Spielerische Lernansätze gewinnen an Bedeutung



Spielen liegt in der Natur des Menschen. Immer mehr Unternehmen nutzen dies, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren und weiterzubilden. Spielerische Lernansätze gewinnen an Bedeutung. Dies zeigten heute die Beispiele, die im Rahmen des Formats „ZIRP um 8“ der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) an der Hochschule Worms vorgestellt wurden.

„Serious Games können die Verknüpfung von Theorie und Praxis, von Lerninhalten und ihrer Anwendung zeitgemäß, motivationssteigernd und nutzerorientiert fördern. Mögliche Methoden sind vielfältig: Strategiespiele, Simulationen oder auch Planspiele können herangezogen werden“, so Prof. Dr. Henning Kehr, Vizepräsident der Hochschule Worms.

Innovative Lernformate nutzt auch die Protestantische Altenhilfe Westpfalz: „Mit Hilfe spielebasierter Schichtplanung bieten wir den Pflegekräften die Möglichkeit, Arbeits- und Privatleben, trotz Schichtdienst, besser zu vereinen. Dazu haben wir eine attraktiv gestaltete, digitale Beteiligung an einem Dienstplanungsprozess entwickelt und erfolgreich erprobt“, erläutert Einrichtungsleiter Christian Frank. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM).

Auch die Aus- und Weiterbildung kann von Serious Gaming profitieren. Dies zeigte Thorsten Unger, Geschäftsführer Wegesrand GmbH & Co.KG: „Gute Games im Assessment sind kein Selbstzweck ‚weil’s schön bunt ist‘. Sie tragen umfassend qualitativ zur Qualifizierung des Personals bei. Das senkt Kosten und Risiken.“

 Einig waren sich die Impulsgeber in Worms, dass Serious Games in der Personalgewinnung und auch in der Aus- und Weiterbildung großes Potenzial birgt. So bleibe beispielsweise ein gespielter und damit virtuell gelebter Sachverhalt oft länger im Gedächtnis als ein Gelesener. Ersetzen kann es die klassische Lehre oder ein persönliches Gespräch natürlich nicht, aber in Ergänzung sind die Methoden deutlich erfolgreicher.

Die Veranstaltungsreihe „ZIRP um 8“ widmet sich im Rahmen des Projektes ‚Arbeit 4.0‘ den verschiedenen Aspekten des sich verändernden Arbeitsmarktes. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft geben Einblick in ihre Erfahrungen und Erkenntnisse. Die Landespolitik erläutert, wie sie für die Arbeit der Zukunft gute Voraussetzungen schafft. Mit der heutigen Veranstaltung ist die Reihe zu Arbeit 4.0 abgeschlossen.

Weitere Informationen finden Sie auf www.zirp.de

Zurück zur Übersicht
Zurück zur Startseite