Wirtschaft

Digitalisierung der Wirtschaft

Die digitale Transformation bietet der Wirtschaft innovative Chancen und stellt sie vor neue Herausforderungen. Sie ist Impulsgeber für Innovationen, für die Gestaltung neuer Produkte, Dienste, Prozesse und Geschäftsmodelle: Smart Factories, vernetzte Mobilität, Smart Farming in Landwirtschaft und Weinbau. Die Digitalisierung ist somit ein wichtiges Handlungsfeld für unsere Wirtschaftspolitik.


Unsere Schwerpunkte:

  • Die Landesregierung stärkt die wirtschaftsnahe Forschung, Entwicklung und Innovation durch Förderprogramme und Beratung.

  • Die Landesregierung unterstützt Startups und den Wissenstransfer in etablierten Unternehmen durch Risikokapital, Anlaufstellen und Vernetzung.

  • Die Landesregierung unterstützt und begleitet Leuchttürme der Innovation: den Digital Hub in Ludwigshafen, den Gutenberg Digital Hub Mainz, die Smart Factory und das Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0. in Kaiserslautern.

  • Die Landesregierung stärkt die Games-Industrie in Rheinland-Pfalz und entwickelt einen Digital Hub mit dem Schwerpunkt Games.

  • Die Landesregierung sieht im Handel und in der Gesundheitswirtschaft erhebliche Potentiale für „Smart Services“ zugunsten von Kundinnen und Kunden und Patientinnen und Patienten.

  • Die Landesregierung forciert den Wissenstransfer und fachlichen Austausch auf dem Gebiet des Smart Farmings. Im Zuge der Förderung von Smart Farming ermöglicht sie Betrieben den kostenlosen Zugang zu Flächen- und Umweltdaten.

  • Die Landesregierung schafft dynamische, mobil abrufbare Verkehrsinformationen für einen fließenden Straßenverkehr.

  • Die Landesregierung unterstützt die Erprobung neuer Verkehrstechnologien mit Hilfe der aktiven Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft.

  • Die Landesregierung unterstützt die Unternehmen in ihren Bemühungen um Datensicherheit und Datensouveränität.

  • Die Landesregierung stärkt den Wirtschaftsschutz durch Beratungsangebote zur Cyberspionageabwehr und zum Cybersabotageschutz.


„Die digitale Transformation in der Wirtschaft hat für den Standort Rheinland-Pfalz eine herausragende Bedeutung. Die Förderung von Industrie 4.0, der Startup-Szene und des digitalen Mittelstandes werden wir weiter vorantreiben.“

Digitalisierung der Wirtschaft - Industrie 4.0, Digitaler Mittelstand und Startups

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft ist das Rückgrat für den Wohlstand im Land. Sie wird auch in der Zukunft stark und wettbewerbsfähig sein, egal ob im Mittelstand oder der Industrie. Die digitale Transformation in den Betrieben stellt eine Herausforderung dar, sie ist zugleich Impulsgeber für Innovationen in den Anwenderbranchen: für die Gestaltung neuer Produkte, Dienste, Prozesse und Geschäftsmodelle. Für den rheinland-pfälzischen Mittelstand bedeutet die Digitalisierung die Entwicklung von neuen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen.

Die Landesregierung wird die Unternehmen des Landes in der digitalen Transformation begleiten und unterstützen. Der Maßnahmenkatalog des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau zur Digitalisierung der Wirtschaft ist darauf ausgerichtet. Rheinland-Pfalz wird außerdem auch in Zukunft ein Vorreiterland für die digitale Transformation industrieller Prozesse sein. Für die Landesregierung hat eine lebendige Startup-Kultur einen hohen Stellenwert. Entrepreneure sind auch Motor und Taktgeber für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz. Durch innovative Projekte werden Angebot und Nachfrage stärker vernetzt. Traditionelle Betriebe wollen die digitalen Möglichkeiten sicher und einfach nutzen, um sich modern aufzustellen. Ohne die erforderlichen infrastrukturellen Voraussetzungen wird die digitale Transformation nicht realisiert werden können.

Die Landesregierung stärkt die wirtschaftsnahe Forschung, Entwicklung und Innovation durch Förderprogramme und Beratung.

Die Landesregierung unterstützt mit ihrer Innovationspolitik insbesondere den Mittelstand, der ein zentraler Motor des wirtschaftlichen Wachstums im Land ist. Dabei bildet die Innovationsstrategie Rheinland-Pfalz, die die innovationspolitischen Strategieansätze des Landes in einem ganzheitlichen Ansatz zusammengeführt hat, als langfristig angelegte Dachstrategie den übergeordneten Rahmen. Zum Instrumentarium der Innovations- und Technologiepolitik gehören unter anderem einzelbetriebliche Förderprogramme wie InnoTop, InnoStart oder der Innovationsassistent, aber auch überbetriebliche Maßnahmen im Rahmen der Verbundforschung zwischen den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Beratungen zu digitalen Prozessen in Unternehmen können als einer von mehreren Förderbereichen des BITT-Programms gefördert werden. Schließlich unterstützt das Land seit vielen Jahren eine Reihe von technologieorientierten Netzwerken und Clustern wie z. B. CVC (Commercial Vehicle Cluster), StoRegio, Smart Factory oder Innomag (Innovationsplattformmagnetische Mikrosysteme).

Die Landesregierung unterstützt Startups und den Wissenstransfer in etablierten Unternehmen durch Risikokapital, Anlaufstellen und Vernetzung.

Neue Existenzgründerinnen und Existenzgründer sollen bei der Umsetzung ihrer Vorhaben besonders im Bereich digitaler Gründungen wirkungsvoll unterstützt werden. Die Landesregierung wird die Beratungen an den Bedarf anpassen und die finanzielle Förderung für Gründungen verbessern. Mit dem Innovationsfonds II unterstützt das Land Erfolg versprechende, innovative, technologieorientierte Gründungen. Weitere Beratungsangebote für Gründerinnen und Gründer sind bereits eingeleitet, in deren Rahmen über alternative Finanzierungen wie zum Beispiel die neuen Möglichkeiten der Crowdfinanzierung informiert wird. Die Innovations- und Technologiezentren des Landes werden weiterentwickelt. Es entstehen aber auch neue Netzwerke und Digital Hubs in den Kommunen. Für eine stärkere Vernetzung fördert die Landesregierung Startup- und IT-Netzwerke finanziell und mittels der Veranstaltung von Startup-Slams und Startup-Weekends. Die Landesregierung ermutigt speziell Frauen zu Gründungen, unter anderem durch Formate wie den Gründerinnen-Lunch bei der Ministerpräsidentin.

Die Landesregierung unterstützt und begleitet Leuchttürme der Innovation: den Digital Hub in Ludwigshafen, den Gutenberg Digital Hub Mainz, die Smart Factory und das Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 in Kaiserslautern.

Durch die unternehmensgetragene Technologieinitiative „Smart Factory“ in Kaiserslautern ist Rheinland-Pfalz Vorreiter im Bereich Industrie 4.0 und gestaltet die Produktions- und Arbeitswelt von morgen aktiv mit. Im Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 werden hieran anknüpfend kleine und mittlere Industrie- und Handwerksunternehmen bei ihren Digitalisierungsanstrengungen unterstützt. Zusammen mit den Kompetenzen an der Technischen Universität und Hochschule Kaiserslautern und den zahlreichen Forschungsinstituten – wie beispielsweise Fraunhofer IESE und Fraunhofer ITWM oder Photonik-Zentrum Kaiserslautern – und den zahlreichen Netzwerken und Clustern rund um Kaiserslautern, entstand eine Region digitaler Innovation, die weit über Rheinland-Pfalz hinausstrahlt.

Im November 2017 ist mit der Gründung des Gutenberg Digital Hubs in Mainz ein weiterer wichtiger regionaler Kristallisationspunkt für digitale Innovationen in Rheinland-Pfalz entstanden. Staatssekretärin Heike Raab ist für die Staatskanzlei Mitglied im Verein des Hubs und unterstützt diesen regionalen Zusammenschluss aus Kommune, Wissenschaft und Institutionen in der Landeshauptstadt. Der Hub soll ein Zentrum für digitale Anwenderinnen und Anwender aus Industrie, Startups, IT-Mittelstand und der Wissenschaft bilden. Im Fokus stehen die Vernetzung und das Matching von Innovationsunternehmen aus dem IT-Mittelstand, Startups und traditionellem Mittelstand sowie Industrie. Darüber hinaus kann der Hub eine Plattform für einen Erfahrungsaustausch zwischen Hochschulabsolventinnen und -absolventen, Jungunternehmerinnen und -unternehmern, Wachstumsunternehmerinnen und -unternehmern und erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie projektspezifischen Kooperationen bieten.

Ein weiterer digitaler Leuchtturm entsteht in Ludwigshafen. Dort etabliert sich mit Unterstützung der Landes- und Bundesregierung ein Digital Hub im Bereich Chemie- und Gesundheitswirtschaft. Damit gehört nun ein starker und innovativer Industriestandort aus Rheinland-Pfalz zu den „de:hubs“. Die Ernennung zum Hub für Digital Chemistry und Digital Health unterstreicht die wirtschaftliche und wissenschaftliche Stärke sowie die Innovationskraft in den Bereichen Chemie und Gesundheit des Standortes Rheinland-Pfalz. Zugleich ist sie auch eine Anerkennung der gemeinsamen Aktivitäten des Landes, der Stadt Ludwigshafen und der BASF am Beispiel des gemeinsamen Projekts „chem2biz“ im Technologiezentrum Ludwigshafen. Folgerichtig wird der Aufbau des Digital Hubs Ludwigshafen / Mannheim über eine Geschäftsstelle des Hubs im Technologiezentrum Ludwigshafen gesteuert.

Die Landesregierung sieht im Handel und in der Gesundheitswirtschaft erhebliche Potenziale für „Smart Services“ zugunsten von Kundinnen und Kunden und Patientinnen und Patienten.

In kaum einem anderen Wirtschaftsbereich zeigt sich die Bedeutung der Digitalisierung als Wachstumstreiber wie auch in ihrer Bedeutung für das Leben der Menschen so intensiv wie bei der Gesundheitswirtschaft. Mit dem Ziel wirtschaftspolitischer Innovation wird das Wirtschaftsministerium daher seine Bemühungen um einheitliche Standards und Normen in der digitalen Medizintechnik und den digitalen Anwendungen im Gesundheitswesen fortsetzen, um die Anschlussfähigkeit der Unternehmen an die internationale Spitze zu gewährleisten. Auch für den Handel wird es eine zentrale Herausforderung sein, kundenorientiert Offline-Handel und Online-Handel zu verbinden und digitale Lösungen in die Innenstädte und Geschäfte zu integrieren. Das Wirtschaftsministerium hat sich der Aufgabe angenommen, durch Gesprächskreise, Veranstaltungen und die Initiative „Neue Wege für innerstädtische Netzwerke“ die Vernetzung der im Handel aktiven Akteure zu unterstützen.

Die Landesregierung fördert das heimische Handwerk in seinen Digitalisierungsbemühungen.

Mit den Digitalisierungsberatern unterstützt die Landesregierung das Handwerk dabei, die Digitalisierung in all ihren Geschäftsprozessen fest zu etablieren. Die Digitalisierungsberater sollen vor Ort Handwerksbetriebe in allen Fragen der Umstellung auf digitale Prozesse kostenfrei und niedrigschwellig beraten und bei der Implementierung digitaler Elemente in den Betrieb unterstützen. Die Maßnahme ist geeignet, die wirtschaftliche Situation im rheinland-pfälzischen Handwerk nachhaltig zu verbessern. Das Projekt soll zunächst vom 01.11.2017 bis 31.08.2019 (22 Monate) durchgeführt werden. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) des Bundes bei der Handwerkskammer Koblenz ist einer von vier bundesweiten Standorten, der zeigt, dass die Voraussetzungen für eine weiterhin positive Entwicklung in Rheinland- Pfalz gut sind.

Die Landesregierung stärkt die Games-Industrie in Rheinland-Pfalz und entwickelt ein Digital Hub mit dem Schwerpunkt Games.

Unternehmen der Kreativwirtschaft sind in vielen Bereichen innovative Impulsgeber und Dienstleister für die Wirtschaftsbranchen im Lande. Durch Cross-Innovation trägt die Branche zu neuen Produkten, Vertriebs- und Geschäftsmodellen bei. Dies gilt auch für die Games-Branche, deren Spieletechnologien oder Anwendungen („serious games“) beispielsweise in den Branchen Medizin, Architektur, Maschinenbau, Automobil, Chemie sowie vor allem im Bildungsbereich erfolgreiche Anwendung finden. In der ältesten Stadt Deutschlands, in Trier, ist an der Hochschule mit den Studiengängen „Intermedia Design“ und „Informatik – Digitale Medien und Spiele“ der deutschlandweit größte Ausbildungsbereich für Games-Entwickler entstanden. Zwar haben Ausgründungen mit Erstansiedlung in Rheinland-Pfalz begonnen, jedoch ist die Sogwirkung der Metropolen stark. Deshalb prüft die Landesregierung die Möglichkeit, Gründerinnen und Gründern in dieser Branche mit einem Games Hub, den Möglichkeiten des Coworking und Matching ein attraktives Angebot zu machen. Für die Landesregierung ist die Games-Branche ein zunehmend wichtig werdender Wirtschaftszweig.

Im Zuge der Förderung von „Smart Farming“ in Rheinland-Pfalz ermöglicht die Landesregierung Betrieben den kostenlosen Zugang zu Flächen- und Umweltdaten.

Die Einführung von Digitalisierungsprozessen in Landwirtschaft und Weinbau hat sich unter dem Begriff „Smart Farming“ etabliert. Die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz setzt zunehmend „Smart Farming“-Technologien ein. Sie sparen Zeit, schonen die Tier- und Pflanzenwelt und helfen, mit den Auswirkungen des Klimawandels umzugehen. Neue Mess- und Sensortechniken sowie die internet- und satellitenbasierte Datenübertragung gewinnen eine immer größere Bedeutung in weiten Bereichen der Landwirtschaft. Jede Landwirtin und jeder Landwirt, jede Winzerin und jeder Winzer können kostenlos und online ihre Daten bekommen. Zudem schafft die Landesregierung kostenlose Zugänge zu Daten wie etwa Wetter- und Befallsprognosen für häufige Pflanzenkrankheiten.

Die Landesregierung forciert den Wissenstransfer und fachlichen Austausch auf dem Gebiet des „Smart Farmings“.

Mit einer intelligenten Vernetzung von Wissenschaft, Digitaler Wirtschaft und Landwirtschaft soll der Prozess der digitalen Transformation in Landwirtschaft und Weinbau unterstützt werden. Die Handlungsfelder betreffen die landwirtschaftliche Praxis, die Beratung, das Versuchswesen und die angewandte Forschung sowie die Fort- und Weiterbildung. Die Digitalisierung wird ein Schwerpunkt der Lehrendenfortbildung im Bereich Landwirtschaft.

Die Landesregierung schafft dynamische, mobil abrufbare Verkehrsinformationen für einen fließenden Straßenverkehr.

Für die verkehrliche Infrastruktur übernehmen Land und Kommunen die Aufgabe der Planung, des Baus und Betriebs öffentlicher Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig haben sie die Rolle als Aufgabenträger im öffentlichen Personennahverkehr. In allen Bereichen werden digitale Methoden eingesetzt. Die Landesregierung will die Ausstattung hochbelasteter und sensibler Straßenabschnitte mit Anlagen zur dynamischen Verkehrssteuerung und Verkehrsinformation wie Geschwindigkeitsregelung, Wetterdaten, Stauinfos oder Alternativrouten vorantreiben. Genauso wird an Park- und Rastplätzen eine digitale Steuerung zur flexiblen Auslastung der Kapazitäten eingesetzt. Das nutzen heute schon Lkws und Transporter für die Planung ihrer Routen. Die Landesregierung stellt den Bürgerinnen und Bürgern auf ihrem Mobilitätsportal unter www.verkehr.rlp.de einen digitalen Service zur Verfügung.

WEITERE INFORMATIONEN ZUR VERKEHRSINFRASTRUKTUR: www.verkehr.rlp.de

Die Landesregierung unterstützt die Erprobung neuer Verkehrstechnologien mit Hilfe der aktiven Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft.

Der technologische Wandel in der Mobilität wird von Innovationen getrieben, die das automatisierte, autonome und das vernetzte Fahren ermöglichen. Neue Fahrzeuge – PKW wie Nutzfahrzeuge – bieten erhebliche Marktchancen für die rheinland- pfälzischen Industrie- und Logistikunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies gilt insbesondere für den Nutzfahrzeugbereich, der in Rheinland-Pfalz in hohem Maße vertreten ist. Mittels des Commercial Vehicle Cluster (CVC) in Kaiserslautern unterstützt die Landesregierung die Zusammenarbeit. Partner im CVC – international agierende Konzerne sowie kleine und mittlere Unternehmen – arbeiten gemeinsam an Lösungen für technologische Herausforderungen. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen nachhaltig gesichert. Auch in der Logistikwirtschaft besteht das Ziel, den digitalen Transformationsprozess zu begleiten. Dazu gilt es, innovative Technologiekonzepte, Veränderungen der Wertschöpfungskette und veränderte Kompetenzanforderungen im Blick zu behalten und neben dem reinen Informationsaustausch, zum Beispiel auch die Vernetzung mit jungen, innovativen Unternehmen auf die Agenda zu stellen.

Die Landesregierung wird die Potenziale der Digitalisierung für den Tourismus nutzen.

Die Landesregierung sieht in der digitalen Erschließung des Tourismus große Potenziale für das Land. Die Tourismuswirtschaft in Rheinland-Pfalz bietet ihren Gästen schon heute einen modernen Tourismus 4.0 mit Angeboten wie der digitalen Informationsbereitstellung und digitalen Besucherlenkung beispielsweise über die App „Gastlandschaften Rheinland-Pfalz“ an. Zukünftige Herausforderungen für Destinationen und Tourismusbetriebe werden vor allem in Big Data, also der Erfassung und Auswertung der Daten von Gästen, als Grundlage für ein Digitales Tourismusmarketing gesehen. Große Bedeutung erfahren digitale touristische Produkte wie das Kooperationsvorhaben „Antike Realität mobil erleben (ARmob)“. Mit dieser Anwendung sollen keltische und römische Stätten für den touristischen Gast sowie den einheimischen Besucherinnen und Besuchern über Augmented-Reality-Anwendungen digital erlebbar gemacht werden. Ein digitales Besucherkommunikationskonzept für die Liegenschaften der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz wird entwickelt. Außerdem werden zur zeitgemäßen Form der digitalen Wissensvermittlung kultureller und touristischer Angebote sogenannte Digitorials zu Verfügung gestellt.

Die Landesregierung unterstützt die Unternehmen in ihren Bemühungen um Datensicherheit und Datensouveränität.

Eine Voraussetzung für den erfolgreichen Transformationsprozess der Digitalisierung in der Wirtschaft liegt nicht nur im Schutz der eigenen, von den Unternehmen generierten Daten, sondern auch in der eigenverantwortlichen Entscheidung über deren Verwendung. Die Landesregierung wird deshalb die projektorientierte Vernetzung im Bereich von Datenschutz und Datenverwendung sowie die Stärkung der IT-Sicherheit in den Unternehmen mit vorantreiben. Zudem soll im Sinne der Datensouveränität der bedarfsgerechte Aufbau zusätzlicher privatfinanzierter regionaler Rechenkapazitäten unterstützt werden. Sofern Hürden für Ansiedlung und Bau von Rechenzentren bestehen, sollen diese identifiziert und – soweit möglich – abgebaut werden.

Die Landesregierung stärkt den Wirtschaftsschutz durch Beratungsangebote zur Cyberspionageabwehr und zum Cybersabotageschutz.

Die IT-Durchdringung in allen Unternehmensbereichen und Prozessen wächst stetig. Große Mengen von Informationen sind digital gespeichert, werden digital verarbeitet und in IT-Netzen übermittelt. Die größte Gefahrenquelle sind Cyberangriffe auf die IT-Infrastrukturen eines Unternehmens mit dem Ziel, Unternehmensdaten auszuspionieren oder IT-Netzwerke zu sabotieren. Cyberangriffe werden immer komplexer, professioneller und zielgerichteter. Die Landesregierung berät und informiert Wirtschaftsunternehmen zu den Themen Cyberspionage sowie IT-Sicherheit, führt Sensibilisierungsgespräche und bietet Unterstützung bei der Aufklärung von Cybersicherheitsvorfällen an. Sie gibt der Wirtschaft zielgruppenorientierte Warnmeldungen, aktuelle Gefährdungsanalysen sowie Hinweise zur betrieblichen Eigenvorsorge. Zwischen der Landesregierung und der rheinland- pfälzischen Wirtschaft besteht außerdem eine „Sicherheitspartnerschaft“, in der sich die Landesregierung, Unternehmen und Kammern austauschen und informieren.


Hier finden Sie die Strategie für das Digitale Leben: PDF-Download (5MB)


Beiträge des bisherigen Digital-Dialogs


Vernetzung der Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft

"Wie kann die im Rahmen der Innovationsstrategie des Landes bestehende Vernetzung der Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft für den Prozess der Digitalisierung weiter entwickelt werden?"

Programme entwickeln bei denen Abteilungen zusammenarbeiten, um innovative Lösungen zu finden.
Ein Online-Powerhouse kann mit dem Fraunhofer Institut oder Universitäten zusammenarbeiten, um auch den Ideenaustausch zwischen Unternehmen, Wissenschaftler und sogar Studenten anzuregen.

Start-Ups

"Wie kann die Innovationskraft und die Kreativität von Start-Ups zur Unterstützung der Digitalisierung wirksam eingesetzt werden und wie kann die Attraktivität für Gründungen am Standort Rheinland-Pfalz erhöht werden?"

Firmengründungen sollten durch regionale Zentren unterstützt werden, in denen Innovatoren Unterstützung bei der Bereitstellung von Räumlichkeiten, Büroinfrastruktur und Basisdienstleistungen, wie z.B. Info- / Telefonzentrale, Personalabrechnung u.ä. erhalten. Besonders wichtig wäre auch ein professionelles Coaching des neuen Unternehmens, denn 9 von 10 Start-Ups scheitern nach diversen Erhebungen.
Start Ups werden massiv überschätzt - der überwiegende Anteil tatsächlich marktfähiger Innovationen kommt von, häufig kleinen und mittelständischen, etablierten (!) Unternehmen. Im übrigen können Start Ups ihr Potenzial nur in großstädtischen Ballungszentren entfalten, von denen es in RLP keine gibt. Das Geld zur vermeintlichen "Erhöhung der Attraktivität" sollte besser in Schulen und Hochschulen gesteckt werden.
Wenn man allgemein die digitale Strukturen von Startups auf die des Landes übertragen würde, könnte man den Fortschritt erkenne.
Digitale Startups leiten die Zukunft.

Die richtige Art digital zu kommunizieren.
Das Unternehmen "Blackboat" beispielsweise migriert Unternehmen in die Cloud und stellt die richtigen Kommunikationssysteme und Kollaborationstools auf.
"Digital" ist nicht immer gleich "digital".

Vor allem lokale Unternehmen können von jungen Menschen und Startups profitieren, die sich in den Bereichen problemlos auskennen.
Wenn engagierte Jugendliche einen Platz im System finden können Unternehmen bei Ihrer Online-Strategie zu helfen und dafür in irgendeiner Form entlohnt zu werden, würde sich viel ändern.
Social Startups gehören zu den wichtigsten Unternehmen für die Gesellschaft.
Wenn es Gründer gibt, die das Menschenwohl im Auge haben, sollten diese sowohl finanziell, als auch beratend unterstützt werden. Wenn das Land als Vermittler wirken kann, um Startups den Menschen vorzustellen, kann bereits viel geleistet werden.

Vernetzte Produktion und intelligente Fabriken

"Wie kann die traditionelle Wettbewerbsstärke der rheinland-pfälzischen Industrie in das Zeitalter vernetzter Produktion und intelligenter Fabriken überführt und ausgebaut werden?"

Am besten wird dies vermutlich gelingen, wenn wohlmeinende Ratschläger aus Politik und Wissenschaft sich zurückhalten. Unternehmer, die sich seit Jahrzehnten unter teilweise widrigen Bedinungen am Markt behaupten müssen, werden sicherlich auch die Herausfoderungen der "Digitalisierung" meistern.
Trotz Google und Facebook spielt die US-Industrie, global betrachtet, keine Rolle (mehr). Apple z. B. lässt ausschließlich in Asien produzieren!
Da muss ein Umdenken stattfinden. Große amerikanische Firmen wie Google oder Facebook machen es vor. Die vorhandenen Strukturen müssen überdacht und an die Ziele angepasst werden.

Forschungs- und Demonstrationsprojekte

"Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, damit die Erkenntnisse und Technologien aus den zahlreichen Forschungs- und Demonstrationsprojekten wie der SmartFactoryKL transferiert werden können?"

Ich stimme Ihnen zu, zwei Ergänzung hätte ich allerdings:

1. Es gibt durchaus viele Unternehmer mit einer soliden akademischen Ausbildung, die wenig Scheu von der akademischen Sprache haben. Hier ist m.E. deutlich gravierender, dass diese Studien oft so speziell sind, dass sie wenig umsetzbaren praktischen Nutzen generieren.

2. Kleinere Forschungsprojekte der Universitäten und Hochschulen im Land, aber auch Abschlussarbeiten u.ä. stiften meiner Erfahrung nach deutlich mehr und unmittelbarer wahrnehmbaren Nutzen. Hier kann auch sehr gut die von Ihnen angesprochene, gelegentlich sehr mühsame Vermittlungsarbeit von wissenschaftlichen Studien in die betriebliche Praxis geleistet werden. Dazu ist die breite Präsenz und Vernetzung der Universitäten und Hochschulen im Land sehr wichtig und sollte auch vom Land viel stärker gefördert werden, die Konzentration auf wenige Großforschungseinrichtungen hilft da erfahrungsgemäß wenig. Auch da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.
Forschungs- und Demonstrationsprojekte wie die "SmartFactory" sind für die Wissenschaft und vielleicht noch Konzerne gut, für den Mittelstand, der in RLP dominiert, ohne Wert, weil zu praxisfern. Solche Einrichtungen sind bestrebt, sich international Anerkennung zu verschaffen. Der durchschnittliche Unternehmer hat aber weder Zeit noch Lust, sich durch akademischen Fachsprech oder englischsprachige Studien zu quälen. Auch geht die Konzentration auf einen Stützpunkt (wie in RLP) völlig an den regionalen Bedürfnissen vorbei.

Chancen der Digitalisierung

"Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung für den Handel, das Handwerk und den Dienstleistungsgewerbe?"

Ich stimme Ihnen zu, zwei Ergänzung hätte ich allerdings:

1. Es gibt durchaus viele Unternehmer mit einer soliden akademischen Ausbildung, die wenig Scheu von der akademischen Sprache haben. Hier ist m.E. deutlich gravierender, dass diese Studien oft so speziell sind, dass sie wenig umsetzbaren praktischen Nutzen generieren.

2. Kleinere Forschungsprojekte der Universitäten und Hochschulen im Land, aber auch Abschlussarbeiten u.ä. stiften meiner Erfahrung nach deutlich mehr und unmittelbarer wahrnehmbaren Nutzen. Hier kann auch sehr gut die von Ihnen angesprochene, gelegentlich sehr mühsame Vermittlungsarbeit von wissenschaftlichen Studien in die betriebliche Praxis geleistet werden. Dazu ist die breite Präsenz und Vernetzung der Universitäten und Hochschulen im Land sehr wichtig und sollte auch vom Land viel stärker gefördert werden, die Konzentration auf wenige Großforschungseinrichtungen hilft da erfahrungsgemäß wenig. Auch da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.
Forschungs- und Demonstrationsprojekte wie die "SmartFactory" sind für die Wissenschaft und vielleicht noch Konzerne gut, für den Mittelstand, der in RLP dominiert, ohne Wert, weil zu praxisfern. Solche Einrichtungen sind bestrebt, sich international Anerkennung zu verschaffen. Der durchschnittliche Unternehmer hat aber weder Zeit noch Lust, sich durch akademischen Fachsprech oder englischsprachige Studien zu quälen. Auch geht die Konzentration auf einen Stützpunkt (wie in RLP) völlig an den regionalen Bedürfnissen vorbei.

Digitalisierung in der Landwirtschaft

"Wie kann unsere Landwirtschaft von neuen vernetzten Technologien und dem Smart Farming profitieren?"

Da reicht ein Blick in die Hochglanzbroschüren der einschlägigen Landmaschinenhersteller!

Effiziente Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur

"Wie kann die Digitalisierung für eine effiziente Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur eingesetzt werden?"

Hier sollte eine Abkehr des bisherigen Konzeptes des motorisierten Individualverkehrs angestrebt werden. Neben dem Ausbau von Radwegen und ÖPNV kann man hier auf absehbare Zeit auch die Digitalisierung nutzen - flexiblere Systeme können die Auslastung und Verfügbarkeit gleichermaßen verbessern. Auf wenig ausgelasteten und daher heutzutage nur selten angefahrenen Stecken könnte man - analog zu Uber - Verbindungen "auf Vorbestellung" anbieten. Durch das zusammenlegen von Zeitfenstern und Strecken ließen sich so neue Verbindungen schaffen. Auch in häufig befahreren Strecken können die Daten genutzt werden um Überlastungen zu erkennen oder häufig verwendete Strecken mit Umstiegen zu optimieren. Mittelfristig könnte dies auch auf bei Bedarf selbstfahrende Kleinfahrzeuge, wir z.B. an der Charité bereits im Einsatz, angewendet werden. Durch die Konzentration auf geteilte Fahrzeuge wird sowohl die Straßen als auch Parksituation deutlich entschärft.
Volle Zustimmung!
Man sollte vorrangig die Elektromobilität in die Planung aufnehmen. Der Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell. Tesla ist uns heute schon weit voraus, was z.B. die Ladeinfrastruktur betrifft.

Vernetze Mobilität

"Welchen Nutzen bietet eine vernetzte Mobilität für die Wirtschaft?"

("der Wirtschaft", nicht "für die ...")
Keinen großen, solange es der Politik nicht gelingt, sichere Rahmenbedingungen zu schaffen (Datenschutz, Datensicherheit, Daten-Eigentumsrechte usw.).

Verwendung von selbst generierten Daten

"Wie kann die Souveränität der Unternehmen über die Verwendung ihrer selbst generierten Daten erhöht werden, ohne dabei das wirtschaftliche Potential der Datenverwendung zu gefährden?"

Welcher Art Daten - personenbezogene, Maschinendaten? Für letztere gibt es bereits sehr gute Ansätze, in D z. B. den "Industrial Data Space" (https://www.fraunhofer.de/de/forschung/fraunhofer-initiativen/industrial-data-space.html)!
Das ist keine Frage, die einfache Bürger beantworten können. Hierzu sind Profis zu fragen.

Dabei sollten allerdings immer den moralischen Grundsätzen aus dem Grundgesetz gefolgt werden.