Staatssekretärin Heike Raab: KI-Agenda bringt Künstliche Intelligenz in den Mittelstand



Künstliche Intelligenz (KI) bringt die mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz in vielen Bereichen voran. Über ihre Einsatzmöglichkeiten diskutierte heute das KI-Board der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz unter Leitung von Staatssekretärin Heike Raab, Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales. „Der Mittelstand prägt die rheinland-pfälzische Wirtschaft. Er ist daher auch der Motor für Innovationen am Standort Rheinland-Pfalz.“

Die Landesregierung unterstütze dies mit ihren Programmen der Innovationsförderung. „Im Herbst 2020 hat die Landesregierung zudem mit der KI-Agenda eine Strategie beschlossen, um die Fülle an Kompetenzen mit Partnern aus Wissenschaft und Anwendung stärker zu bündeln und gezielt zu fördern“, so Heike Raab. „Damit verbinden wir auch das Ziel, dass KI in mittelständischen Unternehmen des Landes Einzug hält.“

Mit dem „KI-Board“ steht die ZIRP für das landesweite Netzwerk der KI in Rheinland-Pfalz. Sie vernetzt Akteure in KI-Forschung und -Anwendung und zeigt, wie Künstliche Intelligenz in etablierten Unternehmen und Start-ups zu neuen Geschäftsmodellen, effizienteren Abläufen und zu Gründerideen verhilft. Bei der heutigen Videokonferenz des KI-Boards zeigten Beiträge aus Wissenschaft und Wirtschaft die vielfältigen Unternehmensbereiche, in denen KI wirkungsvoll eingesetzt werden kann – ob in der Datenanalyse, im Kundenmanagement oder in der vorausschauenden Wartung.

Für Prof. Dr. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der Technologie-Initiative SmartFactoryKL und Wissenschaftlicher Direktor des Forschungsbereichs Innovative Fabriksysteme am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), ist die anwendungsnahe KI-Forschung zentral: „Wir freuen uns, dass wir am DFKI unser Wissen direkt in die mittelständische Praxis bringen können“, so Ruskowski. „Über gemeinsame Projekte mit regionalen Unternehmen vermitteln wir, etwa mithilfe von KI-Trainern, dem Mittelstand das Thema Künstliche Intelligenz Schritt für Schritt.“ Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern gehörte 2019 bundesweit zu den ersten Zentren, die KMU und dem Handwerk mit den vom Bund geförderten KI-Trainern spezielle Unterstützung zur KI-Anwendung bieten.

Mittelständische Unternehmen mit der Entwicklung maßgeschneiderter KI-Lösungen zu unterstützen, ist die Kernkompetenz der DDG AG aus Kaiserslautern. Im Rahmen ihres sogenannten „Co-Innovations-Modells“ in Zusammenarbeit mit mittelständischen Partnern sind erfolgreiche Projekte und Start-ups entstanden: darunter eine intelligente E-Mail-Verschlagwortung und automatisierte Dokumentenablage für die Baufirma Karl Gemünden oder eine automatisierte Preiskalkulation für das Eisengussunternehmen Gienanth. Für den Vorstandsvorsitzenden Alexander Fridhi steht fest: „Was für die USA Facebook und Google sind, ist für uns der Mittelstand und seine unzähligen Hidden Champions. Dessen tiefes Prozess-, Domänen- und Ingenieurs-Wissen müssen wir mit Digital- und KI-Wissen zu etwas Neuem kombinieren, um so international konkurrenzfähige Digitalunternehmen zu erschaffen: Digitale Hidden Champions.

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