Teilhabe

Soziale, kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe

Eine barrierefrei gestaltete digitale Infrastruktur bietet beispielsweise für Menschen mit Behinderungen, Migrantinnen und Migranten sowie für ältere Menschen oftmals einen entscheidenden Schritt hin zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe. Die Digitalisierung bietet darüber hinaus für alle Bürgerinnen und Bürger des Landes neue Möglichkeiten der kulturellen Teilhabe.


Unsere Schwerpunkte:

  • Die Landesregierung nutzt die Möglichkeiten der digitalen Bürgerbeteiligung und E-Partizipation.

  • Die Landesregierung wird Digitales Ehrenamt in seiner ganzen Bandbreite anerkennen und fördern.

  • Die Landesregierung bindet gezielt Akteure und Engagierte aus dem Bereich des digitalen Ehrenamts in das neu gegründete Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement aktiv ein.

  • Die Landesregierung passt die Förderstrukturen an digitale Initiativen an.

  • Rheinland-Pfalz führt das Erfolgsprojekt FSJ_digital weiter.

  • Die Landesregierung lebt Open Government über die Transparenzplattform.

  • Ministerien setzen in der Öffentlichkeitsarbeit vermehrt auf Barrierefreiheit.

  • Rheinland-Pfalz wird hier durch die Novellierung des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes in Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen.

  • Youtube-Videos mit verbraucherpolitischen Schwerpunkten werden für Geflüchtete erstellt.

  • Integriertes Informations- und Lernportal/Bibliothekverbund für öffentliche Bibliotheken in Rheinland-Pfalz.

  • Die Landesregierung stellt die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) für das digitale Zeitalter gut auf.

  • Die Landesregierung setzt ein landesweites Digitalisierungs-Förderprogramm für Bibliotheken, Archive und Museen auf.

  • Apps für die pädagogische Arbeit in Gedenkstätten werden entwickelt.


Gesellschaftliche Teilhabe, Barrierefreiheit und Digitalisierung in der Kultur

In einer digitalen Gesellschaft entstehen neue Chancen für gesellschaftliche Teilhabe. Neue Wege der politischen Mitgestaltung und Partizipation werden möglich. Bürgerinnen und Bürger können viel einfacher am Geschehen teilnehmen und selbst aktiv werden: Open Government und E-Partizipation sind wichtige Stichpunkte. Damit diese Teilhabe auch für Menschen mit Behinderungen und Menschen mit anderen Herausforderungen wie einer nachlassenden Sehkraft oder einem schwächeren Hörvermögen im Alter realisiert werden kann, ist die Umsetzung von barrierefreier digitaler Infrastruktur eine unbedingte Voraussetzung. Die Digitalisierung erhält auch einen immer stärkeren Einzug in das bürgerschaftliche Engagement. Knapp die Hälfte aller Menschen im Land ist ehrenamtlich aktiv. Digitale Anwendungen erleichtern bereits gegenwärtig die ehrenamtlichen Tätigkeiten von Engagierten beispielsweise bei der Öffentlichkeitsarbeit in Sozialen Medien oder bei der internen Organisation. Andere wiederum leisten ihr Engagement komplett digital, tragen Geodaten in offene Web-Datenbanken ein oder arbeiten an Web-Enzyklopädien mit. Digitale Anwendungen helfen zum Beispiel Menschen mit Behinderung oder geflüchteten Menschen.

Die Landesregierung nutzt die Möglichkeiten der digitalen Bürgerbeteiligung und E-Partizipation.

Die Digitalisierung ist Wegbereiter für mehr Transparenz im Handeln von Staat und Verwaltung. Das Beteiligungsverfahren zum Transparenzgesetz und der Digital-Dialog haben gezeigt: Ein einfacher, digitaler Zugang zur Beteiligung wird von Bürgerinnen und Bürgern aktiv genutzt. Daher wird die Landesregierung auch weiterhin neue Möglichkeiten der digitalen Bürgerbeteiligung und E-Partizipation als moderne Instrumente der Teilhabe nutzen.

Die Landesregierung wird Digitales Ehrenamt in seiner ganzen Bandbreite anerkennen und fördern.

Auch in den folgenden Jahren wird die Landesregierung den erfolgreichen Wettbewerb Ehrenamt 4.0 weiterführen. Der Ideenwettbewerb wurde 2017 zum ersten Mal auf dem Digitalkongress „Ehrenamt 4.0“ gestartet. Auf dem Ehrenamtstag 2017 in Ingelheim konnte Ministerpräsidentin Malu Dreyer zehn Projekte auszeichnen. Mit dem Wettbewerb Ehrenamt 4.0 bietet die Landesregierung digitalem bürgerschaftlichen  Engagement eine Bühne. Das Land schafft dadurch eine größere Aufmerksamkeit und eine angemessene gesellschaftliche Wertschätzung gegenüber dieser Art des Ehrenamts. Mit der Preisverleihung werden zudem Preisgelder zur Verfügung gestellt, die für die unkomplizierte Umsetzung von Projekten verwendet werden können.

Die Landesregierung macht Ehrenamtliche fit für die Arbeit mit digitalen Helfern.

Im Rahmen von Workshops wird die Landesregierung ab 2019 ihr Fortbildungsangebot für Engagierte um den Aspekt der Digitalisierung im Ehrenamt erweitern. Thematisch beschäftigen sich die Workshops  beispielsweise mit der Öffentlichkeitsarbeit in Sozialen Medien oder mit der Nutzung digitaler Hilfsmittel in der internen Organisation.


Die Landesregierung bindet gezielt Akteure und Engagierte aus dem Bereich des digitalen Ehrenamts in das neu gegründete Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement aktiv ein.

Das Landesnetzwerk unter Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Malu Dreyer wird künftig einen regelmäßigen Austausch zu Entwicklungsbedarfen in Ehrenamt und des bürgerschaftlichen Engagements bieten und die Engagementpolitik der Landesregierung begleiten.

Die Landesregierung passt die Förderstrukturen an digitale Initiativen an.

Für die Förderung von ehrenamtlichem Engagement bestehen in Rheinland-Pfalz bereits umfassende Förderinstrumente. Diese bewährten Formen wird das Land auf die neuen Gegebenheiten eines digitalen  Ehrenamtes ausweiten und anpassen. Auch digitales bürgerschaftliches Engagement soll somit förderfähig werden.

Rheinland-Pfalz führt das Erfolgsprojekt FSJ_digital weiter.

Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sind die einzigen beiden Bundesländer, in denen das FSJ_digital möglich ist. Das FSJ_digital ist eine gelungene Weiterentwicklung des klassischen Freiwilligen Sozialen Jahres. Die Landesregierung wird das Programm weiterführen. Junge Menschen können neue, wertvolle Erfahrungen im digitalen und medialen Bereich sammeln und sich weiterbilden. Den Umgang mit Medien, ihre  Nutzung, aber auch den kritischen Blick auf Medien zu lernen, nimmt in der digitalen Welt einen hohen Stellenwert ein. Außerdem profitieren viele gemeinnützige Einrichtungen von den FSJlern.

Die Landesregierung lebt Open Government über die Transparenzplattform des Landes.

Die Landesregierung macht politische Entscheidungen auf der Transparenzplattform www.tpp.rlp.de nachvollziehbar und fördert dadurch demokratische Meinungsbildung. Informationen ermöglichen Mitreden und  Mitgestalten in unserer Demokratie. Rheinland-Pfalz ist das erste Flächenland in der Bundesrepublik überhaupt mit einer Transparenzplattform. Das Transparenzgesetz selbst wurde durch einen Beteiligungsprozess  begleitet. Die Landesregierung wird auch in Zukunft Open Government in all ihren Prozessen mitdenken.

Weitere Informationen zur Transparenzplattform

Ministerien setzen in der Öffentlichkeitsarbeit vermehrt auf Barrierefreiheit.

Barrierefreiheit im Netz braucht neben technischer vor allem redaktionelle Kompetenz. Bis Ende 2018 werden alle Referate für Öffentlichkeitsarbeit der Ministerien an Schulungen zu Barrierefreiheit im Internet  teilnehmen. Ziel der Sensibilisierung und Fortbildung ist es, dass die zuständigen Stellen befähigt werden, barrierefreie Texte, PDFs, Bilder, Videos und Inhalte zu produzieren. Auch die Leichte Sprache spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Rheinland-Pfalz wird hier durch die Novellierung des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes in Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen.

Auch die EU hat dieses wachsende Potenzial für eine gleichberechtigte Teilhabe auf der einen Seite und zugleich aber auch einer Chance für den digitalen Dienstleistungssektor erkannt, und strebt aktuell mit der  EU Richtlinie 2016 / 2102 über die Barrierefreiheit von öffentlich-rechtlichen Webseiten eine Harmonisierung und Standardisierung der Barrierefreiheit im Netz an. Rheinland-Pfalz wird die Richtlinie im Sinne der  Barrierefreiheit im Web umsetzen.

Youtube-Videos mit verbraucherpolitischen Schwerpunkten werden für Geflüchtete erstellt.

Die Videos werden sowohl in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes, aber auch den kommunalen Unterkünften und in den Wartebereichen von kommunalen Gebietskörperschaften (Ausländerbehörde, Sozialbehörde) und des Bundes (Agenturen für Arbeit) gezeigt werden. Es bietet sich überdies an, die Filme in Wartebereichen in Dauerschleifen zu zeigen oder sie für Gespräche der Sozialberatungen mit den Geflüchteten zu nutzen.

Online Migrationsmuseum „Lebenswege“

Bereits im Dezember 2009 wurde das Online-Migrationsmuseum „Lebenswege“ im Rahmen der Umsetzung des Landesintegrationskonzepts unter www.lebenswege.rlp.de eröffnet. „Lebenswege“ dokumentiert die Arbeitsmigrationshistorie von Rheinland-Pfalz seit 1955. Um die virtuellen Inhalte auch in die analoge Welt zu transportieren, wurde 2011 die Kampagne „Lebenswege vor Ort“ ins Leben gerufen. Herzstück des Museums sind die persönlichen Interviews mit Migrantinnen und Migranten, die über ihre Lebenswege und ihre neue Heimat Deutschland berichten. Neue Inhalte erweitern das Internet-Museum kontinuierlich, um so aktuelle Entwicklungen im Flucht- und Migrationsbereich in geeigneter Weise abzubilden.

Integriertes Informations- und Lernportal / Bibliothekverbund für öffentliche Bibliotheken in Rheinland-Pfalz.

Auch der Kulturbereich, die Bibliotheken und Archive sind von der Dynamik der digitalen Transformation intensiv betroffen. Die rheinland-pfälzische Bibliothekslandschaft ist durch eine überdurchschnittlich hohe Anzahl kleiner, ehrenamtlich geführter Bibliotheken in kommunaler und in kirchlicher Trägerschaft gekennzeichnet. Im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Bibliotheken existiert für die öffentlichen Bibliotheken bislang keine landesweit vernetzte digitale Infrastruktur. Die Landesregierung wird daher unter Federführung des Landesbibliothekzentrums einen flächendeckenden Bibliotheksverbund für die öffentlichen Bibliotheken in Rheinland-Pfalz mit einem integrierten Informations-und Lernportal entwickeln und implementieren. Analog zu den Verbundsystemen der wissenschaftlichen Bibliotheken sollen somit die Voraussetzungen für eine landesweite Recherche und kooperative Mediennutzung verwirklicht werden. Durch eine vernetzte Erschließung und Verwaltung der Medien können die Benutzerinnen und Benutzer in ganz Rheinland-Pfalz über die angeschlossenen Bibliotheken am Fernleihverkehr sowie von der Nutzung gemeinsam lizensierter Datenbanken profitieren.

Rheinland-Pfälzische Schulbibliotheken werden in den künftigen Verbund für öffentliche Bibliotheken integriert.

In einem innovativen Ansatz sollen in diesen künftigen Bibliotheksverbund für die öffentlichen Bibliotheken in Rheinland-Pfalz auch die über 1.500 Schulbibliotheken im Land integriert werden und an dem flächendeckenden Informationsbzw. Lernportalpartizipieren.

Die Landesregierung wird neue digitale Zugangs- und Nutzungsformen für das digital vorliegende Schriftgut des Landes in den staatlichen Archiven schaffen.

Bereits jetzt liegt ein erheblicher Teil der Verwaltungsunterlagen nur noch digital vor. Deren Umfang wird ab 2019 sprunghaft ansteigen. Darüber hinaus werden kontinuierlich ausgewählte Teile des analogen  Archivgutes zur Schonung der Originale und Verbesserung der Zugänglichkeit digitalisiert. Der stetige Anstieg digital vorliegenden Archivgutes und der gesetzliche Auftrag zu seiner Zugänglichmachung erfordern die  Entwicklung und Implementierung einer anwenderfreundlichen und benutzerorientierten digitalen Onlineplattform, die auf der Basis des Open Access einen umfassenden Zugang und eine medienbruchfreie  Benutzung von Archivgut für die Verwaltung, die Wissenschaft und alle Interessierten gewährleistet.

Die Landesregierung stellt die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) für das digitale Zeitalter gut auf.

Für die Landesdenkmalpflege und -archäologie, für Burgen, Schlösser, Altertümer sowie die staatlichen Museen eröffnet die Digitalisierung über die Dokumentation des kulturellen Erbes hinaus die Möglichkeit einer digitalen Sicherung und Präsentation der musealen und objektbezogenen Überlieferung sowie des digitalen Austauschs mit Forschungseinrichtungen, Behörden und ehrenamtlich Tätigen. Grundlage dafür bildet der Ausbau des GDKE-eigenen Fachinformationssystems PGIS als zentrale Arbeits- und Kommunikationsplattform. Zur digitalen Erfassung von kulturellem Erbe werden in Zukunft verstärkt im wissenschaftlichen Bereich der Landesarchäologie und der Landesdenkmalpflege digitale Prospektions- und Dokumentationsmethoden wie z. B. Drohnentechnik oder Laserscanning sowie die GIS-gestützte Kartierung eingesetzt.

Die Landesregierung wird die Objekte und Liegenschaften der GDKE Rheinland-Pfalz mit einer zukunftsfesten digitalen Infrastruktur ausrüsten.

So werden die grundlegenden Voraussetzungen geschaffen, dass digitale Angebote der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz vor Ort, in den Burgen, Schlössern, Altertümern oder landeseigenen Museen genutzt werden können.

Die Landesregierung entwickelt ein digitales Landesportal zum Kulturellen Erbe Rheinland-Pfalz.

Rheinland-Pfalz verfügt über ein reiches Kulturerbe. Zu dessen digitaler Präsentation und interaktiven Vermittlung wird in enger Abstimmung mit den einzubindenden Institutionen und Beiträgern ein Konzept für ein übergeordnetes Landesportal „Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz“ entwickelt und implementiert. Dieses Portal wird bereits bestehende digitale Angebote unterschiedlicher Institutionen im Land sinnvoll bündeln und miteinander verknüpfen. Mittelfristig wird es sich zu einem digitalen Schaufenster der rheinland-pfälzischen Kultur und Geschichte entwickeln. Als Schnittstelle zu überregionalen digitalen Kulturportalen wie der Deutschen Digitalen Bibliothek und der Europeana wird das Kulturelle Erbe des Landes weltweit recherchierbar und zugänglich.

Die Landesregierung setzt ein landesweites Digitalisierungs- Förderprogramm für Bibliotheken, Archive und Museen auf.

Mit Hilfe eines landesweiten Förderprogramms werden gezielt Digitalisierungszentren in ausgewählten Bibliotheken, Archiven und Museen auf- und ausgebaut. Hier werden in Kooperation mit allen beteiligten Beiträgern des digitalen Landesportals Zeugnisse des Kulturellen Erbes systematisch nach definierten Standards digitalisiert und für die Bereitstellung in dem Landesportal erschlossen. Das Angebot des Rahmenportals wird durch die gezielte Förderung der Digitalisierung ausgesuchter Bestände systematisch weiterentwickelt und ausgebaut.

Apps für die pädagogische Arbeit in Gedenkstätten werden entwickelt.

In der pädagogischen Arbeit der Gedenkstätten spielt die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle, zum Beispiel bei der Durchführung von Projekttagen. Dies soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden: Dazu werden Online-Module zur Vorbereitung von Gedenkstättenbesuchen entwickelt. Außerdem wird für die pädagogische Arbeit vor Ort für die Gedenkstätte SS-Sonderlager / KZ Hinzert eine Informationsund Gelände-App programmiert, die in mehreren Sprachen zur Verfügung stehen wird.


„Die Digitalisierung ist eine große Chance für Menschen mit behinderungen. Für Kommunikation, Information und Mobilität bieten die neuen technologischen Möglichkeiten ein enormes Potential für Inklusion und Selbstbestimmung. Das muss allerdings richtig gemacht sein, ohne neue Barrieren auf Webseiten, Apps und den vielfältigen Anwendungen. Dieses Ziel können wir erreichen, wenn die Digitalisierung von Anfang an von und mit den Nutzerinnen und Nutzern, von und mit den Menschen mit Behinderungen gestaltet wird.“

Hier finden Sie die Strategie für das Digitale Leben: PDF-Download (5MB)


Beiträge des bisherigen Digital-Dialogs


Bevölkerungsgruppen mit besonderem Unterstützungs-und Schutzbedarf

"Welche Bevölkerungsgruppen haben einen besonderen Unterstützungs-und Schutzbedarf bzw. müssen besonders stark mitgenommen werden?"

Besonderen Unterstützungsbedarf haben zuhause lebende Behinderte, nicht mobil, ohne nennenswerte soziale Kontakte. Digitale Kommunikation eröffnet ihnen Teilhabe in sonst nicht möglichem Umfang. Notwendig ist jedoch ausreichende Technik und persönliche Schulung, ansonsten sind sie und eventuelle Pflegende nicht zur Teilnahme imstande. Hier tut Unterstützung Not, Vereinsamung und Isolation können gelindert werden!
Menschen, die besonders gefährdet sind, Diskriminierungserfahrungen machen zu müssen:
- (Transgender) Menschen, die sich einem bestimmten Geschlecht, beiden Geschlechtern oder keinem Geschlecht zugehörig empfinden
- Schwule, Lesben und Bisexuelle
- Menschen mit Behinderungen
- Menschen mit Migrationshintergrund, - Asylbewerber, Flüchtlinge, siehe Kommentar vom 13.03.2017,
- Sinti und Roma und alle weiteren Volksgruppen
- Juden, Muslime und Mitglieder aller weiteren Religionsgemeinschaften
- Sozialleistungsempfänger und alle sonstigen Menschen mit geringem Einkommen
- Menschen ohne Bildung oder mit Bildungsschwächen
- und alle weiteren Menschen, die ich nicht genannt habe, die sich den oben genannten Gruppen nicht zugehörig fühlen und dennoch Diskriminierungserfahrungen machen müssen.
die Asylbewerber und Flüchtlinge bei
- der Bewältigung der täglichen Anforderungen durch Vermittlung von Betreuern und Patenschaften
- den Fragen zum Asylverfahren und dessen Ablauf
- der Integration in die Verbandsgemeinde, wie z. B. dem Zurechtfinden am Aufenthaltsort
- der Vermittlung von Angeboten zum Erlernen der deutschen Sprache
- der Begleitung zu Behörden, Ämtern, Schulen und Ärzten

Es wird viel für die Asylbewerber getan. Aber wenn die Flüchtlinge eine Anerkennung haben, sind sie oft auf sich allein gestellt und haben viele bürokratische Hindernisse zu überwinden.
Schon die Wohnungssuche überfordert Viele.

Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung

"Wie können wir mittels barrierefreier digitaler Angebote die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung in einer inklusiven Gesellschaft verbessern?"

Impulse aus der Sitzung des Landesbeirats "Teilhabe"am 11. Mai 2017 in Mainz:

- verstärkter Einsatz von Gebärdensprachvideos
- Verwendung von einfacher (leichter) Sprache
- Wie werden Menschen in Werkstätten und Wohneinrichtungen erreicht?
- Digital-Strategie und -Dialog mit weniger Barrieren
Impulse aus dem Treffen der kommunalen Behindertenbeauftragten und -beiräte am 25. April 2017 in Mainz:
- konsequente Beachtung der Barrierefreiheit von Internet-Angeboten
- Schulung der kommunalen Behindertenbeauftragten und -beiräte zur Barrierefreiheit im Internet
- Einsatz von Leichter Sprache in Internet-Angeboten
- neben dem Ausbau von Breitbandnetzen auch Netzausbau Mobilfunk, um beispielsweise Notruf-App für Gehörlose überall verwenden zu können

Chance einer barrierefreien Digitalisierung

"Wie können wir die Chance einer barrierefreien Digitalisierung nutzen, um den Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz ein Leben inmitten der digitalen Arbeits- und Bildungswelten von morgen zu sichern?"

Öffentlich betriebene Portale und Webseiten sollten auf nicht barrierefreie Techniken wie Flash verzichten und die üblichen Regeln einhalten (Bilder beschriften, Videoinhalte auch in Textform, Schriftgrößen für Browerzoomfunktion proportional angeben, etc). Für Datenbanken können offene Schnittstellen es zudem Dritten ermöglichen speziell angepasste Frontends zu entwickeln.

Eine digitale Kommunikationsstrategie, die Migrantinnen und Migranten erreicht

"Wie muss eine digitale Kommunikationsstrategie aussehen, die Migrantinnen und Migranten erreicht?"

Zur Wahrung der Zugänglichkeit sollten Bilder immer nur unterstützend verwendet werden. Texte lassen sich einfacher übersetzen, Vergrößern oder in anderen Formen wie Blindenschrift darstellen.
Wir müssen soziale Medien stärker nutzen und weniger textlastig mit Bebilderung kommunizieren. Über Orte und Ansprechpersonen im realen Leben, müssen die Angebote kommuniziert werden.

Schulen sollten Eltern ihrer Schüler/innen in gemeinsamen Aktionen erreichen (Family-Literacy / Eltern-Kind-Café u.a.)
Als ehrenamtliche Helfer bei der Wohnungssuche brauche ich immer einen Übersetzer dabei, da die anerkannten Flüchtlinge die Fachausdrücke noch nicht verstehen. Das fängt bei der Kontaktaufnahme zu dem Vermieter an, bis hin zur Ausfüllung der Wohnungsbewerbung, wie Schufa-Auskunft, Mieterselbstauskunft etc. Dann bin ich als ehrenamtlicher Helfer mit einem Übersetzer bei der Wohnungsbesichtigung und beim Mietvertrag dabei. Bei der Wohnungssuche für anerkannte Flüchtlinge wäre eine Wohnungsbörse nach PLZ mit bezahlbarem Wohnraum und ein Forum mit allen erforderliche Formularen in mehreren Sprachen hilfreich.

Sprachintegration mit Hilfe von digitalen Lernformen

"Wie kann die Sprachintegration von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund durch digitale Lernformen unterstützt werden?"

Neben dem Sprachlern Programmen des DVV gibt es auch das "VHS-Portal Deutsch", dort es die Möglichkeit der Projektförderung. Über diese können Lernmaterialien beantragt und kostenlos zur Verfügung gestellt werden, incl. von Chromebooks zur Lernunterstützung
Es gibt tolle kostenlose Lernangebote im Internet, z.B. vom Volkshochschulverband "Ich will Deutsch lernen" und es gibt tolle kostenlose Sprachlern-Apps. Vieles davon ist aber der Zielgruppe nicht bekannt und vor allem auch nicht den Sprachlehrkräften. Und wenn sie es kennen, dann können sie die Formate immer noch nicht einsetzen im Deutschunterricht, weil kein Beamer, kein Laptop und kein W-Lan vor Ort in den tausend Sprachkursen vorhanden sind.
Und: die Zielgruppe hat es oft nicht gelernt, mit Selbstlernmaterialien umzugehen.
Wir brauchen also noch viele Begleitmaßnahmen, um die gut gemachten digitale Sprachlernangebote nutzbar zu machen.

Ungenutztes Potenzial: es gibt viele Deutschlern-Videos in anderen Sprachen. So erklärt z.B. ein ägyptischer Deutschlehrer in arabischer Sprache in über 600 YouTube-Videos, wie die deutsche Grammatik funktioniert. Das kennen unsere Sprachlehrer/innen aber nicht...

Digitale Lösungen für sprachliche Barrieren

"Wie können digitale Lösungen Behörden dabei unterstützen, sprachliche Barrieren zu überwinden?"

Digitale Künsterinnen und Künstler

"Brauchen Künstlerinnen und Künstler, die digital arbeiten, besondere Voraussetzungen in der Infrastruktur?"

Ich finde nicht nur Künstlerinnen und Künstler sollte man in diese Gruppe reintun, sondern allgemein Kreative.

Künstlerinnen und Künstler sind oft Freelancer mit ihrer eigenen Webseite und ihrem eigenen Social Media.

Deutsche Schüler und Studenten können auf Webseiten wie "freelancejunior.de" zugreifen oder international kann man seine Dienste auf "fiverr.com" oder "upwork.com" anbieten.
Eine solche Plattform, die vom Deutschen Bund oder vom Land Rheinland-Pfalz unterstützt wird, gibt es als solches nicht.

Hier steckt wahnsinniges Potenzial.
Außerdem sollte es Initiativen und Förderprogramme geben, um digitale Künstler auszubilden.
Immer mehr Menschen brauchen Illustratoren, Designer und Videomacher, die Inhalte herstellen können.

Digitale Speicherung kultureller Güter

"Welche technischen Herausforderungen stellen sich bei der nachhaltigen und digitalen Speicherung kultureller Güter?"

Archive auf die, die Menschen zugreifen können.
360° Bilder & Videos könnten einfach gemacht werden und dem Archiv hinzugefügt werden, um eine Erinnerung an die Geschichte zu machen.

Veränderungen von Gemeinden und Städten anhand von Grafiken visualisieren, wenn notwendig.
Außerdem in Zukunft digitale Repräsentationen verwenden und nicht nur Zeichnungen.
unsere schönen alten Fachwerkbauten werden nicht nur von Touristen bewundert. Leider wird den Besitzern dieser historische Schatz nicht ausreichend bewusst gemacht - sie empfinden ihn oft nicht als Schatz, sondern nur als Last. Kaum ein denkmalgeschütztes Gebäude ist im Internet mit einer Begründung für die Schutzwürdigkeit beschrieben.
Mit einer Datenbank, in der die Fotos incl. Details dieser Häuser eingestellt werden, könnte ein deutlicher Schritt zu mehr Akzeptanz erzielt werden. Tourismus und Denkmalpflege hätten Nutzen davon. Fotos können Laien bereitstellen. Wie eine solche Datenbank aussehen könnte, zeigen die TOPOTHEK-Projekte. Im Raum Kandel soll ein Pilotprojekt gestartet werden. Einige Hundert Fotos von Fachwerkhäusern wurden bereits gesammelt. Kosten: bisher keine. Die Softwarekosten sind gering.

Barrierefreier Zugang zu kulturellen Gütern

"Wie können kulturelle Güter der Öffentlichkeit barrierefrei zugänglich gemacht werden?"

Landeshistorische digitale Angebote

"Wie lassen sich bereits bestehende landeskundliche beziehungsweise landeshistorische digitale Angebote inhaltlich und technisch besser bündeln und nutzbar machen? Wie lassen sich hier technische und inhaltliche Doppelstrukturen vermeiden?"

Digitalisierung des Kulturellen Erbes

"Welche Maßnahmen und Strukturen müssen für eine systematische Digitalisierung des Kulturellen Erbes erarbeitet werden?"

Es ist schön, als Rheinland Pfälzer gefragt zu werden, möge es nützen.
In unserem Land sind viele schriftliche Zeugnisse unserer Kultur und Geschichte bisher nicht digitalisiert, obwohl es dringend erforderlich wäre, diese für die kommenden Generationen zu erhalten. Um Geschehnisse wie z.B. im Kölner Stadtarchiv in Zukunft zu vermeiden (enorme Kosten für die Restaurierung, viele Urkunden und Schriftstücke für immer verloren), sollten unsere Archive und somit die Hüter unserer Kultur in digitalisierter Form auch an anderen Orten gesichert sein, auch wenn Digitalisate die Originale niemals adäquat ersetzen können. Hier gäbe es auch Lösungsansätze. Nehmen wir z.B. das Landeshauptarchiv in Koblenz: Dort können Nutzer seit einiger Zeit gegen Entgelt eben jene Digitalisate selbst erstellen. Wenn diese Arbeit sofort passend parallel in ein Netzwerk eingespeist würde, könnte es doch möglich sein, die eingescannten Urkunden und Schriftstücke zugänglich zu machen, in welcher Form auch immer, und somit als Nebeneffekt die teils mehrere hundert Jahre alten Originale zu schonen.
Da große Teile des Rheinland Pfälzischen Kulturgutes nicht dem Datenschutz unterliegen, könnte alles öffentlich (z.B. online) publiziert werden, wie in anderen Ländern bereits geschehen (z.B. Frankreich – anom). Warum sollen wir das in unserem Bundesland nicht auch können? In der heutigen digitalisierten Zeit sollten unsere Archive nicht irgendwann wie verstaubte Relikte aus der Vergangenheit wirken, auch wenn sie diese bewahren. Es muss doch für ein hochtechnisiertes Land möglich sein, diese Bestände digital zur Verfügung zu stellen, denn: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, oder soll es am Willen scheitern? Man kann den Eindruck gewinnen, dass die Entscheidungsträger in den Archiven und unseres Bundeslandes jeglichen Veränderungen in diesem Bereich sehr distanziert gegenüber stehen. Sie mögen bedenken: „Stillstand ist Rückschritt, aufhören des Strebens ist geistiger Tod (verm. Konfuzius)“
Abschließend stellt sich noch eine Frage: Was ist uns der nachhaltige Erhalt unserer Rheinland Pfälzischen Kultur und somit unserer Geschichte (auch in einer modernen Form) Wert?
Was ist es doch ein schöner Gedanke, als Wähler gefragt zu sein und vielleicht Einfluss nehmen zu können auf staatstragende Zukunftsentscheidungen,
Antworten zu geben auf Fragen, die eigentlich gar nicht gestellt werden müssen. Die schriftlichen Kulturgüter unseres Landes sind bisher in nur ganz geringem Umfang digitalisiert und, im Gegensatz zu anderen Bundesländern oder Staaten, kaum online und damit auch barrierefrei zugänglich. Bei dem bereits in den vorherigen Beiträgen angesprochenen Personenstandsarchiv in Koblenz scheiterte die Digitalisierung bislang am Geld und, wie mir in mehreren Gesprächen versichert wurde,
auch an den rechtlichen Voraussetzungen, die Digitalisierung durch Ehrenamtliche vornehmen zu lassen. Da es sich bei den zu digitalisierenden Dokumenten um freies Archivgut handelt, ist das Argument des Datenschutzes einfach nicht zutreffend. Wenn man aber berücksichtigt, dass der Bestand dieses Personenstandsarchives die Zweitschriften der Standesamtsurkunden sind, also ORIGINALE, die eigentlich zur Sicherung der Erstschriften gedacht waren, dann ist die Digitalisierung ein absolutes Muss. Andernfalls ist es nur eine Frage der Zeit, wann diese bis zu 200 Jahre alten Urkunden zerstört sein werden. Ich kenne Standesamtsbestände, bei denen die Erstschriften Lücken aufweisen, die nur durch die Zweitschriften gedeckt sind. Wie lange noch?
Wie es anders und besser geht, kann man im Ausland sehen. Ich verweise nur auf das Projekt icar-us.eu, das International Centre for Archival Research, eine Gemeinschaft von mehr als 160 Archiven und wissenschaftlichen Instituten aus 30 europäischen Ländern, Kanada und den USA. Hier werden alle Fragen beantwortet, die bei digital-rlp noch nicht einmal formuliert sind.
Es ist möglich, große und größte Bestände zu digitalisieren, man muss nur wollen. Es ist möglich, große und größte Bestände online zu geben, die Fördermittel der EU ermöglichen es. Der Handlungsbedarf in den Archiven unseres Landes ist groß.
Ob man auch wirklich die Änderungen möchte, steht auf einem ganz anderen Papier. Es ist bitter nötig, dass die Entscheidungsträger in der Landesregierung nicht nur diese Digital-Plattform ins Netz stellen, um dem Bürger das Gefühl der Mitsprache zu geben, sondern wirklich in den Archiven auf eine Digitalisierung hinwirken. Jeder, der an der Bewahrung und Nutzung des kulturellen Erbes interessiert ist, sollte sich einbringen und Kontakt aufnehmen zu den Mandatsträgern, um hier eine Entscheidung voranzubringen. Die Kontaktadressen unser Landtagsabgeordneten sind digitalisiert und im Internet leicht zu finden.
Gerade die Sachkunde der Familienforscher können sich die Archive sehr gut zu Nutze machen, wenn sie deren Angebot z.B. die umfangreichen Personenstandsregister der Gemeinden und Verbandsgemeinden zu digitalisieren zulassen. Dies geschieht in den meisten Fällen nicht mit den sicher guten aber allein schon wegen der Größe nicht transportablen Auflichtscanner, sondern auch mit einem vernünftigen Reprostativ und einer Kamera lässt sich hervorragend arbeiten.
Zu den Kosten, nun dem der erarbeitet sollten nicht noch zusätzliche Kosten entstehen sondern das Ergebnis seiner Arbeit selbstverständlich auch selbst ohne weitere Kosten zur Verfügung stehen. Ich selbst habe mit Kolleginnen und Kollegen gute Erfahrungen mit der Digitalisierung von Personenstandsregister gemacht. Die oftmals nicht gerade gut gelagerten Bücher der Personenstandsregister leiden schon sehr stark unter dem Zahn der Zeit und so war unser Ansinnen diese zu digitalisieren in den meisten Gemeindeverwaltungen positiv aufgenommen worden. Neben einem wesentlichen Vereinfachen der Archivsuche mit dem digitalisierten Material wurde so auch das Archiv für die Nachwelt gesichert.
Durch vernünftige Vereinbarungen mit den Verbandsgemeinden konnte auch die Verwendung des digitalierten Bestandes durch die Familienforscher - Ortsfamilienbücher etc. - für beide Seiten immer zufriedenstellend gelöst werden.
In Hessen sind die Personenstandsregister schon weitestgehend digital online einsehbar.
Herrn Schößlers Kommentar möchte ich mich anschließen mit nur einer kleinen Änderung:
Wenn ein unbezahlter Ehrenamtlicher viel Zeit dafür aufwendet, ein mehr oder minder umfangreiches Dokument einzuscannen, dann sollten ihm die Seiten daraus, die ihn interessieren, im äußersten Fall das gesamte Dokument, gratis zur Verfügung gestellt werden. Dem Archiv entgeht dadurch gar nichts, es erhält aber zum Nulltarif den Scan eines ganzen Dokuments.
Diese Regel sollten die Personenstandsarchive in allen Bundesländern übernehmen. In RP suche nichts, wohl aber in NRW und in SH.
Bei den in den Landes- und Kommunalarchiven sowie den oft noch in den verschiedenen Verwaltungen liegenden Archivalien handelt es sich in aller Regel um unersetzbare Unikate, deren Sicherung für die Zukunft unbedingt notwendig ist. Selbst von vielen jahrhundertealten Akten und Urkunden liegen bis heute keine Sicherungsverfilmungen vor. Das Archivpersonal leistet hier mit Sicherheit ihr Mögliches, doch wird es allein diese immense Arbeit niemals leisten können. Deshalb stellt sich für mich die Frage, inwieweit Archivnutzer hierzu einen Beitrag leisten können.
Seit geschätzten zwei Jahren stehen in den Landesarchiven Auflichtscanner in den Lesesälen zur Verfügung, die von den Archivbesuchern zu einer relativ günstigen Gebühr pro Aufnahme benutzt werden dürfen. Hat ein Nutzer Interesse an einer ganzen, etwas umfangreicheren Akte, kommen aber auch schnell höhere Beträge zusammen, sodass oftmals nur Teile einer Akte digitalisiert werden. Daher sieht mein Vorschlag folgendermaßen aus: Ein Nutzer übernimmt die Scanarbeiten für eine komplette Akte, als deren Ergebnis dem Archiv ein komplettes Dokument mit allen Einzelseiten überlassen wird. Im Gegenzug bekommt der Nutzer die Digitalisate preisgünstiger ausgehändigt. Es wird sicherlich nicht jeder Nutzer für dieses Verfahren geeignet sein. In der Summe könnte einem Archiv dennoch ein großer Vorteil erwachsen.
Für die bei den Verbandsgemeinden liegenden vielfach nachgefragten Personenstandsregister ließen sich bestimmt zahlreiche Helfer finden, die eine Digitalisierung vornehmen würden, wenn denn vor Ort ein solcher Auflichtscanner zur Verfügung stünde. Hier könnte ich mir Geräte vorstellen, die von Ort zu Ort in einem gewissen Zyklus weitergegeben würden. Die Digitalisate würden selbstverständlich dann auch im rheinland-pfälzischen Personenstandsarchiv benutzbar sein.
Es ist technisch inzwischen weitestgehend automatisiert möglich, mit den Digitalisate, deren Langzeitarchivierungsmöglichkeit noch immer fragwürdig ist, auch Mikrofilme zu belichten, um eine (nach heutigen Maßstäben) wirkliche Sicherung zu erhalten.