Digitalisierungsschub in der Weiterbildung – Erste Projekte starten heute



„Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz ist auch im Mai weiter gesunken. Dennoch sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie weiterhin auf dem Arbeitsmarkt spürbar.“ Das sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsminister Alexander Schweitzer anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktdaten in Mainz. Danach waren im Mai in Rheinland-Pfalz insgesamt 116.108 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 4.055 weniger als im April und 8.949 weniger als im Mai des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote betrug im vergangenen Monat 5,2 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte weniger als im April und 0,3 Prozentpunkte weniger als im Vorjahresmonat.

Arbeits- und Transformationsminister Alexander Schweitzer: „Die Pandemie hat die Transformation der Arbeitswelt weiter beschleunigt. Das gilt besonders für die Digitalisierung des Weiterbildungssektors, denn die für den Kompetenzerhalt und die Kompetenzentwicklung erforderlichen Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen finden infolge der Pandemie vermehrt in digitaler Form statt. Das stellt sowohl die Lehrenden bzw. Fachkräfte in diesen Weiterbildungsangeboten als auch die Teilnehmenden vor große Herausforderungen. Es gibt hier einen vielfältigen Bedarf im Hinblick auf die Entwicklung von Digitalkompetenzen.“

Arbeitsminister Schweitzer informierte, dass Rheinland-Pfalz aus Mitteln des europäischen Aufbauprogramms REACT-EU insgesamt 24 Projekte zur Unterstützung des digitalen Wandels im Weiterbildungsbereich fördert. Dafür stehen für den Zeitraum von 1.6.2021 bis 31.12.2022 insgesamt 7,1 Millionen Euro zur Verfügung. Die ersten 16 Projekte starten heute. Die Projekte sollen sowohl lehrende als auch lernende Personen unabhängig von ihrem Beschäftigungsstatus unterstützen und neue digitale Bildungsformate entwickeln.

„Insbesondere bei Menschen, die ohnehin bereits benachteiligten Gruppen angehören, sind die digitalen Kompetenzen vergleichsweise gering ausgeprägt. Daher brauchen wir dringend geeignete Ansätze, um diese Menschen beim digitalen Wandel mitzunehmen und bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten nicht noch weiter zu vergrößern und zu verstetigen“, betonte Schweitzer. Projektinhalte sind zum Beispiel die Vertrauensbildung in digitale Medien, die Durchführung von Videokonferenzen und Videotelefonie, Online-Bewerbung und Online-Vorstellungsgespräch, Umgang mit sozialen Netzwerken und Karriereplattformen sowie Datenmanagement und Datenschutz.

Ministerpräsidentin Dreyer und Arbeitsminister Schweitzer kündigten zudem die Förderung von Projekten an, die Lehrende in der Weiterbildung und Fachkräfte in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen dabei unterstützen, in dem sich dynamisch entwickelnden Bereich des Online-Unterrichts bedarfsgerecht digitale und hybride Lehr- und Lernsettings gestalten zu können. „Uns ist es wichtig, die Teilhabe von Lernenden auch unabhängig von Präsenzangeboten aufrechtzuerhalten und den Zugang zu den Angeboten zu verbessern. Dazu gehen 24 Projekte regional verteilt in Rheinland-Pfalz an den Start und werden im Land einen nachhaltigen Digitalisierungsschub im Weiterbildungssektor und in der Arbeitsmarktförderung anstoßen“, betonte Ministerpräsidentin Dreyer gemeinsam mit Minister Schweitzer.

Themen sind hier beispielsweise die Didaktik und Methodik des digitalen Lehrens und Lernens, die Gestaltung digitaler und hybrider Räume für digitale Kommunikation, das Kennenlernen verschiedener Tools und Plattformen und ihrer Möglichkeiten sowie dezentrales Arbeiten und digitale Selbstverwaltung.

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