ein vielfältiges und modernes Land. Die Menschen leben in Städten und Dörfern. In Rheinland-Pfalz sind 60 Prozent der Fläche ländliche Regionen, die die fünf Ballungszentren einbetten. Jede Stadt, jede Region steht vor unterschiedlichen Herausforderungen. Rheinland-Pfalz bedeutet für die Menschen Heimat und ist auch in Zukunft allerorts, egal ob in der Stadt oder auf dem Land, lebenswert.

Digitale Anwendungen können dabei helfen, das Leben der Bürgerinnen und Bürger attraktiv zu halten. Die Landesregierung trägt mit ihren Maßnahmen dazu bei, dass junge Menschen in den ländlichen Regionen bleiben und sich neue Bürgerinnen und Bürger auch auf dem Land ansiedeln. Denn die digitalen Möglichkeiten können uns helfen, das Leben in der Gemeinde einfacher und unkomplizierter zu organisieren, selbst wenn ein Mensch jeden Tag etliche Kilometer zu seiner Arbeitsstelle pendelt oder im Schichtdienst arbeitet. Die Landesregierung wird hierbei auch die ältere Generation in der Teilhabe und Nutzung der digitalen Möglichkeiten und Chancen in ländlichen Räumen mit Qualifizierung und Beratungsangeboten unterstützen. Die Kommunen im Land entwickeln sich ins digitale Zeitalter und lokale Unternehmen bekommen neue Perspektiven. Die Technik steht dabei im Dienste der Menschen. Die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer legen Wert darauf, dass alle Generationen gemeinsam leben können und sich gegenseitig unterstützen. Junge und alte Menschen sollen hier ein gutes und selbstbestimmtes Leben führen können. 

Jedes Dorf in Rheinland-Pfalz wird zum Digitalen Dorf.

Die Landesregierung fördert – mit rund drei Millionen Euro – gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. und dem Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering digitale  Angebote im ländlichen Raum. Das Modellprojekt „Digitale Dörfer“ startete in Betzdorf im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) sowie Eisenberg und Göllheim im Landkreis Donnersbergkreis als Testregionen. Die „LieferBar“ – der Lieferservice für die Gemeinschaft – und die „Bestell-Bar“ – der regionale Online-Marktplatz – wurden im Jahr 2017 erprobt. Im Jahr 2018 wird das Angebot um die Gemeinde App, den „DorfFunk“ sowie die „DorfNews“ und die „FahrBar“, durch die die kommunale Mobilität einfach organisiert werden kann, ergänzt. Die Lösungen der Digitalen Dörfer sollen zukünftig in allen rheinland-pfälzischen Kommunen genutzt werden können.

Die Landesregierung unterstützt durch Schulung und Beratung die Kommunen bei der Digitalisierung.

Die Landesregierung macht die Kommunen fit für eine bürgerfreundliche digitale Verwaltung. Das Rheinland-Pfalz-Portal bietet für Land und Kommunen digitalen Service aus einer Hand. Im Landkreis Cochem-Zell, als Modelkommune E-Government, wurde in einer Kooperation Bund-Land und Kommune eine papierlose Verwaltung geschaffen. Auch ein Servicekonto ist bereits im Einsatz, welches Verwaltungsdienstleistungen, Zuständigkeiten und Ansprechpartner bündelt und so einen Weg zur einfachen, kostengünstigen und schnellen Umsetzung von Bürgerservices bietet. Die Landesregierung bietet den Kommunen begleitende Beratung an. Dafür hat die Entwicklungsagentur 
Rheinland-Pfalz e. V. im Auftrag der Landesregierung ein Angebot mit Workshops konzipiert, denn Bürgerinnen und Bürger, Politik und Wirtschaft vor Ort müssen ihre Handlungsspielräume und Möglichkeiten im digitalen Zeitalter kennenlernen. Um die Digitalisierung sinnvoll gestalten zu können, müssen sich die örtlichen Verwaltungsstrukturen weiterentwickeln. Die Landesregierung unterstützt sie hierbei.

Coworking Spaces werden auch im ländlichen Raum etabliert.

Die digitalen Möglichkeiten bringen neue, virtuelle Arbeitsmodelle hervor. Viele Bürgerinnen und Bürger können so von jedem beliebigen Ort aus arbeiten und sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen vernetzen. Nicht jeder möchte dabei aber zu Hause sitzen, sondern lieber Kontakt zu anderen Berufstätigen aufnehmen. Coworking Spaces, also gemeinsam genutzte Mietbüros, bieten neue Formen der Arbeit. Dadurch wird wohnortnahes Arbeiten ermöglicht, der lokale Konsum und die lokale Gemeinschaft gestärkt. Die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. führt einen Praxistest und die Entwicklung eines kommunal umsetzbaren Mietbüro-Modells für ländliche Grundzentren und Kleinstädte in Prüm durch. So werden Erkenntnisse auch für andere Kommunen gewonnen.

Metropolregion Rhein-Neckar – länderübergreifend Themen der Digitalisierung vorantreiben.

Die Landesregierung handelt vernetzt – auch über Ländergrenzen hinweg. Die Ausrichtung des Digitalgipfels der Bundesregierung 2017 in der Metropolregion Rhein-Neckar hat gezeigt, wie wichtig eine länderübergreifende Zusammenarbeit in Regionen ist, um die Potenziale der Digitalisierung zu heben. In der Metropolregion Rhein-Neckar arbeiten Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger gemeinsam an neuen Konzepten für ihre Region im Bereich Mobilität, Verwaltung oder Gesundheit, um sich als „Modellregion der digitalen Vernetzung“ zu etablieren. Beispiel ist die gemeinsame Behördennummer 115. In der Metropolregion Rhein-Neckar zeigt sich eine neue Kultur der Zusammenarbeit und die kluge Vernetzung der Akteure führt zu Fortschritt. Diese Kooperation fördert die Landesregierung auch in Zukunft.

Digitale Stadt Kaiserslautern – hier erprobte Lösungen werden allen Kommunen zur Verfügung stehen.

Die Landesregierung fördert ideell und finanziell mit knapp 1,7 Millionen Euro den Ausbau von Kaiserslautern zu einer digitalen Modellstadt für Rheinland-Pfalz. Hier werden die Vernetzung der Systeme in allen Bereichen der Stadt erreicht, neue Technologien praxisnah getestet und langfristige Smart-City-Lösungen eingeführt. Es werden gemeinsam mit den lokalen Akteuren vielfältige Projekte auf den Weg gebracht, Netzwerke aufgebaut und mit dem Slogan „herzlich digitale Stadt“ eine politische Leitlinie für den Umgang mit der Digitalisierung skizziert. Die Lösungen sollen allen Kommunen zur Verfügung stehen und alle wesentlichen Aspekte der Digitalisierung in Städten beleuchten.

PC- und Internet-Treffs für ältere Menschen unterstützen.

In Rheinland-Pfalz haben sich an über 60 Standorten PC- und Internet-Treffs für ältere Menschen etabliert. Die Treffs bieten Beratung, Begleitung und Hilfe bei den alltäglichen Fragen im Umgang mit neuen Medien. In den regionalen Treffs werden die Hilfesuchenden von gleichaltrigen ehrenamtlichen Internet-Tutorinnen und -Tutoren beim Einstieg in die digitale Welt unterstützt. Ende Oktober 2017 hat das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität Mainz die Broschüre mit den „PC- und Internet-Treffs für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz“ veröffentlicht, die von der Landesregierung gefördert wurde.

Silver Tipps – sicher online!

Das Serviceportal „Silver Tipps – sicher online!“ gibt fundiert, verständlich und werbefrei Antworten im Umgang mit dem Internet. Ältere Onlinerinnen und Onliner erhalten hier von Expertinnen und Experten oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern konkrete Informationen, Anregungen und Tipps, die den täglichen Umgang mit Internet, Smartphone und Co. sicher machen und Berührungsängste abbauen. Neue Medien bieten ein großes kreatives Potenzial, daher will das Portal Seniorinnen und Senioren auch neugierig machen und dazu anregen, neue Dinge auszuprobieren. „Silver Tipps – sicher online!“ ist ein Projekt der Initiative Medienintelligenz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest (MKFS), das gemeinsam mit den Partnern SWR, den Landesmedienanstalten Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, den Verbraucherzentralen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, den Datenschutzbeauftragten beider Bundesländer, dem MedienKompetenzNetzwerk Mainz-Rheinhessen, dem Bürgersender OK:TV Mainz, dem Netzwerk für Senior-Internet-Initiativen BW e. V. sowie dem Verband der Volkshochschulen Rheinland-Pfalz umgesetzt wird. 

Digitalbotschafter fördern digitale Teilhabe Älterer.

Mit Unterstützung der Landesregierung sollen in Rheinland-Pfalz in den kommenden drei Jahren Digitalbotschafter ausgebildet und in ihrer Arbeit unterstützt werden. Immer mehr ältere Menschen in Rheinland-Pfalz nutzen Smartphone und Tablet. Die ehrenamtlichen Digitalbotschafter sollen durch Qualifizierung und Vernetzung darin unterstützt werden, Ältere im Umgang mit der digitalen Alltagswelt (Internet, Smartphone und Co.) vor Ort oder bei Bedarf zu Hause zu begleiten. Die Landesregierung will Unsicherheiten und Ängste abbauen und Menschen stärken, die neuen Möglichkeiten wahrnehmen zu können.

Landesinitiative Neue Nachbarschaften geht online auf www.neue-nachbarschaften.rlp.de

Für ein gutes und selbstbestimmtes Leben im Alter braucht es vor Ort Netzwerke der gegenseitigen Unterstützung. Ziel der Landesinitiative „Neue Nachbarschaften – engagiert zusammen leben in Rheinland-Pfalz!“ ist es, das soziale Miteinander und die gegenseitige Unterstützung auf lokaler Ebene zu fördern. Es gibt hierzu Praxiswerkstätten und Netzwerktage. Die neue Website gibt erstmals eine Gesamtschau über die mehr als 100 lokalen Nachbarschaftsinitiativen und Bürgergemeinschaften, die in Rheinland-Pfalz bereits existieren. Sie hilft bei der gezielten Suche nach diesen Initiativen. So lassen sich auf Wunsch die Projekte anzeigen, die in einer Region zur Verfügung stehen: beispielsweise Mittagstische, Lesepatenschaften, Fahrdienste, Mitfahrbänke, Einkaufshilfen, Begleitungen zu Ämtern oder Ärzten, Straßenfeste, Gemeinschaftsgärten oder Auszeiten für pflegende Angehörige. Zudem gibt es für die bestehenden und für neue Initiativen praktische Arbeitshilfen und Informationen über Möglichkeiten der Unterstützung und Förderung.

WEITERE INFORMATIONEN ZUR INITIATIVE NEUE NACHBARSCHAFTEN: www.neue-nachbarschaften.rlp.de


Hier finden Sie die Strategie für das Digitale Leben: PDF-Download (5MB)


Beiträge des bisherigen Digital-Dialogs


Ländliche Regionen

"Wie können ländliche Regionen mit Hilfe der Digitalisierung attraktiv bleiben – insbesondere auch für junge Menschen und Familien?"

Eine Digitalisierung kann immer nur unterstützend sein - zwar kann man mit guten Internetanschlüssen Dinge wie Arbeit, Einkäufe oder Beratungen online abwickeln, jedoch fehlt es vielfach an Möglichkeiten nur fernabwickelbare Dienstleistungen anzunehmen. Neben dem flächendeckenden Ausbau einer glasfaserbasierten Internetversorgung sollte also auch die Abdeckung mit Einrichtungen wie Ärzten, Krankenhäusern, Bildungseinrichtungen, etc. sowie zugehörigen Verkehrsinfrastrukturen (ÖPNV) nicht außer Acht gelassen werden.
Indem man bereits existierende Strukturen online schaltet und eine Online-Community daraus entwickelt. Den Zeitgeist der jüngeren Generationen in den Gemeinden mitaufbaut.
Bevor die Frage zu beantworten ist, sollten Strukturen der ärztlichen Versorgung, Schulen und Kindergärten vor Ort, Versorgungsmöglichkeiten auch älterer Menschen sichergestellt ( wiederhergestellt ) werden.
Diese Dinge sind grundlegend für die Menschen, auch für junge Familien.
Ländliche Regionen müssen erst wieder attraktiv werden! Dazu bedarf es mehr als ein schneller Internetanschluss.
Die ländlichen Region sind nicht durch Digitalisierung attraktiv, eine entsprechende Infrastuktur mit Ärzten, Schulen, Kita und Einkaufsmöglichkeiten gehören ganz wesentlich dazu.
Ländliche Regionen können mit "Hilfe der Digitalisierung" (was soll das überhaupt sein?) kaum attraktiv bleiben - sie könnten es vielleicht, wenn digitale Angebote in der Fläche nutzbar wären, was sie mangels Breitband-Infrastruktur aber nicht sind und in naher Zukunft auch nicht sein werden.
Die Attraktivität von ländlichen Regionen ist maßgeblich abhängig davon, inwieweit Arbeit von der immer noch viel zu weit verbreiteten Präsenzpflicht entkoppelt wird und die Möglichkeit eröffnet wird, von zuhause arbeiten zu können. Dafür braucht es eine Wandlung der Arbeitskultur von Kontrolle hin zu Vertrauen. Gleichzeitig ist es maßgeblich, dass sich Services der Kommunen, der Länder und des Bundes - die in der freien Wirtschaft schon weiter verbreitet sind - auch online erreichen lassen. So wäre es beispielsweise wichtig, dass sich kommunale und andere staatliche Services als tatsächliche kundenfreundliche Services darstellen und vor allem online verfügbar sind. Außerdem ist der Netzausbau für die Erreichbarkeit dieser (irgendwann einmal) online verfügbaren Services absolut notwendig.

Angebote der Daseinsvorsorge

"Welche digitalen Lösungen gibt es, um bedarfsgerechte und bezahlbare Angebote der Daseinsvorsorge auch in dünner besiedelten ländlichen Regionen aufrecht zu erhalten?"

Es müsste eine Ansprechstation für Kommunen, Vereine und lokale Unternehmen, die für das Thema Digitalisierung zuständig ist. Im Rathaus selbst oder ein Verein, der Unterstützung vom Staat erhält.
Denkbar wäre auch ein Raum für Jugendliche bzw. junge Erwachsene, in dem diese Mittel gestellt werden, um mit Ihnen zu arbeiten. Kreative, die in diesen "Laboren" die Freiheit haben Dinge zu schaffen für ihre Gemeinde.
eventuell eine digitalisierte Rente, oder Friedhöfe im Netz.
In den Innenstädten der Oberzentren sollte es kostenlose "Ausprobier-Labore" geben, wo den Passanten die Scheu vor Technologien genommen wird. 3D-Drucker selbst ausprobieren, Roboter bei der Fertigung von Spezialteilen beobachten, Steuerung vom Mobilgerät, Automatiserung, einfache Programmieraufgaben um die Scheu zu nehmen, Aufklärungsarbeit zum Thema Digitalisierung. Interesse für Digitalthemen wecken und gedankliche Hemmungen abbauen. Dabei mit bereits vorhandenen Initativen kooperieren!
So wie es (leider auch nicht mehr in allen Orten) kleine Läden mit Post-Shops gibt, könnte ich mir vorstellen, dass es auch im ländlichen Raum Orte geben könnte (Bürgerhauser, Bäckerladen, Büro der Ortsvorsteher), wo man Online-Anträge stellen kann, überhaupt online gehen kann, Infos bekommt, wenn was mit dem Online-Aktivsein nicht klappt, wo ein Mensch sitzt, der etwas besser Bescheid weiß und einem niederschwellig weiterhilft - öffentliche Arbeit, öffentlich bezahlt, für das Nicht-Abgehängtwerden auch in abgelegeneren Gegenden.
An sich ist das aber sicher eine Frage, die besser von der politisch-gestaltenden Ebene her beantwortet werden kann als bottom-up!
Das sollten Sie doch am besten wissen - immerhin sind Sie dafür zuständig. Wäre es nicht sinnvoller in diesem Zusammenhang eine zukunftsgerichtete Frage zu stellen?
Man könnte an solch zukunftsweisende Modelle ähnlich wie Uber denken, um bspw. den öffentlichen Nahverkehr in diesen dünn besiedelten Gebieten aufrecht zu erhalten.

Lösungen der lokalen Daseinsvorsorge

"Wie können die entsprechenden digitalen Ansätze und Lösungen der lokalen Daseinsvorsorge vor Ort bekannt und nutzbar gemacht werden?"

In den lokalen Medien, auf einer zentralen Webseite, die für alles rundum die lokale Kommune zuständig ist. Man muss grundsätzlich ein Bild im Kopf schaffen, an wen man sich wenden kann, wenn es um solche Dinge geht.
eventuell Berichte über dieses in den lokalen Medien, die die Menschen auch erreichen, Zeitung zum Beispiel.Ich habe mal im Bekanntenkreis gefragt. Den Begriff der ,, Lokalen Daseinsvorsorge kennt niemand,,
Regelmäßige Angebote wie runde Tische/Stammtische/Beratungstermine - beharrlich und vor Ort direkt.

Finanzielle und organisatorische Mehrwerte

"Wie können sich durch die Digitalisierung finanzielle und organisatorische Mehrwerte (z.B. in Sachen Erreichbarkeit und Bürgerbeteiligung) für Kommunen ergeben?"

Digitale Angebote sind unabhängig von Ort und Zeit. Statt während der Öffnungszeiten in der Verwaltung den Schwerbehindertenparkausweis zu beantragen kann dies über digitale Angebote auch von zu Hause am Wochenende erfolgen. Diese Unabhängigkeit stellt einen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger da. Die digitale Bearbeitung von wiederkehrenden Verwaltungsprozessen ist auch ein Vorteil für die Kommunen, da gleichartige Verwaltungsprozesse automatisiert bearbeitet werden können und mit geringerem Personaleinsatz auskommen. Natürlich ist die Beteiligung eines qualifizierten Sachbearbeiters in besonderen Fällen oder bei Ermessensentscheidungen in den digitalen Prozess zu integrieren.
Stichwort Arbeitsentlastung.
Computer und Programme sind darauf ausgelegt einfache Prozesse immer wieder auszuführen. Zunehmend können diese Programme immer komplexere Dinge ausführen.
Wenn es richtig gemacht wird, kann der bürokratische Prozess immens reduziert werden.
Um Mehrwerte zu erzielen,
müssten zuerst in den kommunalen Verwaltungen die Zuständigkeiten gleich sein.
Es bringt nichts, wenn im Ort A für Abwasser das Bauamt zuständig ist, in einer Kommune B eine andere Abteilung.

Für Anträge , Fragen usw. müsste ein System eingeführt werden, eventuell über PA Erkennung, damit auch Rechtsgültigkeiten entstehen. Und Terminsicherheit.
Dazu müssen dann Mitarbeiter in den Ämtern ausgebildet und befugt werden.
und was passiert mit den anderen ? Frühpension ? ob da was gespart wird.

Weitere Modellprojekte

"Welche weiteren Modellprojekte zur Erprobung digitaler Technologien in der lokalen Daseinsvorsorge bieten sich an?"

Man statte ein kleines Dorf mit 120 EW aus mit speziellen Tabletts für jeden Haushalt - schnelle Internetverbindung vorausgesetzt. Darauf können 7-8 Grundfunktionen aufgerufen werden: mit je einer Skype-Verbindug per Touchbedienung verbindet man sich direkt mit a) der Sprechstundenhife eines Arztes, b) dem Ansprechpartner eines Lebensmittellieferanten, c) den entspr. Behörden etc.

Gerade für ältere Menschen, die nicht mehr mobil sind, könnten so vernetzt werrden mit Angeboten der Daseinsfürsorge aus der näheren Umgebung. Durch die Skype-Verbindung wird eine Mensch-zu-Mensch_Kommunikation möglich, die älteren Menschen ein umständliche Bedienung neuer Medientechnologien erspart.
Eine universelle App für alle Kommunen in RLP: Installieren und eigene Kommune in Menü auswählen, um alle relevanten Infos der gewählten Kommune in der App zu erhalten, z.B. örtliche Nachrichten, Bekanntmachungen Veranstaltungen, Öffnungszeiten, Ansprechpartner, Ortsrecht, Gremieninformationen (Mitglieder, Sitzungen, Beschlüsse), Haushaltsdaten, Infos über wichtige Einrichtungen und Abwicklung von Verwaltungsleistungen.
Vielen Dank für den Hinweis! Wurde selbstverständlich korrigiert.
Meinen Sie Model-Projekte aus dem HAuse Heidi KLum?? Oder meinen Sie Modellprojekte, die modellhaft sein können - weil sie neue Technologien für alte Serviceleistungen, Kontakte, Informationen nutzen ... Ein bißchen peinlich finde ich das ....

Innovative digitale Lösungen

"Wie kann das Land insbesondere die Kommunen aber auch sonstige Partnerinnen und Partner dabei unterstützen, innovative digitale Lösungen zur Stärkung ländlicher Regionen zu nutzen?"

Das Land könnte eine Platform für digitale Anwendungen bereitstellen, die Kommunen individualisieren und nutzen können. Beispiel: Der Online Wahlscheinantrag, ist ein kompliziertes E-Governmentverfahren, dass von fast allen Kommunen in RLP angeboten wird, da eine gemeinsame technische Lösung vorhanden ist. https://www.youtube.com/watch?v=fSMWiBNxCKU
Etwas vergleichbares könnte für viele Bereiche breitgestellt werden.
Man kann junge engagierte Leute aus den Kommunen nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch den Kontakt zu den wichtigen Personen/Unternehmen erstellen und vermitteln, damit sie nicht alleine gegen alle kämpfen.
Hingehen und mit den Leuten direkt in Kontakt und Austausch treten - vorbereitet, nicht von oben herab, öffentlich!