Wissenschaftsminister Hoch: Sieben Anträge rheinland-pfälzischer Hochschulen erfolgreich beim Bundeswettbewerb „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“



Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre hat ihre Entscheidung für die erste von der Stiftung veröffentlichte Förderbekanntmachung „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken. Präsenzlehre, Blended Learning und Online-Lehre innovativ weiterdenken, erproben und strukturell verankern“ bekanntgegeben. Sechs rheinland-pfälzische Hochschulen konnten mit ihren Konzepten für die Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Hochschullehre überzeugen. Es sind dies: die Hochschule Kaiserlautern, die Hochschule Koblenz, die Hochschule Mainz, die Hochschule Trier, die Universität Koblenz-Landau sowie zwei Projektanträge der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, davon einer im Verbund mit der Universität zu Köln und der Universität des Saarlandes. Die Gesamtfördersumme für Rheinland-Pfalz beläuft sich auf 21.5 Millionen Euro.
„Die Corona-Pandemie war und ist noch immer eine große Herausforderung für die Hochschulen - und zwar gleichermaßen für die Studierenden, die Lehrenden und die Verwaltung. Unsere Hochschulen in Rheinland-Pfalz verbinden Erfahrung und Innovationsfähigkeit im Bereich der Digitalisierung von Studium und Lehre und haben dies in den vergangenen Monaten erfolgreich unter Beweis gestellt“, so Wissenschaftsminister Clemens Hoch. „An den erfolgreichen Anträgen unserer Hochschulen ist zu erkennen, dass die Preisträgerinnen sich auf eine nachhaltige Veränderung vorbereiten und sich die Kultur des Lehrens und Lernens sowie des Miteinanders an den Hochschulen verändern wird. In den sieben innovativen Projekten geht es um umfassende Kompetenzstärkung von Personen und Organisationen und das Bestreben, aus den Erfahrungen der „digitalen Semester“ zu lernen und die Qualität der Lehre weiter zu steigern. Ich gratuliere den Preisträgerinnen herzlich und wünsche ihnen viel Erfolg in der Umsetzung ihrer Projekte.“
Insgesamt wurden bundesweit 264 Anträge eingereicht. Der Ausschuss zur Projektauswahl hat unter ihnen 139 Projektvorhaben als förderwürdig eingestuft, darunter 115 Einzel- und 24 Verbundanträge. Das gesamte Fördervolumen für die ausgewählten Projekte beträgt bis zu 330 Millionen Euro.
Die rege Beteiligung der Hochschulen im Land belege, dass das Thema „Digitalisierung in der Hochschullehre“ nicht zuletzt seit der Corona-Pandemie stark in den Fokus gerückt worden sei. Die Hochschulen hätten mit Beginn der Corona-Krise und Einführung der Kontaktbeschränkungen weitestgehend auf digitale Lehre umgestellt und inzwischen viele Erfahrungen gesammelt. „Sie haben intensiv Strategien und Konzepte erarbeitet und die Auswirkungen der Digitalisierung auf alle Akteurinnen und Akteure in den Hochschulen detailliert in den Blick genommen. Dabei wurden viele Stärken erkennbar, aber auch Weiterentwicklungsmöglichkeiten identifiziert, die nun mit Hilfe der Projektförderungen in den Hochschulen angegangen werden können“, ergänzt der Wissenschaftsminister.
Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre wurde 2019 gegründet und setzt den Ende 2020 ausgelaufenen „Qualitätspakt Lehre“ in veränderter rechtlicher, organisatorischer und inhaltlicher Form fort. Ziele der Förderbekanntmachung sind u.a. innovative Ideen für das Lehren und Studieren zu erproben und in die Praxis zu bringen. Vor dem Hintergrund der Vielzahl virtueller und hybrider Formate in der Hochschullehre sollen die Maßnahmen auch systematisch evaluiert und die gewonnenen Erkenntnisse für die strategische Weiterentwicklung der Hochschulen genutzt werden.
Der Förderzeitraum beträgt maximal 36 Monate (2021 – 2024) und das Fördervolumen insgesamt ca. 300 – 350 Mio. Euro. Von 2021 – 2023 erfolgt die Förderung alleine durch den Bund, ab 2024 steigen die Länder in die Förderung ein.

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